Neue Woche, neue Frage, neue Antworten! Und die sind erneut nicht ohne, aber fürchtet euch nicht: Wir haben die Antworten! Ob es die richtigen sind, das muss jeder für sich entscheiden…
In dieser Folge geht es um:
- 00:00:11 – Intro & Begrüßung
- 00:01:04 – Deo, Pubertät & Anekdoten
- 00:02:22 – Podcast‑Konzept: Fragen vs. Probleme
- 00:06:10 – iTunes‑Charts & Wochenrückblick
- 00:12:45 – Frage 1: Zombie‑Apokalypse — Vertrauen & Moral
- 00:28:15 – Frage 2: Umgang mit rechten Posts im Freundeskreis
- 00:44:43 – Frage 3: Einsamkeit in der Klasse / Anschluss finden
- 01:09:20 – Diskussion: Der Tatort — Kritik am Format
- 01:09:33 – Leichtere Fragen: Fürze, Biologie & Anekdoten
- 01:20:38 – Abschied, Einsendungen & Verabschiedung
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Episode 02
Episode #02
(12 Sekunden Intro)
Mats: [00:00:11] Hallo und herzlich willkommen bei den Ratsherren, dem Podcast, wo wir Fragen beantworten und es ist so einfach, wie es klingt. Wir, das sind zu meiner großen Freude mal wieder, Robin Schweiger. Hallo und herzlich willkommen.
Robin: [00:00:24] Hallo und mir gegenüber sitzt der wunderschöne, der großartige, der wohlriechende Mats Leubner.
Mats: [00:00:32] Da haben wir gleich das erste Thema, weil bei mir hat letzte Woche das Deo versagt und ich wusste nicht warum. Und zwar drei Tage hintereinander und ich habe es nicht verstanden, wenn jemand gesagt hat.
Robin: [00:00:39] War das das Deo, was du vor drei Tagen…
Mats: [00:00:42] Was ich immer benutze, über schon lange Zeit und dann hat mir jemand gesagt, Mats, das liegt nicht an dir. Oder doch, es liegt an dir. Der Körper, manchmal fängt der an, sich einfach an das Deo zu gewöhnen. Also ich stelle es mir jetzt so vor, dass dann einfach so die Schweißdrüsen dann fickte ich Deo und dann trotzdem anfangen rum zu bakterieren. Ja, aber
die arbeiten das in den eigenen Duft hinein. Oder so. Ich habe das Gefühl, ich habe fürchterlich gestunken. Es hat, glaube ich, keiner gemerkt.
Robin: [00:01:04] Doch, wenn du es gemerkt hast, hat es jeder andere auch gemerkt.
Mats: [00:01:06] Ja, das denke ich mir auch immer, was ist Scheiße fürs eigene Ego, wenn man denkt, ach, wenn du schüttelst.
Robin: [00:01:10] Mir wurde das mal als, wo ich, so war ich 15, glaube ich, da war ich in der Ausbildung und da hat mir mal Pubertät und da passiert ja so ein paar Sachen und ich habe halt immer geschwitzt wie so ein Tier. Und da konnte ich, also ich habe auch mich eingesprüht von oben bis unten, aber hat nichts gemacht. Ich habe trotzdem gestunken wie so ein Elch. Und dann
hat tatsächlich eine Kollegin mir gesagt, oder nicht, das war noch nie, das war noch nicht mal mein Kollege, das war viel unangenehmer. Mein Chef hat mich irgendwo zu sie gerufen und mir erzählt, dass ihm erzählt wurde, dass ich auf der… Der Schweiger stinkt, Chef. Und dann hat er halt so gesagt, so ey, ich weiß, ne, in dem Alter und so, da war er aber ganz entspannt drauf.
Das war aber trotzdem irgendwie unangenehm. Der hat sich gedacht, dass du den nicht wäscht? Nein, nein, der sagt, der kennt das ja, wenn man halt in der Pubertät ist, dann… Stinkt man. Stinkt man schon mal ein bisschen mehr. Sehr gut. Ja, es ist doch, man masturbiert sehr viel und das verursacht…
Mats: [00:01:56] Und damit haben wir auch schon wieder das Niveau, da, wo wir letztes Mal aufgehört haben. Stimmt. Ich dachte eigentlich, weil mir wurde gesagt, ja…
Robin: [00:02:02] Ich habe recherchiert, ob jetzt nochmal YouPorn oder Forgot.
Mats: [00:02:05] Sehr gut, da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen, weil eigentlich dachte ich, es ist ja schön, wenn man ein bisschen strukturierter anfängt, also schon mal sagt, hallo, der Podcast hat sich Rat her. //Robin: Das habe ich auch gedacht.// Wir sind zu zweit und wir beantworten Fragen. Und da dachte ich, da könnte man jetzt nochmal kurz über die Fragen
reden, stattdessen haben wir gleich über die Stinkparade von Herrn Schweiger gesprochen.
Robin: [00:02:22] Naja, Masturbation und Stinken ist so… Ist das eigentlich Clickbait, wenn wir das in den…
Mats: [00:02:26] Eigentlich ja nicht, ne? Was denn?
Robin: [00:02:28] Also ich dachte, als ich unsere Überschrift gesehen habe, wo ja dann irgendwas auch mit siamiesische Pornos oder sowas… Meiner stand sicher, siamiesische Zwillinge kommen als Pornos.
Mats: [00:02:34] Ja, genau. So, und da dachte ich erst, ah, das ist jetzt ja schon wieder… Also kein Wunder, dass wir da… Und das sage ich jetzt auch ohne, dass das eine Bedeutung hat für mich oder für den Robin. Ich meine, uns war das klar, aber dass wir da jetzt wirklich eine Woche lang in den Podcast-Itunes-Charts waren.
Robin: [00:02:46] Da dachte ich, liegt das vielleicht daran, dass wir Pornos im Titel haben? Ne, ich glaube, es liegt daran, dass wir… Also, ob wir jetzt Pornos im Titel haben oder unser Titel Bild zeigen, das läuft ja aufs Gleiche hinaus. Oh, sehr schön, sehr schön.
Mats: [00:02:56] So haben wir aus der kritischen Frage gleich eine Doppeldopel für uns gemacht.
Robin: [00:03:00] Das finde ich sehr gut. Im Clickbait wäre es gewesen, wenn wir geschrieben hätten, ihr werdet nicht glauben, was mit siamiesischen Zwillingen Pornos ist. Also, wenn das keine Beschreibung davon gewesen wäre, was wir besprechen, sondern wäre, wenn es nicht beschrieben hätte, was wir besprechen und gesagt hätte, ihr müsst auf den Podcast klicken, um
herauszufinden, was dort besprochen wird.
Mats: [00:03:18] Das machen wir, glaube ich, bei Folge 2. Das würde ich einfach mal ausprobieren, ob das noch erfolgreicher ist. Auf jeden Fall. Das ist sehr schön.
Robin: [00:03:24] Dann müssen wir aber auch unser Bild nehmen, wo wir unsere Brüste zeigen. Als neues Coverbild. Das ist ja kein Problem. Mit einem roten Pfeil, das auf unsere Brüste geht.
Mats: [00:03:32] Das wissen viele nicht, dass wir jetzt hier die Klamotten drauf gefotoshoppt haben. Weil das sonst ein bisschen viel war. Wir beantworten Fragen. Das habe ich eben gerade schon mal kurz angeschnitten. Was heißt, wir beantworten Fragen? Ich habe darüber nachgedacht, ob wirklich nur Fragen beantworten die richtige Beschreibung ist. Weil eigentlich, und das
ist beim letzten Mal, glaube ich, so ein bisschen untergegangen, geht es uns auch sehr um Probleme. Also nicht nur um das Beantworten von irgendwelchen Fragen, sondern wirklich um eure Probleme, die ihr uns in schriftlicher Form zukommen lasst. Da gibt es zum Beispiel unseren Twitter-Account oder Ask.fm oder auch Google-Mail. Da wissen wir, wie die Adressen sind.
Robin: [00:04:02] Das sage ich irgendwann im Podcast und nochmal am Ende. (.) Wir gucken auch noch, ob wir irgendwann noch eine eigene Repräsentation online bekommen.
Mats: [00:04:09] Ach komm, das ist vergeblich. Wir sind Fame-Robin, wir brauchen gar keine… //Robin: Brauchen wir nicht. Macht und einer für uns.// Irgendwann macht das schon umsonst. Unser Tweet ist irgendwie 2000 Euro wert.
Robin: [00:04:17] Wir übernehmen die Wörter vom Tatort. Wer braucht den jetzt schon noch? Wir haben den fast überholt.
Mats: [00:04:20] Wir haben schon gezeigt, dass man vieles offensichtlich nicht braucht im Postkarte-Deutschland. (.) Im Podcast-Deutschland. Wenn man einfach so um die Ecke schlamenzeln kann, ohne Wissen, einfach nur gut sich verkaufen, reicht offensichtlich. Dann noch nicht mal das. Das, so, Pst. Probleme. Was meinen wir mit Problemen? Also, man hat ja beim letzten
Mal gesehen, es funktioniert, wenn wir auf simple Fragen, auf so Gedankenspielchen antworten. Aber was, ich glaube, fast noch ein bisschen wertvoller ist, möchte ich sagen, und wofür wir sicherlich auch demnächst den Grimmelpreis bekommen werden, ist einfach die Problemlösung. Die punktuelle Lösung eurer Probleme. Das heißt, wenn ihr uns Fragen gestellt habt, zum
Beispiel, Robin, was ist denn deine Lieblingschipsorte? Und euch jetzt wundert, warum diese Frage jetzt nur exemplarisch im Podcast auftaucht und nicht ernsthaft beantwortet wird, es sei denn, du möchtest das gerade ganz kurz. Dann liegt es daran, dass diese Frage nicht so richtig wirklich diesen Diskussionszündstoff innehat.
Robin: [00:05:11] Wir wollen ja keine Fragen zu uns beantworten. Genau. Wir wollen ja allgemeine Themen oder Themen, die für euch wichtig sind. Also, es sollen nicht einfach nur Fragen sein, die wir einfach faktisch beantworten können, was halt unsere, was halt uns privat betrifft oder wann war unsere erste Beziehung oder sowas. Das ist jetzt nicht die Art von Fragen, auf die
wir da, die wir damit meinten. Ja, auch wenn es natürlich nicht bedeutet, dass wir das nicht exemplarisch dann anführen können.
Mats: [00:05:33] Wenn wir eine Frage beantworten. Also, das bedeutet nicht, dass wir darüber nicht reden wollen oder unsere eigenen Erfahrungen nicht einbringen wollen, sondern das ist so, diese persönlich gestellten Fragen, ey, wie alt bist du gerade? Das ist es nicht. Wir wollen wirklich diese harten Probleme und aber auch diese sehr interessanten Gedankenspielchen, wo bis
heute keiner eine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden hat, die möchten wir lösen.
Robin: [00:05:55] Stichpunkt, krimineller siamesische Zwilling. Ich wollte gerade sagen, krimineller ist Faultier, aber das ist eine andere Geschichte.
Mats: [00:05:59] Das wäre aber auch eine schöne Frage.
Robin: [00:06:01] Das wäre aber sehr einfach zu lösen, dieses Problem. von einem krimineller Faultier. (..) //Robin: Und schön.//
Mats: [00:06:07] Ja, ansonsten, vielleicht können wir noch mal ganz kurz drüber reden, wie wir die letzte Woche erlebt haben.
Robin: [00:06:10] Ich würde noch einmal ganz kurz, bevor wir zum normalen Podcast übergehen, wenn euch dieser Podcast hier gut gefällt, dann hilft das tatsächlich, wenn ihr auf iTunes eine Bewertung da lasst oder ein Review schreibt. Wollte ich einfach nur mal erwähnen, weil ich mir das vorstellen kann, dass viele Leute gar nicht wissen, dass das überhaupt geht.
Mats: [00:06:23] Haben auch viele schon getan.
Robin: [00:06:24] Genau, dafür vielen, vielen, vielen Dank. Also wenn ihr da ebenfalls so begeistert seid aus Gründen, die, das ist auch für mich interessant, weil das kann ich mir nicht erklären. Vielleicht könnt ihr dann in dem Review hier einmal schreiben, wieso ihr das so gut findet, was hier passiert. Das hat uns wirklich ein bisschen überrascht.
Mats: [00:06:37] Also, dass man jetzt, sagen wir mal, bei diesen iTunes-Charts irgendwie relativ schnell weit vorne ist mit nur einer Folge eines Podcasts sagt.
Robin: [00:06:44] Du brauchst auch nicht viele Klicks, also das sagt wenig über die Klicks aus.
Mats: [00:06:47] Genau, das wollten wir an der Stelle auch noch mal sagen. Ich weiß nicht, wo wir jetzt lagen, bei 3000 oder sowas.
Robin: [00:06:51] Ja, also wirklich nicht die Hammer.
Mats: [00:06:53] Genau. (.) Aber dass es dann doch, sagen wir mal, relativ lange konstanter so in der Richtung oben war, das hat mich ein bisschen überrascht. Das kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht so ganz erklären.
Robin: [00:07:01] Naja, das sind halt die iTunes-Dinger, weil keiner weiß, wie die berechnet werden. Das ist einfach, ich glaube, das ist einfach die prozentual dazugekommenen neuen Hörer, weil wir von null gestartet sind. Auf den Gesamt-Podcast gerechnet. (.) Genau, und da wir da von null gekommen sind und alle anderen halt schon bestehende Zuschauerschaft hatten, das ist
gerade so meine Erklärung.
Mats: [00:07:18] Aber vielleicht ist das eine Frage, die wir auf lange Sicht beantworten können, weil mit Folge 2 können wir ja diese sehr, sehr ausgefuchste Theorie eventuell ja schon bestätigen, wenn man nämlich einfach überhaupt nicht mehr auftaucht.
Robin: [00:07:28] Wenn man dann auf 100er, aber das ist für meine private Erklärung egal, weil wenn ich nach Hause irgendwie, wenn ich jetzt irgendjemanden kennenlerne oder so, dann werde ich auf jeden Fall ihr sagen, ey, ich bin hinter dem Tatort der viertefolgreichste Medienmensch in Deutschland. (.)
Mats: [00:07:42] Ja, behauptest du ja sonst auch.
Robin: [00:07:43] Und der Tatort war nur vor uns, weil der halt die Macht hat.
Mats: [00:07:46] Das war der Radiotatort, ne? Ich habe das gar nicht so gelöst. Ja, ja, das war irgendwas.
Robin: [00:07:50] Ich weiß doch gar nicht, was das soll. Was hat der Tatort eigentlich beim Podcast zu tun? Es ist, ich weiß auch nicht. Das ist wieder Lügenpresse.
Mats: [00:07:56] GEZ-Fui-Buh. Ganz, ganz fürchterlich.
Robin: [00:07:59] Fui-Buh, das Schlossgespenst.
Mats: [00:08:00] Also die Woche, weil wir gerade überlegt hatten, aber vielleicht nochmal ganz kurz umreißen, wie wir die Woche verbracht haben, aber vielleicht passt das auch gar nicht so richtig hier rein.
Robin: [00:08:08] Ich will nur, ja doch, es soll jetzt keine absolut zwingende regelmäßige sein, dass wir sagen müssen, okay, wir müssen jetzt erzählen, ob wir irgendwie Reis gegessen haben. Aber du hast mir halt gerade was erzählt, was ich mir für wahnsinnig interessant hielt.
Mats: [00:08:23] Ja, das überrascht mich, weil so interessant. Also wenn ich erzähle, dass ich einfach bei einer Firma war, die bei Heidelberg, also bei um in der, also Heidelberg, da so existiert und die produzieren. Das Problem ist, ich habe auch nicht so hundertprozentig verstanden, was die da machen. //Robin: Das macht es nur noch besser.// Ja, das war so ein bisschen skurril.
Also ich war über den Bose-Park kameratechnisch in dieser Firma, die, so glaubte ich, druckt. Ist der gefaltet? Ja, so. Ich möchte dir chronologisch meinen Erkenntnisstand präsentieren. Ich dachte erst, es ist eine Riesendruckerei, die quasi so Kellogg’s Kartons und T-Kartons, also Kartons bedruckt und ausliefert. Dem ist aber gar nicht so gewesen, weil die tatsächlich nur diese
Maschinen gebaut haben, die Kartons nicht nur bedrucken, sondern auch noch falten. Also eine Kartondruck- und Faltwerkstatt. Jetzt muss ich kurz mal kurz fragen, falten die die zusammen oder falten die die auseinander? Nee, nee, die falten die zusammen, weil wenn du den bedruckst, hast du ja erstmal nur so ein flaches Stück Pappe. So, und dann muss der ja zusammen
gemacht werden. [00:09:26] So, und dafür gibt es diese Faltmaschinen. Und die sind tatsächlich nicht nur wahnsinnig komplex, sondern auch wahnsinnig uninteressant. Also es ist… //Robin: Ja, naja, jetzt wissen wir mehr.// Die haben riesige, riesige Montagehallen so und die waren auch alle sehr euphorisch, wenn die da drüber gesprochen haben. //Robin: Und die haben…
Speedmaster 5000.// Der Speedmaster 2000 und die Diana, weiß der Geier, was Maschinen da sind. Da ist so dieses Credo, ey, eine Maschine muss eben auf jeden Fall Charakter haben und Personality.
Robin: [00:09:52] Das ist richtig, sonst kaufe ich mir die Drucker.
Mats: [00:09:54] Die Maschinen hatten alle mehr Personality als die Leute, die sie da… Also es war ganz, also ganz skurril, wenn man da so nach dem dritten Tag einfach wahnsinnig gelangweilt war und dachte so, ich würde mich direkt erschießen, wenn ich hier arbeiten würde.
Robin: [00:10:05] Aber… Oder dich dann halt selbst in die Faltmaschine werfen, dann könntest du als Karton noch weiterleben.
Mats: [00:10:09] Ja, es ist interessant. Also…
Robin: [00:10:11] Tu mal, tu mal, tu mal den PC in den Mats rein.
Mats: [00:10:13] Wenn ihr Fragen habt, wie wohl ein Karton gefaltet wird, kann ich euch überhaupt nicht, also interessiert mich nicht. Aber ich hab’s mal gesehen und das war ganz interessant, mal so reinzukommen.
Robin: [00:10:20] Also das heißt, du bist jetzt die, äh, die Koryphäe auf dem Gebiet in Deutschland.
Mats: [00:10:24] Ja, wenn ihr eine Faltmaschine kaufen wollt für eure Karton oder euer Produkt, äh, das schnell gefaltet wird, das kann ich sagen, so bei 1,5 Millionen fangen die so an.
Robin: [00:10:31] Ja, von den Einnahmen hier beim Podcast kommen wir das… Sehr schön, das iTunes-Geld kommt doch dann doch bald, oder? Ich bin mir sicher, das hab ich beantragt, die werden das bald schicken.
Mats: [00:10:38] So, wir haben Fragen bekommen, äh, und übrigens noch unser kleines Konzept ist, dass immer der andere, also immer jemand anderes die Fragen raussucht und der andere weiß jetzt gar nichts. Also Robin hat jetzt eigentlich überhaupt gar keine Ahnung, was ich mir für schöne Fragen rausgesucht habe.
Robin: [00:10:48] Ich fand übrigens, das muss ich auch noch kurz erwähnen, äh, ist ein längeres Intro diese Woche, aber ich ist ja…
Mats: [00:10:53] Ich fand letztes Mal auch schon schön, dass da jemand geschrieben hat, die ersten 50 Minuten waren die besten, wo wir nichts beantwortet haben, sondern einfach nur versucht haben zu erklären, wie dieses Konzept ist.
Robin: [00:11:00] Ich fand, also das war ja die Pilotfolge letztes Mal und Mats und ich sind halt so zwei Leute, wir reden viel vorher. Aber das ist eigentlich völlig egal, was wir bereden, weil das, also das muss nichts heißen. Obwohl wir dann diesen Podcast sehr ausführlich beredet haben vorher, haben wir dann, glaube ich, während wir den Podcast gemacht haben, uns
aufgefallen, dass Mats eine recht ernste Herangehensweise hatte und nicht eine recht komische Herangehensweise. Und das ist uns, glaube ich, während der Aufnahme so ein bisschen klar geworden erst, aber das hat dann, das hätte vollkommen auseinanderfallen können dann dadurch. Aber genau das hat dem dann so, äh, das gewisse Etwas gegeben.
Mats: [00:11:35] Ich war auch Zeit, weil ich ein bisschen angenervt, weil ich dachte, oh, jetzt, jetzt versucht er wieder hier eine lustige und flockige Antwort aus dem Elmer zu schütteln, aber das war okay.
Robin: [00:11:42] Ja, ich glaube, das wird sich auch nicht weiter ändern, ähm, das ist auf jeden Fall nicht gewollt, sondern es passiert einfach. Genau, das ist halt, weil wir einfach, ich habe das letztens innerhalb unserer Gruppe erklärt, dass wir einfach Organisationskimmel sind.
Mats: [00:11:54] Gruppe?
Robin: [00:11:54] Ja, ich habe in der Skype-Gruppe geschrieben, äh, wo noch andere Fragen waren und gesagt, bei allem, was Mats und ich sagen und planen, sollte man erstmal davon ausgehen, dass das Gegenteil in Kraft tritt. Nicht, weil wir lügen, sondern weil wir einfach so unorganisiert sind, dass wir meistens einfach es nicht besser wissen.
Mats: [00:12:09] Ich würde, ich würde es ja eher als so rot nach außen getragene Überlegungsstruktur bezeichnen. (.)
Robin: [00:12:14] Naja, aber das Problem ist, dass wir ja so tun, als ob wir Fakten sagen, nennen.
Mats: [00:12:18] Ja, aber ich glaube, viele, äh, denken auch, oh, die haben Podcasts, die werden ja sicherlich sich überlegen, was die da vorhören.
Robin: [00:12:24] Ja, das ist genauso wie bei Videospiel-Journalisten. Ah, die müssen ja Ahnung haben, das ist ja, es ist total. Sonst würde ja nicht, also wie können die sonst ans Equipment kommen, wenn die nicht kompetent wären? Richtig, das wäre ja totaler Quatsch, dass wir uns über das Wochenende eingebrochen sind in irgendeine Firma, das ist ja total absurd. Lächerlich,
ah, ah, ah.
Mats: [00:12:39] So, jetzt aber doch endlich mal zur ersten Frage, die haben wir über AskFM slash die Ratsherren bekommen, siehst du, so flechte ich das nämlich ein.
Robin: [00:12:45] Ey, Alter, warst du bei der Kai-Ebel-Moderationsschule zwischendurch, das ist ja der Hammer.
Mats: [00:12:49] Ich habe während dieser, dieser, bei der Faltfabrik, da war auch so ein Coach, mit dem habe ich ein bisschen gesprochen und der sagte, es ist alles perfekt. Die ist anonym reingekommen und ich finde, das ist eine ganz schöne Ansatzfrage. Die Frage lautet nämlich, würdet ihr euch in einer Zombie-Apokalypse gegenseitig vertrauen? Ich würde Mats essen. Darf
ich schon sagen? Ich habe mit vielen gerechnet, ein schnödes Nö wäre vielleicht, ja.
Robin: [00:13:13] Also ich vertraue darauf, dass Mats mir vertrauen würde und früher oder später würde man in eine Situation kommen, wo man eingesperrt ist, wo man sich selbst eingesperrt hat, weil man vor den Zombies geflüchtet ist. Und im Idealfall ist man entweder alleine dort oder halt mit Schwächeren. Also ich würde jetzt nicht versuchen, noch mit stärkeren Leuten
einfach, weil ich dann gegessen werde. //Mats: Ja, ich verstehe.// Aber ich vertraue darauf, dass, du konntest mich ja auch ohne Probleme einfach wegdütschen, aber ich vertraue darauf, dass es da eben dieses Vertrauen gibt zwischen uns. Und dann, wenn du irgendwann schläfst, dann würde ich halt irgendwie dir einmal den Fuß abschneiden, wenn du es gerade nicht mehr
bemerkst. Und dann halt so am nächsten Morgen war es, da war ein Zombie reingekommen. Also ich hoffe darauf, dass du mir vertrauen würdest. Ich würde dir auch absolut vertrauen. Ja, ich würde mir absolut vertrauen.
Mats: [00:13:58] Du sagst mir aber auch gleich ganz offen, also wenn du die Chance siehst.
Robin: [00:14:00] Also ich würde dich sofort essen.
Mats: [00:14:02] Okay, aber jetzt gehen wir mal davon aus, dass es eine Zombie-Apokalypse, wo genug Essen rumsteht, wo die Gefahr wirklich primär erstmal die Zombies sind. Ah, ist… Also würdest du, also, weil das ist… Ich würde trotzdem, einfach weil du leckerer bist. Ja, wenn ich die Chance habe, würde ich zu essen, würde ich es machen. Egal, mit oder ohne Zombies.
Robin: [00:14:18] Wenn ich keine, ähm, keine zivilatorischen, zivilatorischen, ich bin ein Redakteur, liebe Leute. Ja. Zivilatorischen.
Mats: [00:14:24] Du verdienst dein Geld damit.
Robin: [00:14:25] Wenn ich keine gesellschaftlichen, ähm, äh, Strafen bekomme oder keine moralischen Strafen dafür bekomme, dann sehe ich keinen Grund da drin, warum ich das nicht machen sollte. Ich meine, du hast halt keinen Fuß mehr.
Mats: [00:14:36] Aber gehen wir erstmal wirklich davon aus, dass es Zombie-Apokalypse, wir sind, wir machen gerade einen Podcast, gehen jetzt so, sind fertig, gucken aus dem Fenster und sehen so, ach, ärgerlich, haben wir verpasst, jetzt ist Zombie-Apokalypse. Dann ist ja erstmal der naheliegendste Gedanke natürlich, zusammenzubleiben. (.) Ich habe mir ehrlich gesagt noch
nie so richtig Gedanken gemacht, was wirklich, was ich machen würde.
Robin: [00:14:55] Ja, das spricht aber auch für dich, weil wenn du jetzt…
Mats: [00:14:56] Nee, weil eigentlich, ja, das ist total scheiße, weil, ähm, äh, ich gucke ja auch so Walking Dead und spiele ja auch Zombiespielchen und da wird einem ja, werden einem ja immer Ideen vorgetragen. und dann macht man sich die Gedanken und so, eigentlich, aber wenn jetzt wirklich Zombie-Apokalypse wäre, ich hätte zum Beispiel, keine Ahnung, würde ich jetzt
hier erstmal versuchen, in das nächste, äh, Einkaufscenter vielleicht irgendwie reinzukommen.
Robin: [00:15:15] Oh, so eine dumme Einkaufszentrum meiner Zombie-Apokalypse, hast du Dead Rising? //Mats: Ja, aber…// Hast du Don’t the Dead nicht gesehen, was denn da los?
Mats: [00:15:20] Richtig, richtig, aber wenn man das besser macht als die und, äh, äh, wir haben hier, äh, muss man sagen, Einkaufscenter, was quasi im, im Keller ist.
Robin: [00:15:26] Ey, ich würde mich sofort verlaufen einfach und dann selbst sterben. Wie? Weißt du, wie groß ich war da… //Mats: Ja, aber das ist doch alles voller Essen.// Letzte Woche nach dem Podcast war ich da und ich bin, glaube ich, eine halbe Stunde rumgerannt, bevor ich die fucking Chips gefunden habe. Da gab es irgendwie Möbel, ich dachte, ich bin bei Ikea, was
war denn da los?
Mats: [00:15:40] Naja, aber ich meine jetzt nur mal so rein, wirklich zu sagen, okay, ich möchte überleben und man, man, man, also es wird ja auch nicht lange dauern. Stell dir mal vor, wir wären beide zu zweit alleine in diesem Einkaufscenter.
Robin: [00:15:49] Aber das ist ja unrealistisch, du kannst ja nicht einfach sagen, wir wären alleine da. //Mats: Ja, das stimmt, genau, das ist das Problem.// Da wäre jeder, jeder wäre dort und dann wird halt sofort und dann das Essen wäre weg und dann würden Riots ausstehen. Also ich würde eher darauf vertrauen, dass man eben, äh, zu zweit zusammenbleibt und hier einfach
ein paar Podcast-Folgen aufnimmt. Aber die hört doch dann keiner mehr. Naja, doch, das Geile ist, man kann den Markt dann komplett so cornern, weil die ganzen anderen Podcasts wahrscheinlich verschwinden. und, äh, die Leute brauchen ja trotzdem Unterhaltung, wenn sie alleine zu Hause rumsitzen, weil der Strom existiert ja trotzdem hoffentlich noch.
Mats: [00:16:19] Das ist, das ist, das ist erschreckend naheliegend, ja, du hast recht. Richtig. Ich meine, wir haben jetzt noch Eiswürfel hier und ich glaube so ein bisschen Erdbeerenfond vor zwei Wochen.
Robin: [00:16:25] Und wir sind halt hier nicht, nicht im Erdgeschoss, das heißt, äh. So einfach kommen die, und der, vor allen Dingen der Aufzug, der ist auch nicht so einfach zu kriegen. Ah, oh, ihr habt ja noch den zombiesicheren Aufzug.
Mats: [00:16:32] Ja, also wäre gar nicht blöd, hier zu, na, also gut, ja, mhm, okay, also erstmal hierbleiben. Die, ihr und, aber.
Robin: [00:16:37] Können hier die ganzen Videoprojekte endlich umsetzen, die wir schon so lange gemacht haben.
Mats: [00:16:40] Also ja, stimmt. Wir haben viel produziert, es ist, äh, ja, bis das, bis der Strom zusammengebrochen ist, aber es war eigentlich schön.
Robin: [00:16:46] Würdest du mir, also, aber du hast, du hast bisher die Frage noch nicht, würdest du mir vertrauen?
Mats: [00:16:49] Ja, na, ich versuche ja gerade erstmal, also, das ist für mich immer so eine Kontextfrage und, ähm, mich, mich überrascht es auch gar nicht, dass dann so, äh, wenn man so sich so Spiele wie DayZ anguckt, wie die Leute dann sofort irgendwie schießen, wenn einer um die Ecke kommt, einfach nur, weil. Weil es ist konsequenzlos, ne? Genau, weil es
konsequenzlos ist. Also, ich glaube, also entweder wäre ich sofort tot in so einer Zombie-Apokalypse, weil ich dann eher den, den, die Menschlichkeit muss doch weiter existieren und bla bla auf der einen Seite. Auf der anderen Seite glaube ich, dass ich, ähm, schon so pragmatisch bin, dass ich dann denke, ne, im Zweifelsfall, ganz blöd gesagt, haust du lieber dem anderen den
Kopf kaputt, bevor er dir den Kopf kaputt haut. (.) glaube ich, aber ich, ich bin mir da unsicher, wenn es dann wirklich so weit kommen würde, dass es, das ist, äh, heißt du oder ich, weil ich glaube, ich könnte dich zum Beispiel jetzt nicht, ähm, ähm, nicht erschießen oder, oder ich würde, würde dich umbringen, um selber, äh, äh, profitieren zu werden.
Robin: [00:17:39] Das ist das Schönste, was hier jemand zu mir gesagt hat.
Mats: [00:17:40] Das ist so, also, ich, das ist wirklich, ich finde, das ist ein schwieriges Thema.
Robin: [00:17:44] Also, wenn ich, äh, jetzt mal auch halb ernst antworten würde, ich, ich würde mich da sicher fühlen bei dir und, äh, du wärst auch sicher da bei mir, weil ich einfach auch nicht die Eier hätte, um sowas zu machen. Wenn wir jetzt irgendwie noch, bei meinem Tom könnte ich mir vorstellen, den vielleicht ein paar von euch jetzt nicht kennen, Kollegen von mir, da, hm,
da würde ich mir ein bisschen mehr Sorgen machen. Da würde ich mir ein bisschen mehr Sorgen machen. Ich, das, ich, das ist so. Für Dani dann auch und dann wird er beschützt und dann, da wird er eiskalt.
Mats: [00:18:10] Ich, ich, ich habe auch gerade wirklich, ich glaube, ich hätte gar nicht Bock, ähm, zu überleben, wenn ich solche Sachen machen müsste. Also, im Sinne von irgendwie, also jetzt gar nicht unbedingt Freunde totschlagen, sondern allgemein Leute totschlagen, um zu überleben. Dann würde ich, glaube ich, eher sagen, du komm, wir machen halt so lange einen
Podcast, bis einer von stirbt und der andere hüpft dann hier aus dem Fenster oder sowas. Kann man, hm. Weil, also, das finde ich wahnsinnig anstrengend.
Robin: [00:18:29] Vielleicht sollte man ganz, pass auf, Idee. Ja. Wenn wir jetzt aus dem Fenster gucken und dann sehen wir ein paar Zombies, ist ja, wahrscheinlich ist das noch nicht so lange passiert jetzt, weil wir dann hereingekommen sind, bevor die ausgebrochen sind. Ja. Dass meine Idee wäre, dass man ganz schnell bei allen Lieferdiensten Essen bestellt und dann darauf
hofft, dass noch so ein paar halt das auch noch nicht bemerkt haben und die bringen dann und dann bestellt man irgendwie bei, bei, bei, bei 50 verschiedenen Lieferdiensten jeweils 50 Pizzen, ähm, und dann, oder anderes, was vielleicht nicht so schnell verdirbt. Also, wenn wir, also, wenn wir davon ausgehen, dass der Strom auch ein bisschen länger läuft, dann, ähm. Ich glaube,
das dauert schon so ein bisschen, bis das, bis das alles komplett zusammenbricht, die Infrastruktur. Ja. Ähm, gerade mit dem krassen Militär, das Deutschland auch hat, da wird doch, äh, bestimmt.
Mats: [00:19:30] Geregelt sein muss und wie es in Berlin ist. Und da sind so viele Geschichten, wo man so denkt, ah, also, wenn es wirklich mal so weit kommt, dass hier was los ist, dann geht das doch schneller alles den Bach runter, als man jetzt so glauben möchte.
Robin: [00:19:41] Wahrscheinlich so in der Sekunde, wo die Zombie-Apokalypse ausbricht, so drei Tage später, haben die Zombies den Flughafen fertig gebaut.
Mats: [00:19:47] Das aus Versehen. Einfach nur, weil sie da waren. Einfach nur, indem sie die richtigen Wege abgelaufen sind. Also, ich, ich, wie gesagt, ich würde für mich jetzt, soweit ich mich da reinversetzen kann, tatsächlich sagen, ich würde Robin vertrauen, ich würde auch Tom vertrauen, ich würde, glaube ich, vielen, viel zu vielen Leuten vertrauen. Ich glaube, das wäre,
wäre, wäre nicht so gut.
Robin: [00:20:05] Also, ich glaube, da kennen wir mir meine soziale, äh, //Mats: Knowledge, dein Gefühl.// Nein, nein, nein, nein, nein, nein, meine, meine soziale Anxiety. Das ist natürlich ein viel zu großes Wort, aber, äh, ne, das war ein, dass ich, ein englisches Wort, dass ich jetzt nicht, äh, Ja, wir sind hier im deutschsprachigen Raum. Dass ich jetzt große Menschenmassen
sowieso nicht mag und, äh, gerne in meinem engeren Freundeskreis bleibe und so, und dass ich jetzt fremden Leuten erstmal skeptisch gegenübergestellt bin. //Mats: Das kommt mir da, das kommt mir da sehr zugute.//
Mats: [00:20:31] Das wäre ja in dem Zeitpunkt ja sowieso dann, dass, dass man da sehr skeptisch sein sollte.
Robin: [00:20:34] Weil ich wahrscheinlich erstmal glaube, okay, das ist wahrscheinlich ein schlechter, also, denke ich sowieso, wenn ich jetzt erstmal jemanden treffe, draußen auf der Straße, wenn ich da mal jemanden vorbei bin, der guckt mich an und die Blicke treffen sich, denke ich erstmal, das ist wahrscheinlich ein schlechter Mensch, der gerade über mich urteilt, ich hasse
ihn, du Arschloch, geh weg. //Mats: Okay.// Ähm, wenn das jetzt, wenn ich mir das jetzt in einer Zombie-Apokalypse vorstelle, kann ich das einfach ganz schnell genau diesen Gedankengang eben nachvollziehen, nur dass ich danach dann eben dann, weiß ich nicht, dem eine Spitzhacke ins Gesicht ramme. Das ist, das ist einfach nur ein Schritt weiter.
Mats: [00:20:59] Mhm, mhm, ich verstehe. //Mats: Also für dich…//
Robin: [00:21:01] Willst du auch keiner die Polizei rufen, das ist alles rein theoretisch bestimmt. //Mats: Kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich mal passiert.//
Mats: [00:21:06] Ja, und wenn, dann ist auch egal. //Robin: Aber ich finde das so… Guck dich einfach nicht an in der Öffentlichkeit.// Es ist so ein, also so ein, also würdest du dann auch wirklich, wenn es ums Überleben geht, also keine Ahnung, ich bin dann in irgendeiner Bärenfalle eingefangen aus Gründen.
Robin: [00:21:17] Warum?
Mats: [00:21:18] Weiß ich nicht, weil wir jetzt hier im Einkaufscenter, sind wir meiner tollen Idee gefolgt. //Robin: Das wolltest du eine Bärenfalle kaufen. Wollte ich eine Bären?//
Robin: [00:21:26] Und dann bist du da… Ja. (..) Also… Ich komme so um die Ecke, du bist so im Regal, oh, will helfen.
Mats: [00:21:34] Mit dem Bein hänge ich im Regal. Ich wollte mal gucken, ob sie geht. Aber würde… Und dann, also so, ich hänge da drin und dann siehst du, ach scheiße, da hinten aus der Wurstabteilung, da kommen sie. Da kommt ein Bär. Da kommen die, da kommen…
Robin: [00:21:45] Der hat hier die Fahne.
Mats: [00:21:46] Ein Zombie-Bär aus der Gemüseabteilung oder aus der Kleinti-Abteilung. Aus der Bär-Abteilung. Würdest du dann sagen, okay Mats, war schön, war nett, hast du jetzt auch, also ist blöd gelaufen, hast du jetzt aber auch nicht anders verdient, Pech für dich, mach’s gut. Oder würdest du dann sagen, komm, ich probiere es?
Robin: [00:22:02] Ja, also opfern würde ich mich jetzt nicht. (.) Oh, Entschuldigung, ich hab grad voll ins Mikrofon geatmet.
Mats: [00:22:06] Nee, du musst… Nee, nee, nicht geatmet. Ich wollte dir nur mit meinen Gestiken zeigen, dass du etwas näher dranbleiben musst, weil du gerade so Tendenzen entwickelst, so langsam aus dem Raum zu rollen.
Robin: [00:22:14] Also ins Mikrofon… Äh, ins Mikrofon. Nicht opfern für andere Menschen, also da… Für die enge Familie, ja, aber für Freunde, weil sie nicht…
Mats: [00:22:24] Moment, Moment, Moment. Damit hast du jetzt gerade gesagt, dass ich nicht die enge Familie bin. Nee, mit enge Familie meine ich meine Mama, meinen Papa und meinen Bruder. Ich glaube, das Schlimmste, was in einer Zombie-Apokalypse passieren kann, ist, dass du mit deiner Familie unterwegs bist.
Robin: [00:22:35] Ja, also sowieso. Also sowieso schon.
Mats: [00:22:37] Das ist… Also auch grundsätzlich, wenn du mit deiner Familie unterwegs bist.
Robin: [00:22:39] Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit meinem Papa so schon über die Autobahn fahre und dann bemerke, wie viel Wut und wie viel Frustration da aufkommt, allein dadurch, dass er mit anderen Autos im Verkehr ist. Wenn ich mir jetzt noch Zombies dazu vorstelle, das wäre ja mega. Also da, ich glaube, das würde nicht gut gehen. Okay. Oder es ist genau
gleichbleibend, weil er jetzt schon diese obere Skala erreicht hat.
Mats: [00:22:59] Vielleicht ist er der beste Mensch, mit dem er zusammenbleiben sollte, weil er einfach
Robin: [00:23:03] alles aufräumt. Und er akzeptiert das. Also ich kann mir auch vorstellen, mein Papa mag natürlich auch so Fantasy-Blödsinn nicht so gern, dass er einfach sagt, so ein Blödsinn. Zombies gibt’s gar nicht. Das ist doch wie die ganzen scheißen Typen, wie die sich ja verkleinen. So ein Halloween hier. Das kann ich mir auch vorstellen.
Mats: [00:23:17] Und dann einfach konsequent was macht. Naja, einfach genauso halb wütend über die Autobahn fährt. Ja, aber ich finde es schwierig, in einer Zombie-Apokalypse einfach nicht zu akzeptieren, dass es eine Zombie-Apokalypse gibt. Also, weil auf der Autobahn zu sagen, ja, hier Geschwindigkeitsbegrenzung für den Arsch, kann ich mir eher vorstellen. Also das führt
auch zu Konsequenzen. //Robin: Nee, nee, nee, nee.//
Robin: [00:23:36] Mein Papa wird niemals Geschwindigkeitsbegrenzung ignorieren.
Mats: [00:23:40] Okay, aber also irgendwas nicht akzeptieren wollen in dem Zusammenhang, finde ich denn. Also, in einer Zombie-Apokalypse zu sagen, ja, egal.
Robin: [00:23:49] Das wäre aber auch eine interessante Idee. Glaub ich nicht. Ja, glaube ich. Glaub einfach nicht dran. Warum läuft Doppelpass nicht? Was ist denn das?
Mats: [00:23:55] Ich finde, das geht so ein bisschen Richtung, ich glaube nicht an Schwerkraft. Verstehst du? Das ist so.
Robin: [00:23:58] Ich meine, da gibt es auch. Es gibt Leute, die glauben auch nicht an die Flachheit der Erde. Doch, die glauben eher an die Flachheit der Erde. Ach so, richtig. Hoppla. Was?
Mats: [00:24:07] Wie die Erde ist rot. Entschuldigung. (.) Wenn ich B.O.B. höre, muss ich das jetzt auch mal so sagen dürfen. Okay. Also, du würdest dann da eher dein eigenes.
Robin: [00:24:16] Ich würde dir vertrauen. Ich würde darauf vertrauen, dass du mir vertraust. Ja. (.) Und ich würde hoffen, dass wir in keine Situation kommen, wo ich mich opfern müsste für dich, weil da weiß ich nicht, ob ich da begeistert von wäre, von der Idee.
Mats: [00:24:30] Okay.
Robin: [00:24:31] Aber ich glaube, das geht bei den meisten so.
Mats: [00:24:32] Aber wir werden in dem Sinne, würden wir uns gegenseitig so vertrauen, dass man auch mal schläft, während der anderen Wache hält und solche Sachen. Also, bis auf die Sachen mit dem Fuß vielleicht. Aber es ist ja was anderes, den Fuß abzumachen, als jetzt tatsächlich dann komplett. //Robin: Genau.//
Robin: [00:24:44] Ich würde ja vorher auch einen Holzfuß schnitzen oder so. Naja. Das merkst du gar nicht. Du warst dann am nächsten Tag auf, denkst du, juckst gar nicht mehr am Fuß, weil der halt ab ist.
Mats: [00:24:52] Ja, das sind Phantomschmerzen.
Robin: [00:24:53] The Phantom Pain is real. Ach so. Dann hattest du vorher einen Mückenstich am Fuß und dann sägst du den ab und dann hast du diesen Mückenstich für den Rest deines Lebens.
Mats: [00:25:00] Du müsstest eigentlich eine Nacht vorher oder ein paar Nächte vorher anfangen. Auf deinen Fuß sitz, damit er einschläft. Damit du das dann nicht…
Robin: [00:25:06] Nee, nicht nur einschläft, sondern auf meinem Fuß rum. Du müsstest…
Mats: [00:25:10] Ja, ich dachte jetzt gerade so, anfangen da rumzuritzen oder sowas, weißt du, dass das eine Erleichterung ist, wenn der Fuß dann weg ist. Ja.
Robin: [00:25:16] Aber du willst ja essen dann, ne? Vielleicht muss ich… Oh. Vielleicht muss ich einfach dich seelisch zerstören, sodass du selbst anfängst, daran rumzuritzen. Und dann nutze ich die Chance. Das ist eine Idee.
Mats: [00:25:26] Ja, keine gute, aber es ist…
Robin: [00:25:28] Und du müsstest halt am Fuß, also ich weiß nicht, ob das so üblich ist. Ja. Aber ich nehme auch die Hand, wenn das nicht anders geht.
Mats: [00:25:33] Ich finde, das Problem bei solchen Fragen ist, dass es so hypothetisch ist. Also, weißt du, weil bei den… Im Gegensatz zu dem mordenden ziametischen Zwilling. Ja, naja, aber da, weißt du, da ist das Universum kleiner. Wenn ich jetzt… Weil ich überlege jetzt die ganze Zeit, okay, Zombie-Apokalypse, das bedeutet, es bricht irgendwie alles zusammen. Also,
Ernährung ist eine Frage, wie essen wir, wo essen wir, was essen wir, halten wir Knigge noch ein, wenn wir essen. (.) Aber eben natürlich auch, also die Perspektive. Weil eine Zombie-Apokalypse hat für mich immer, oder ich habe zumindest noch nie von einer Zombie-Apokalypse gehört, die dann irgendwann vorbei war. Immer in allen Serien und Büchern ist immer eine Zombie-
Apokalypse und die ist dann. So, wenn es jetzt, sagen wir mal, eine Apokalypse wäre, wo es heißt so, in 20 Jahren, keine Ahnung, Meteorit kommt runter und zerstört die Zivilisation und du weißt… //Robin: Zombie-Meteorit.// Jetzt ab, ein Zombie, das ist ein Zombie-Armeteorit und du weißt, in 20 Jahren sterben die alle. Oder sowas. Dann hast du ja eine Perspektive und dann
wüsste ich auch, wofür ich dann jetzt vielleicht dem anderen mit dem Ziegelstein kaputt schlage. Wenn ich aber keine Aussicht habe, so wirklich, oder auch eine Perspektive, dann wäre mir das, glaube ich, echt zu blöd. Ja, also, das sehe ich jetzt nicht ein. [00:26:35] Naja, also, warum mich dann mit diesem… Also, was habe ich denn davon? (.) Es ändert doch nichts.
Robin: [00:26:40] Oh, weißt du, was mega frustrierend wäre? Ja. Wenn dann wirklich das Internet noch existiert und am Laufen bleibt, wie die ganzen Verschwörungsspanien. KenFM würde das so feiern. Und dann musst du so, oh nein, KenFM, jetzt glaubt er echt, das war ein… Oh, nee. Nein, das war nicht Israel, KenFM. //Mats: Was noch schlimmer wäre?//
Mats: [00:26:56] Wenn du nur so ein Empfangsinternet hast. Also, du kannst selber nichts mehr schreiben und musst dann das einfach akzeptieren. //Mats: Oh, oh, oh. (.)//
Robin: [00:27:04] Überleg das mal, die Spiegel-Kommentatoren werden die Welt, die Macht dieser Welt übernehmen. Das ist ja eine furchtbare Idee.
Mats: [00:27:11] Das, ähm… Ja, aber du verstehst, worauf ich hinaus will. Das finde ich aber auch interessant.
Robin: [00:27:15] Ja, aber das ist viel schlimmer als die Zombie-Apokalypse selbst. Einfach diese Frustration, dass diese dummen, dummen Menschen diese Macht erlangen. Oder diese, diese, diese… Oder mir geht es gar nicht darum, dass sie Macht erlangen, sondern es geht darum, dass sie glauben, Macht erlangt zu haben und Recht zu haben. Das ist ja noch viel schlimmer.
Ja.
Mats: [00:27:31] Ach, das…
Robin: [00:27:32] Nee, dann wäre ich auch dabei, dass ich nicht akzeptieren würde, dass es die Zombie-Apokalypse gibt. Okay. Ich würde dann schreiben, nein, Ken, du hast ohne Recht.
Mats: [00:27:39] Es ist, es… Ja, aber gut, damit haben wir die Frage beantwortet. Also wir beiden würden uns offensichtlich gegenseitig schon vertrauen, aber das hat auch irgendwie seine Grenzen und da hängt auch viel vom Kontext ab, wie man so schön sagt. Ähm, jetzt, ich frage, möchten wir jetzt eine, eine Frage haben, die, ähm, schon so ein etwas, ein Knüppler ist.
Robin: [00:27:56] Also ich überlasse dir die Moderation dieser Sendung.
Mats: [00:27:59] Weil dann, dann, ähm, also es war so eine Einstiegsfrage, die so etwas locker fluckiger ist und, ähm, ich gehe mal davon aus, dass wir die nächste Frage genauso locker fluckig und, äh, beantworten. Ähm, äh, ich bin mir gerade gar nicht mehr sicher, ob er genannt werden wollte, aber wir haben ja gesagt, wenn ihr nicht explizit da zuschreibt, dass ihr anonym
bleiben seid.
Robin: [00:28:15] Na, aber wenn du jetzt nicht weißt, ob das so geschrieben wird?
Mats: [00:28:16] Naja, er hat nicht geschrieben, dass er anonym bleiben möchte. Äh, die Frage kam auf jeden Fall über Google. Ich sag, es ist der, es ist der Max. Okay. Wir nennen ihn mal Max, so. Der Max hat geschrieben. Nicht der echte Name. Wie geht man am besten damit um, wenn man auf Facebook oder Twitter sieht, dass Freunde oder bekannte Sachen posten, die ihr
ziemlich scheiße findet? Zum Beispiel Videos, in denen propagiert wird, dass Flüchtlinge daran schuld sind, wenn Rentner nicht genug Geld haben oder dergleichen. Ich hatte vor kurzem einen konkreten Fall. Die Freundin meines besten Freundes hat vor kurzem etwas, äh, so etwas gepostet und ich habe mich nicht getraut, dazu etwas zu schreiben, weil ich es mir mit ihr nicht
verscherzen will. Wie geht man damit um? Robin, du hast jetzt schon die Denkerpose eingenommen. //Robin: Muss ich ihn aufessen.// Das finde ich sehr übel. //Robin: Ess ihn auf.// Wir lassen das mit der Zombie-Apokalypse.
Robin: [00:28:57] Ja, weil das, äh, ich habe da gerade eine ganz, äh, oder relativ konkrete Erfahrung mitgemacht. Ist, du guckst mein Mikro an. Ist bei mir mein Mikro alles gut?
Mats: [00:29:05] Nee, ich gucke nicht dein Mikro an. Okay. Ich rede nicht von deinem Mikro an.
Robin: [00:29:08] Ich habe da eine recht, äh, ja, vor zwei, drei Monaten hatte ich auch so eine Erfahrung, wo ein, äh, ein Kumpel, den ich jetzt seit 10, 13, 12 Jahren so keinen Kontakt mehr wirklich zu hatte, aber das war halt in der Grundschule einer meiner engsten Freunde und der hat im gleichen Mehrfamilienhaus gewohnt wie ich und da habe ich halt wirklich meine Kindheit
komplett mit verbracht. Äh, und da fühlst du dann ja einfach eine Verbundenheit einfach dadurch, wenn du irgendwie seit der ersten Klasse, also seit deinen frühen Kindheitserinnerungen und schon im Kindergarten auch immer mit dem abgehangen hast den ganzen Tag. Ähm, und dann hat er, äh, die AfD geliked auf Facebook und ich habe erstmal so ganz die, also,
beziehungsweise ich habe das gar nicht gesehen, sondern mich hat dann ein anderer Kumpel, äh, der in unserer, der auch in dieser Clique war, den ich auch jetzt lange, also mit dem habe ich ein bisschen mehr Kontakt noch gehabt, aber auch nicht mehr wirklich viel, äh, und der war auch mit uns in dieser Clique drin, äh, und der hat mich dann angeschrieben und der ist auch
schwarz, äh, und der hat zu mich dann angeschrieben und sagt so, ey Robin, hier der und der hat, äh, die AfD geliked und er war sich tatsächlich nicht sicher. Ist das, also, er ist eigentlich, also, er ist einfach politisch nicht so wirklich informiert [00:30:13] und so und war sich einfach nicht sicher, ob, ist das, ist das nicht, ist das nicht eine rechte Partei? Äh, und ich habe so, ja, ja,
fuck, ähm, aber er wollte ihn halt nicht anschreiben, weil, ne, genau das ist die Situation, ähm, er hat auch, glaube ich, noch ein bisschen Kontakt mehr mit ihm, aber, äh, ich habe dann tatsächlich diesen alten Kumpel auf Facebook angeschrieben, ich habe seit zehn Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen, einfach so gesagt, hey, Alter, äh, was geht, ich war gerade ein bisschen, äh,
traurig, also, ich habe halt wirklich versucht, da nicht aggressiv zu reagieren oder besserwisserisch und ich habe gesagt, ey, äh, ich habe, war, fand es gerade ein bisschen schade, dass du die Seite geliked hast und habe dann halt, äh, gesagt, wieso ich das, wieso ich das traurig finde, eben mit ein, zwei Links, aber ich habe ihn jetzt natürlich nicht mit 15 Links zugeballert, das ist
ja auch scheiße, wenn du dann direkt, hey, deswegen, deswegen, deswegen, deswegen, deswegen ist es scheiße, so einfach so ganz simple Dinger, ne, die, wo er seine, seine Rassentheorien zu Afrika aufstellt und solchen, und solchen Kram, äh, mal so ganz offensichtliche Dinge.
Mats: [00:31:05] Der, der Bernd war’s, ne, der Höcke.
Robin: [00:31:07] Ja, genau schon, äh, ja, und halt nur das mit dem Erschießen, das, der, der, der Flüchtlinge, das war auch kurz vorher, ähm, und, ey, ich, fand ich halt, immer cool und ich hatte auch nie den Eindruck, dass du auch nur irgendwie diese, diese, diese Ansichten hast, du warst ja auch hier mit, äh, mit Migranten selbst befreundet, die auch gerade sehr frisch nach
Deutschland kamen, ähm, das passt alles nicht so ganz zu dem, wenn du die jetzt likst, äh, und da kam dann auch echt eine Antwort, wo er sich so dafür, ich, man weiß natürlich auch nie, wie, wie echt das ist, aber ich hab dann schon befürchtet, da bekomm ich dann halt so, fick dich, was willst du von mir, weg, aber da kam dann so eine, äh, sehr entschuldigende Antwort, wo er,
wo er so, ja, du hast recht, also, ich war, ich glaube, dass er hat irgendwie geschrieben, das war eher ein Versehen, aber ich weiß ja nicht, ob das einfach so, in den Mauszeiger abgerutscht, ne, ich glaube, er hat sich einfach so ein bisschen geschämt dafür, dass er darauf angesprochen wurde, ähm, ähm, weil er, glaube ich, sich schon dann gedacht hat, dass da irgendwas uncool
mit ist, ähm, und dann hat er halt ein sehr Verständnis, mit sehr viel Verständnis darauf reagiert und meinte, ey, ja, du hast recht, äh, und hat das dann auch [00:32:08] entlikt und ich weiß natürlich nicht, ob das einfach nur was war, weil er, äh, nicht ertappt wurde, oder? Ja, weil er sich ertappt gefühlt hat, das weiß ich nicht, aber es kann eben auch sein, dass man da vielleicht ein
bisschen neue Informationen gegeben hat, weil man unterschätzt das tatsächlich, also ich war so, als ich von dem Kumpel angeschrieben wurde, wie, du fragst mich, wie, was ist die AfD, hä, das ist doch offensichtlich, aber man unterschätzt das, wenn man halt, wenn Leute so gar nicht sich damit beschäftigen, ähm, dann merkst du halt nur, wie deine Umgebung immer mehr, äh,
wie irgendwie ein, zwei Kumpel dann plötzlich die liken und dann sagt, ja, nee, die sagen dem, dem Establishment, was, wo, wo, wie es lang geht und die setzen sich für uns ein und dann likst du die halt, äh, und vielleicht weißt du einfach tatsächlich nicht, was die sonst noch so erzählen.
Mats: [00:32:49] Das ist, das ist tatsächlich ein, ein interessanter Punkt, finde ich, weil man ja, wenn man sich damit beschäftigt, davon ausgeht, dass das alle anderen auch irgendwie machen und vor allen Dingen die Leute, die dann irgendwie, ähm, das vertreten oder zumindest dann selber auch so ein Stück weit übernehmen und propagieren, äh, ich muss ganz ehrlich sagen,
ich bin Gott sei Dank noch nicht in die Verlegenheit gekommen, irgendwie mal im Freundeskreis oder Bekanntenkreis, ähm, damit konfrontiert zu werden, also dass, dass, dass man wirklich in diese Situation kommt, wo irgendwie jemand, von dem man das nicht erwartet hätte, aus irgendwelchen Gründen, ähm, äh, plötzlich, äh, ja, vor diese Tatsache stellt, okay, der, der
sympathisiert nicht mehr davon, äh, nicht nur damit, sondern irgendwie, äh, verbreitet es auch noch. Äh, von daher ist es jetzt dann, kann ich da irgendwie schwer drauf antworten, weil, also wenn ich mir überlege, was es jetzt zum Beispiel wäre, wenn mein Bruder oder mein Vater oder sowas, ähm, plötzlich, ähm, äh, dass, das so, ja, wenn sich da rausstellt, dass die da irgendwie
dann, keine Ahnung, wenn es nur die Facebook-Seite liken ist, irgendwie, also damit zu tun haben. Ja. Ähm, ich glaube, ich würde da auch versuchen, zumindest irgendwie mal drüber zu sprechen, [00:33:49] aber ich weiß, wenn es jetzt tatsächlich zum Beispiel im Facebook-Freundeskreis ist oder bei Twitter oder so, ähm, ich glaube, ich hätte im Großteil einfach keinen Bock,
wenn ich merke, okay, da, da ist schon, die sind auf einer gewissen Ebene, wo man nicht mehr diskutieren kann, weil das ist ja, finde ich, das, das wahnsinnig Anstrengende, ähm, dass man erst mal eine Grundlage finden muss, weil es ist ja auch so, wenn man sich mal diese Interviews anguckt mit, mit Leuten, die dann zum Beispiel, äh, vom Flüchtlingsheim stehen und dann
sagen, oh, die nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg. Du, mit Fakten da zu argumentieren, finde ich wahnsinnig schwierig.
Robin: [00:34:22] Ich, ich, ich, ich glaube, du machst halt einen Fehler, wenn du davon ausgehst, dass diese Person dann direkt zu diesem Kreis gehört. ähm, das ist halt, was man schnell macht, oh, der hat die AfD geliked, dann ist der einer, der auswährenden Scheiße findet und sagt sowas so. //Mats: Nee, nee, nee.// Das ist halt das, was ich meine, dass sie halt ganz, dass es
vielleicht einfach einfach nur
Mats: [00:34:38] ist, ja, ich hab gehört, die setzen sich für uns ein und, ne. Genau, aber das ist ja, das ist ja diese Grundlage, die du erstmal finden musst. Also überhaupt erstmal, ähm, diese, diesen, die Möglichkeit, drüber zu sprechen zu haben. Wenn man das direkt auf dieser Ebene schafft, wie du, also wenn man schreibt, ey, ich hab’s gesehen und man kennt sich von früher
und dann vielleicht auch einfach, einfach mal fragen will, warum. Ähm, was, was ja dann, glaube ich, ich glaube, das ist das Ding, ne, wenn, wenn du fragst, und ich glaube, das klang jetzt für mich so, als hättest du das tatsächlich //Robin: gemacht.//
Robin: [00:35:03] Ja, das war so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein sehr tiefes Enttäuschtsein. Ja. Äh, bei mir und deswegen, weil, war das, also, das war auch, war auch ein, muss man sich erstmal zu ermutigen, das zu machen, weil, kennt natürlich jeder, das ist auch so, ne, eigentlich will ich mich da jetzt nicht einmischen. Ähm, aber das ist halt so ein, ich glaube, dadurch,
dass, dass das so alltäglich ist und dass ich so alltäglich mit diesen Nachrichten jetzt konfrontiert Und dann waren gerade die Sachsen-Anhalt-Wagen, glaube ich, davor oder das, ich meine, die hatte ich da schon im Kopf, wo die dann irgendwie 25 Prozent hatten und so. Und das war dann so jeden Tag in meinem Kopf, wie scheiße ich das finde, dass das so ein ganz kleines Ding
war, wo man selbst dagegen was tun kann. Und man hat sehr selten die Chance, konkret da was gegen zu machen oder konkret vielleicht in irgendeiner Art und Weise dafür Veränderung zu sorgen, anstatt einfach nur bei Twitter zu schreiben, ich mag die AfD nicht. Und das war einfach so ein Ding, wo es, glaube ich, bei mir einfach, das war, okay, da habe ich jetzt eine Chance,
das sollte ich jetzt auch mal machen.
Mats: [00:35:55] Finde ich auch wahnsinnig wichtig. Also weil das sind ja genau diese, also selbst wenn du den jetzt damit gezwungen hast, sich damit mal auseinanderzusetzen oder mal so einen Link dann irgendwie anzuklicken und zu sehen, oh Mensch, da ist so ein Bernd Höcke, da kann man halt argumentativ nicht mehr über viel reden, weil der einfach krasse Hastieraden
schwingt und mit irgendeinem rechtsradikalen Scheiß um die Ecke kommt. Dass man die Leute so ein bisschen konfrontiert, finde ich gut. Und gerade eben auch diesen Schritt zu geben aus dieser anonymen Twitter, was auch immer, das ist immer super leicht, sich da zu positionieren und dann kann man, wenn es dann um Diskussionen geht, kannst du auch mal schnell sagen, ja
du, das geht bei Twitter nicht und dann bist du raus. (..) Ich finde aber in diesem ganz akuten Fall, wenn er jetzt sagt, so die Freundin von meinem Freund oder sowas hat sowas gepostet und er möchte sich natürlich, also ich würde es schon dazu äußern.
Robin: [00:36:41] Also da wäre halt so ein Ding, wo man vielleicht mal mit einem Kumpel, mit dem Freund sprechen kann. Ja. Weißt du, weil das hört sich halt so an, als ob der Freund der Kumpel ist und dann kennt er die Freundin über den Freund. So habe ich das jetzt verstanden. Wenn das der Fall ist, würde ich halt bei einem Freund fragen und so. Sag mal, hast du da nicht
ein Problem mit? Was ist da los? und da mal vielleicht die Umstände erfahren und vielleicht weiß der das ja gar nicht, vielleicht ist der der gleichen Meinung und dann kannst du nochmal ganz neu das alles überdenken. Weil das weiß ich halt auch bei mir, weil ich wollte das da allein schon deshalb wissen, weil ich halt keinen Kontakt mehr zu jemandem haben möchte, der einfach
überzeugt ist und der sich informiert hat und der dann die bewusste Entscheidung getroffen hat, dafür stehe ich ein, das finde ich gut. Bei so Leuten, da möchte ich einfach nicht mit zu tun haben. Und ich wollte halt herausfinden, ob das der Fall ist oder ob das eben nur so ein etwas uninformiertes Klicken war.
Mats: [00:37:32] Hast du da so eine, also interessiert mich jetzt wirklich, hast du da so eine Grenze? Also klar, bei AfD finde ich es auch sehr, sehr schwierig und da finde ich es auch absolut nachvollziehbar, wenn man sagt, ey, tut mir leid, da möchte ich dann einfach so nicht raus sein. Wenn da jetzt, keine Ahnung, wenn es irgendwie von der Linken oder sowas wäre, also
politische, extreme Meinungen?
Robin: [00:37:50] Ne, also das wäre jetzt nochmal ein ganz anderes Thema. Ich glaube halt nicht, dass die Linken extrem extremistisch sind, wenn ich glaube, dass die AfD… Aber das ist nochmal ein ganz anderes Fass, in das wir da greifen.
Mats: [00:38:01] Ne, ne, ich meine nur, also ob du da irgendwo so eine Linie hast oder ob es wirklich nur, sagen wir mal, das Reizthema…
Robin: [00:38:07] Also Rechtsextremismus ist auf jeden Fall ein Reizthema und das ist ein ganz, ganz, ganz besonderes. Es gibt jetzt keine andere politische Einstellung, wo ich so sage, dass da ist eine ganz klare Linie, weil das so unfassbar extrem gegen alles geht, wofür ich einstehe und wovon ich überzeugt bin, dass ich da einfach sage, damit kann ich auch nicht umgehen.
Ich kann, wenn du jetzt so eine Line droppst, wie cool du jetzt den Höcke findest oder sowas, dann wüsste ich, dass ich da nur wütend werde drüber und dich nur anfangen würde zu beleidigen, weil ich da, da habe ich nicht selbst die Ruhe, um da argumentativ mich auseinanderzusetzen.
Mats: [00:38:41] Und hat das denn, also ich hatte eben gerade so ein bisschen die Angst, als du angefangen hast, dass es so in diesen Missionier-Modus irgendwie geht, dass man sagt, man muss dann die Leute irgendwie da vor sich selber retten und bla bla, also hast du ja auch schon ausgeführt, dass das dem ja nicht so ist, sondern dass du einfach sagst, ey, du willst dich
selber einfach auch klar dann positioniert werden und dann eben auch entscheiden, ob du mit diesen Leuten auf eine Art und Weise überhaupt noch Kontakt hast.
Robin: [00:39:02] Ich glaube, ich bin da noch ziemlich, ich habe da noch mal eine andere Einstellung als die meisten, weil es gibt ja dieses ganz allgemeine, wo im Internet so Diskussion ist immer gut. Der Meinung bin ich nicht. Ich glaube, die Diskussion kann ganz schnell zum Selbstzweck werden, wo jeder Diskussionsteilnehmer seine eigenen Standpunkte, von denen er die
letzten zwei Jahre alles getan hat, sich die in den Kopf zu knüppeln und die sich dann gegen einer zuwirft, ohne dass da irgendjemand gewinnt. (.) Und da glaube ich, dass Diskussion da einfach, da habe ich da keine Freude daran, diese Diskussion, weil ich da kein Ziel sehe. Also wenn ich jetzt jemanden habe, der halt meinetwegen bei der AfD ist, so als Parteimitglied und davon
überzeugt ist, dann habe ich da so vor diesen Menschen so wenig Respekt, dass ich dem nicht eingestehe, dass ich mit ihm darüber diskutieren möchte, weil ich glaube, dass er einfach so grundsätzlich falsch liegt und so grundsätzlich eine andere Wertvorstellung als ich, dass ich da einfach keinerlei Grundlage sehe, mit diesen Menschen zu diskutieren. [00:40:06] Und auch
keinen Wert darin sehe. Und ich weiß, dass das sehr viele als eine falsche Einstellung sehen, weil die sagen, ey, man muss mit jedem sprechen und wenn man nicht mit denen spricht, dann treibt man die nur da rein. Aber genau deswegen habe ich ja mit diesem Kummel gesprochen, weil ich davon etwas sehen wollte, ob das der Fall ist. Und wenn ich jetzt gesehen hätte, dann
sagt er auch, ja, nee, finde ich gut. Dann hätte ich gedacht, ja, Alter, dann tschüss, bitte, finde ich schön, dass wir dann keinen Kontakt mehr haben in Zukunft und fuck off. Und das wäre dann natürlich eine krasse Meinung gewesen, die ihn vielleicht noch weiter dazu betrieben hätte. Kann sein, aber da, also ich bin der Meinung, du musst schon ein sehr empathieloser Mensch
sein, um so weit zu kommen in diesem Punkt. Und wenn du wirklich so weit kommst, das ist alles gut, deren Meinung bin ich, dann bist du so ein empathieloser Mensch und so ein selbst auf dich fokussierter Mensch, dass ich mit dir nichts zu tun habe und dass du wahrscheinlich kein guter Mensch bist.
Mats: [00:40:55] Ja. Naja, das meine ich ja.
Robin: [00:40:56] Sehr serious hier, aber ich glaube, es ist okay.
Mats: [00:40:58] Naja, ich finde es halt gerade bei solchen Fragen erstmal wichtig, dass man einfach seinen Standpunkt hat und dass man den auch vertritt, weil im Kern, und das ist eine Sache, die, denke ich mir, haben wir in den letzten Jahren öfter gedacht, so blöd das jetzt klingt, aber wir leben in einer Demokratie und du hast eine Stimme. Und auch wenn das immer so wirkt,
als würden wir als kleine Pöpel im Gesamtkontext nichts bewirken können, aber jeder hat seine Stimme und jeder hat seine Meinung. Und in dem Moment, wo du, keine Ahnung, eine Diskussion ausweist, die wichtig ist im Sinne von, man fragt da mal nach oder konfrontiert mal Leute und sorgt mal für Klärung von bestimmten Fragen, in dem Moment benutzt du deine Stimme und
wenn du dich aber dem entziehst immer, dann verlierst du diese Stimme. Und deswegen sage ich Demokratie, weil Demokratie nicht etwas ist, was einfach nur existiert, sondern etwas Lebendiges ist, was eben auch bearbeitet werden muss. Und deswegen finde ich das auch gerade so wichtig, also finde ich diese Frage irgendwie dann auch sehr bezeichnend, weil natürlich
möchte man eigentlich dieses funktionierende Freundschaftskonstrukt oder was auch immer, da ist dann einfach nicht stören, indem man dann so eine unangenehme Frage stellt. [00:42:01] Aber auf der anderen Seite ist es dann irgendwo auch nötig, dass man dann zumindest, wenn du damit einfach nicht konfrontigst, dass du sagst, okay, ja, ich akzeptiere diese Meinung und ja,
ist doch in Ordnung, wenn du das so findest, dass man dann auch da mal nachfragt. Und das ist, wie gesagt, der Ton macht dann die Musik.
Robin: [00:42:18] Mach das aus reinem, also ich würde es an seiner Stelle aus reinem Selbstinteresse tun, um halt für dich erstmal rauszufinden, wie, wo steht sie da, ist das so ein uninformiertes Ding oder steht sie da voll hinter? Und das würde meine komplette Herangehensweise ändern. Ich habe tatsächlich bei mir in der Familie gibt es jemanden, der da so drauf ist. Jetzt nicht
enge Familie, aber halt so, die man halt dann ein, zweimal trifft im Jahr. Und da, also darüber spreche ich dann einfach nicht, weil da weiß ich, wenn ich jetzt, wenn ich das ansprechen würde, dann würde das mega eskalieren, da würde niemand von gewinnen und ich kann ihn nicht vom Gegenteil überzeugen. Das heißt, wenn ich ihn dann treffe, dann schlug ich das runter und er
weiß, dass wieder meine Einstellung ist und wie scheiße ich das finde. Das ist schon deutlich geworden, weil der Rest der Familie dann auch eben ab und zu, wird dann halt über solche Themen auch gesprochen bei irgendeinem Familientreff und dann merkt er ja sehr schnell, dass alle anderen gegen ihn stehen würden, wenn es so eine Diskussion gäbe. Und deswegen schlucke
ich es dann halt runter und da ist mir dann natürlich der Familienfrieden ein bisschen wichtiger, [00:43:18] weil ich halt weiß, dass es nichts bringen würde. Man würde immer am gleichen Punkt enden. Genau, wenn ich jetzt halt wissen würde, okay, der ist eher so wie mein, wie dieser Kumpel, dann würde ich es nochmal vielleicht versuchen. Aber so wäre das halt was, das wäre
einfach nur, das würde, das wäre einfach nur, damit ich für mich sagen kann, ah, dem habe ich es aber gezeigt und ah, da habe ich, da habe ich aber der Welt was Gutes getan, indem ich dem gesagt habe, der ist scheiße. Und das muss, das ist dann so dieses Missionieren, was, was ich dann auch nicht für sinnvoll halte. Da ist mir dann eben der Familienfrieden und das Oma
happy ist und so ein bisschen wichtiger.
Mats: [00:43:51] Das heißt, in dem Fall muss er jetzt einfach abklären, wie wichtig ihm das ist und ob das im Verhältnis steht, dass er da vielleicht irgendwie die funktionierende Freundschaft irgendwie stört oder vielleicht auf Sachen stößt, die er auch nicht unbedingt geil findet, wenn sein Freund das auch unterstützt, ist natürlich…
Robin: [00:44:06] Ja, aber das wäre auf jeden Fall, da würde ich beginnen, den Kumpel mal, da mal anzuklopfen und zu sagen,
Mats: [00:44:12] Alter, hallo. Ja, ich verstehe, ich verstehe. //Robin: Wo hast du deine Freundin kennengelernt? (..)// Das war in diesem Club 88, wo wir… (…..) Ich habe noch so eine Frage, die in so eine Richtung geht, die, glaube ich, ein bisschen… Ach komm, was soll’s, ich habe jetzt, jetzt sind wir drinnen in so einer Stimmung. Wir sind in so einem Serious-Mode? Ja, jetzt komm,
jetzt machen wir mal ein bisschen Serious-Mode. Wir müssen auch mal zeigen, dass wir hier ein bisschen… Ähm, so. Ich habe einen Mordbe… Äh, nee, quasi…
Robin: [00:44:43] Was soll ich tun? Schnell, ich habe zehn Minuten. So. Mein Name ist… Wer ist ein Röcke?
Mats: [00:44:48] Ähm, äh, anonym, und zwar anonym über Google. Die Ratsherren at gmail.com ist diese Mail eingetroffen. Es hat mit der Beziehung zwischen mir und den Leuten in meiner Klasse zu tun, denn so ziemlich alle wollen nichts mit mir zu tun haben. Zwar werde ich nicht gemobbt oder ähnliches, aber niemand will irgendeinen Kontakt mit mir aufbauen, egal, was ich
mache. Ich habe mal dieses Thema angesprochen und ich wurde zurückgewiesen, dass es nicht stimmen würde und ich sollte keine Depri-Stimmung verbreiten. Ich würde es ja gerne glauben, aber es gibt so viele Situationen, die das Gegenteil beweisen. So, und jetzt kommt, äh, ein Beispiel, wo er mit jemandem in die Dönerbude gehen wollte. Das kürze ich aber gerade mal ein
bisschen ab. Ähm, und solche Situationen kommen ständig. Ich verlange nicht, dass sich alle um mich versammeln und vergöttern oder ähnliches, obwohl es ganz cool wäre, aber ich würde gern einfach ein paar soziale Kontakte haben, ähm, denn diese habe ich nicht. Ich habe die Wahl entweder, ich versuche es weiter und die Leute werden mich anscheinend noch seltsamer
finden und ignorieren mich mehr oder ich gebe es auf und bleib komplett allein.
Robin: [00:45:45] Äh, ich fände das Beispiel eigentlich ganz interessant. //Mats: Okay, dann…// Ich hätte jetzt so gefragt, okay, ich kann es gerade schwer vorzustellen.
Mats: [00:45:52] Okay, also als Beispiel habe ich mal vorgeschlagen, in der Freistunde in die Dönerbude zu gehen, was abgewiesen wurde mit der Begründung, man habe kein Geld und keine Zeit und am nächsten Tag allerdings die gleiche Situation nur ohne mich. Die Person, die kein Geld hatte, wurde sogar darauf angesprochen. Ihre Antwort war, dass sobald es was zu essen
gäbe, sie sofort dabei wäre, egal ob Geld dabei ist oder nicht. So, das wäre jetzt das Beispiel. Also, ähm, so wie ich es verstehe, ist hier einfach so ein ausgegrenzt, ausgegrenzte Person, die gerne Kontakt hätte und wenn sie diesen Kontakt versucht, in Anführungszeichen, zu erzwingen, also den aufzubauen, wird sie halt abgewiesen. Ähm, und jetzt so ein bisschen die Frage, wie
man damit umgeht. Ähm, die Angst da ist, dass es natürlich immer so bleibt. Ähm, das ist… Das ist eine mega schwierige Frage. Das ist eine mega schwierige Frage. Ich habe da…
Robin: [00:46:37] Also, meine erste Erklärung war wieder, versuch sie mal zu essen. //Mats: Wenn das nicht klappt, dann…// Ja, denk mal, mit wem du eine Zombie-Apokalypse überleben würdest. Sag’s dann einfach. Ey, entweder kommst du mit mir Döner essen, ich habe mega Hunger oder ich muss leider dich essen. Dann sollten eigentlich alle deine Freunde…
Mats: [00:46:50] Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob es wirklich nur um diesen Döner geht, aber, äh, falls ja, dann ist die Antwort einfacher. Ähm, ich, ich habe so ein bisschen versucht, mich in meiner Schulzeit irgendwie zurückzuherinnern, wie das war. Und ich war jetzt, ich war schon so ein bisschen Richtung Klassenclown. Also, ich war nicht so der, der, äh, wie dann
zurückgezogen war, so wirklich, sondern immer schon so ein bisschen mittendrin. Ich weiß aber, dass es auch Leute gab, oder wir hatten natürlich auch Leute, die dann ein bisschen ruhiger waren und irgendwie nicht so Teil waren und die auch ein bisschen gemobbt wurden. Ähm, und da muss ich sagen, also nachträglich ist das natürlich immer, äh, ja, kann ich jetzt nicht mehr
ändern, aber ich war auch Teil von denen, die dann so ein bisschen die, auf den Leuten so ein bisschen rumgehackt haben.
Robin: [00:47:26] Ich glaube, aber, ich glaube, das war jeder. Also, ich kann, ich glaube, naja, nicht, ich glaube, viele Leute waren beides, waren in beiden Situationen mal, auf der einen Seite, wo sie selbst, weil meistens trittst du ja auf andere drauf, weil du selbst wusstest, das ist die einfachste Möglichkeit, damit keiner auf dich drauf tritt. Ähm, äh, so bist du eben aus dem, aus
dem Schussfeld gejagt. Ähm, ja, also, ich wollte gerade sagen, alle haben das, aber das stimmt nicht. Also, ich glaube, viele Leute, ich glaube, fast alle Leute wurden schon mal selbst, waren in die Situation, wo sie das Gefühl hatten, zumindest gemobbt zu werden. Ähm, ähm, und ich glaube, die meisten von denen waren auch mal selbst in der Situation, wo man ein paar Jahre
später merkt, da habe ich eigentlich genau die gleiche Scheiße gemacht.
Mats: [00:48:07] Meinst du, das wechselt immer mal so ein bisschen?
Robin: [00:48:09] Nicht, nicht immer. Also, es gibt auch einfach die Leute, die einfach fertig gemacht werden, Punkt. Und die dafür, die einfach niemals in die Situation kommen. in die soziale Situation, wo sie sich über andere lustig machen können, in einer Gruppe, weil sie eben immer das Ziel sind. Das gibt’s auf jeden Fall.
Mats: [00:48:22] Ja, naja, klar.
Robin: [00:48:23] Ähm, aber ich glaube, du, man selbst bemerkt das halt erst Jahre später. Also, bei mir war’s auch so. Ich hab auch, ich war auch dann, ich war ja bei Schule gewechselt und, ähm, ziemlich spät und wo ich dann die Schule gewechselt habe, da gab’s auch echt Phasen, wo es, wo es ein bisschen schwierig war. Und ich hab voll viele Freunde noch aus der Zeit und
rückblickend ist eigentlich alles super, aber da gab’s schon so Phasen, wo, also, weil ich war auch immer Klassen, total Klassenclown, kann man sich schwer vorstellen. //Mats: Ich weiß, es ist total absurd.// Aber, ja, okay, total ist übertrieben, weil ich war schon noch um einige Ecken schüchterner, ähm, als, als, als Kind. Aber wo ich so, in meiner ersten Schule, äh, halt auch
Gymnasium, da war ich schon eigentlich immer ziemlich, ziemlich gut drauf. Ähm, aber dann halt, wo ich dann auf die Realschule gewechselt bin und dann in eine bestehende Klasse mit vierzehn oder dreizehn rein, ist dann auf jeden Fall eine recht schwierige Hausnummer. Ähm, und da war’s dann teilweise schon so ein bisschen kritischer. Ähm, ich hab keine Ahnung, worauf ich
hinaus wollte.
Mats: [00:49:11] Ich glaube, du wolltest einfach erstmal nur ein Beispiel aus deiner, deiner Jugend bringen, wo du warst.
Robin: [00:49:17] Ja, auf der, auf der Realschule, ähm, da war’s schon so, also, da wurden, da hab, wo, hab ich auch mal meinem Turmbeutel hinterhergejagt, weil mir der weggenommen wurde und so Krass. //Mats: Ja gut, ja, solche Sachen, ja klar.// Naja, aber das, das, das, das so, ja, das war ja entspannt, aber wenn das immer wieder passiert und du es halt nicht lustig findest
und du es von Leuten gemacht wirst, die nicht deine Freunde sind, äh, dann ist das, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist einfach Mobbing, so. Und das, weil das war ja immer, wenn wir wieder, äh, und mir wurden da auch von manchen Leuten Spitznamen gegeben und ich hatte da auch meine Freunde und so, aber es gab eben auch Leute, die mich sehr konkret als Ziel, äh, erörtert haben.
Lustigerweise heute als einer von dieser Gruppe, einer, ein sehr guter Kumpel von mir. Ja. Das hat sich dann irgendwie danach dann so ergeben, ne, wenn man dann halt erwachsen wird, ähm, erledigt sich das.
Mats: [00:49:58] Und, äh, interessant, er hat’s halt nie so empfunden, weißt du? Ja, ich glaub, das ist wirklich ein großer Punkt, ja.
Robin: [00:50:02] Wenn du selbst, du musst, du musst selbst mal in der Opferrolle gewesen sein, um zu verstehen, äh, wie es sich anfühlt, in der Opferrolle zu sein.
Mats: [00:50:07] Naja, und das ist, ich glaube, es braucht auch wirklich die Zeit. Also, das ist so dieses, man, man weiß ja nicht, was man da anrichtet, so, weil für dich ist es irgendwie ein Spaß und wenn der Spaß vorbei ist, ist es für dich abgeschlossen. //Robin: Genau.// Aber dass der andere da wirklich dann auch mit nach Hause geht und dann am nächsten auch damit
wiederkommt und dass, wenn das über Jahre geht, dass du halt wirklich so, so, so ausgestoßen bist und immer auf dir rumgehackt wird, das verändert dich ja auch. //Robin: Genau.// Und das siehst du aber da nicht.
Robin: [00:50:29] Worauf ich noch hinaus wollte, also, also, ich war, ich hatte da schon so echt Schwierigkeiten teilweise, ähm, aber, das, es gab da einen bei uns in der Klasse, wo ich genauso, also, wo ich auch richtig krass mitgemacht habe. Äh, und das ist mir auch erst Jahre später aufgefallen, also, weil das war einfach, das war so ein, der, der kam irgendwann mal zum
Beispiel zur Schule und hatte dann, äh, Eyeliner aufgesetzt, aber er hat sich nicht getraut, das irgendjemanden zu zeigen. Und dann ist er, der ist immer zu spät gekommen, dann kam er zu spät in die Klasse, alle saßen schon, hat dann so auf den Boden guckend, mit Haare vor den Augen, ist er auf seinen Platz gegangen und irgendeiner, irgendwann hat, hast du Eyeliner drauf?
Und das war dann natürlich der pureste Fokus der Klasse und da hab ich dann natürlich auch, weil das war auch einfach was, ich hab, da hast du noch, du hast noch nie, ich hab noch nie einen, einen Kerl mit Eyeliner gesehen zu dem Zeitpunkt, äh, dann machst du dich halt darüber lustig. Äh, und das ist halt, rückblickend gab’s da viele dieser Phasen, wo ich jetzt, wo, oder viele
Situationen mit, besonders diesen einen Menschen, wo ich zurückklicke und denke, mh, da würde ich heute sehr anders reagieren. //Mats: Ja.// Äh, nur, ich wollte damit nur erklären, dass man halt oft auch auf beiden Seiten sitzen kann.
Mats: [00:51:30] Ja, ja, ja. Naja, es ist, also, ich hab da jetzt auch über die, ich hab die Fragen ja rausgesucht und hab da schon dann so ein bisschen drüber nachgedacht und es ist halt, es ist halt so ein, so ein Ding, also, ähm, diesen Kontakt zu erzwingen, das klappt nicht, also, so Leute, also, sich aus dieser, also, es klingt jetzt gerade nicht so, als wäre er so ein megakrasses
Mobbing-Opfer, als würden wirklich alle nur auf ihm rumhacken, sondern, dass er einfach keinen Anschluss findet. So, und das ist ja eine Sache, ähm, das kannst du ja nicht erzwingen, also, wenn man dann einfach immer versucht, mit den Leuten mitzugehen und so, die, das, das, das, das wird nicht funktionieren, ist jetzt erstmal so mein Gefühl.
Robin: [00:51:58] Also, ich kann mich da auch an ein, zwei Leute erinnern, die genau, bei denen genau das der Fall war, wo ich, wo wir als Gruppe, das war noch genau so, wo es als Gruppe gemerkt haben, der Typ, der will unbedingt mit uns das machen, aber wir mochten ihn halt nicht. Ja, so. Ne, das war halt jemand, der, der, der hat einen anderen Humor als wir gehabt und
andere Interessen gehabt und den mochten wir einfach nicht so gern und das sagt nichts über ihn als Person aus. Aber nicht dazu gepasst. Also, Schule sind halt, da werden halt einfach 30 Leute zusammengeworfen, die absolut nichts gemeinsam haben, die sich im echten Leben niemals treffen würden. Das ist auch was Gutes, weil du dann eigentlich auch lernst, wie du mit
diesen Leuten umgehst. Aber das Problem ist eben auch, dass diese Leute oft sehr grausam sein können und empathielos, weil die Empathie entwickelt sich halt dann während der Pubertät. Und deswegen, da haben wir ihn dann halt einfach ignoriert, wenn er irgendwas gesagt hat oder sonst irgendwas. //Mats: Genau.// Das meinten wir nicht böse, sondern einfach so, oh, wir
wollen nichts, wie sollen wir damit umgehen, keine Ahnung, ich will aber einfach nichts mit ihm zu tun haben, la, la, la.
Mats: [00:52:50] Ja, und das kann sich dann, glaube ich, auch zu einer Art von Mobbing entwickeln. //Robin: Auf jeden Fall.// Also ziemlich schnell, in dem Fall, wenn dann jemand da ist, der versucht einfach verzweifelt irgendwie Anschluss zu finden. (.) Und, weil ich, also, es klingt jetzt gerade so, als ist er jetzt so, bei dieser schwerwiegenden Entscheidung, okay, probiert das jetzt
weiter und wird abgewiesen oder gibt er halt komplett auf und ist für immer allein. Ich glaube, eine Sache, die man in diesem Zusammenhang immer wieder, ich weiß jetzt nicht in welcher Klasse, es ist so, also, bei uns war es halt auch so, dass es diese Leute gab, die eben dann auch Probleme hatten im Anschluss. Aber dadurch, dass dann die Schulklassen ja ab einem
bestimmten Punkt auch wieder durcheinander gemischt wurden und dann gibt es noch aufs Gymnasium oder so und dann hat sich das wieder neu orientiert. (..) Erstens mischt sich das immer wieder, das heißt, diese ganzen Social Peer Groups, Peer Groups ist der Fachtör, ne? Peer Gruppe, ja. Die Peer Gruppen. Jede Gruppe hat mindestens einen Peer. Einen Peer, die werden,
die brechen sich auch wieder auf und werden neu gemischt und man lernt wieder neue Leute kennen und das zum einen und zum anderen ist die Schulzeit auch nicht das ganze Leben. Das ist schon eine Zeit, je nachdem, wie lange man da weiß. Das ist eine sehr lange Zeit. Schulzeit wirkt dann, glaube ich, zumindest so, wenn man dann drin ist, aber im Nachhinein, du, also,
viele Leute, die auch bei uns eigentlich keinen Anschluss hatten, die sind danach wirklich krass aufgeblüht. [00:53:58] Also, so nach der Schulzeit.
Robin: [00:54:00] Also, ich würde mich dazu zählen, weil ich hätte, wenn ich jetzt überlegen würde halt, und das meine ich jetzt gar nicht so, oh, wie geil ich jetzt bin, sondern das meine ich aus einer ganz ehrlichen Ansicht daraus einfach, wenn ich mir überlege, ich hab damals, wir hatten damals eine, auf der Realschule, 10. Klasse und dann gibt’s ja so einen Abschlussball, ne?
So. Und da gab’s dann ein Bühnenprogramm, das dann die Klassen gemacht haben und das, ich glaube, ich bin dann als einer der Moderatoren eingezahlt worden damit, ja? Und ich hatte da so eine Angst vor, äh, wie dann die Leute reagieren, wenn ich auf der Bühne stehe, dass ich, äh, nicht zum Abschlussball gegangen bin. (.)
Mats: [00:54:35] Wow.
Robin: [00:54:35] Also, ich hatte wirklich so Panik, mich da, mich da der, den Leuten hinzugeben und einfach, ich hab da gar keinen konkreten Anlass für, einfach irgendwie der Kritik offen zu stehen, sag ich mal. Und da hab ich gesagt, nee, das geht nicht hin, ich bin krank, geht nicht. Äh, und deswegen, dass ich, ne, dann sowas hier mal mache, hätte ich damals, äh, nicht
vermuten können. Also, dass, die, so viel deiner persönlichen Entwicklung, von dir als Person, findet halt erst nach der Schule statt, äh, dass man von da aus halt nicht so wirklich urteilen kann.
Mats: [00:55:04] Genau, deswegen würde ich jetzt, das ist einfach nur der Punkt, den ich da machen wollen würde. Also, es ist blöd, weil man kann eigentlich nicht so viel sagen, außer, ey, du musst halt damit leben. Also, du kannst niemanden erzwingen.
Robin: [00:55:15] Ja, und das, das klingt für, für manche vielleicht doof, aber bei mir, ich hab dann auch auf der Realschule gesagt, sehr gute Freunde gefunden und die, hab ich bis heute auch und, äh, möchte ich auch niemals missen, aber bis es eben dazu gekommen ist, ich war einfach sehr viel im Internet unterwegs und ich hatte sehr viele Kontakte übers Internet und das hat
mir total geholfen und warum auch nicht, das waren ja echte Menschen, die man über das Internet kennenlernte, halt über World of Warcraft damals vor allen Dingen. Ähm, aber da hatte ich dann einen, über irgendwie ein, anderthalb Jahre Großteil meiner sozialen Konversationen drüber und die waren nicht minder sozial, nur weil es übers Internet ging, ähm, weil es waren ja
trotzdem echte Menschen, mit denen ich gesprochen habe. Und deswegen, wenn du da irgendwie Freunde hast oder über Teamspeak oder über eine Community, ich weiß von, bei uns über Hooked sind wahnsinnig viele Freundschaften schon entstanden und die Leute skypen jeden Tag oder Teamspeaken jeden Tag miteinander. Also, ähm, also, ähm, heute hast du echt
Möglichkeiten nach außerhalb deines, ähm, Schulumfelds, da wirklich, ähm, Freunde zu finden und dann eben auch die zu besuchen zu fahren und sowas. Also, es ist halt echt scheiße, wenn du einfach keinen Anschluss da findest, aber erzwingen kannst du’s nicht. //Mats: Genau.// Und man, und es fühlt sich, also wenn du, wenn es für dich so anfühlt schon, dann ist es
wahrscheinlich auch so. //Mats: Ja.// Weil normalerweise, wenn Leute, wenn Leute irgendwie mit dir abhängen wollen, dann merkst du das, dann wirst du selbst von denen angeschrieben. [00:56:31] Wenn du, ist es genauso, wenn du irgendwie ein Date mit irgendeinem Mädchen hast oder mit irgendeinem Kerl, meinetwegen, äh, und dann bist du derjenige, der immer nachfragt
und der anschreibt, das heißt wahrscheinlich nichts Gutes, wenn immer der eine.
Mats: [00:56:44] Ja, aber manchmal haben die auch einfach viel zu tun und haben’s gelesen und waren aber gerade im Auto oder so, oder, äh, die kommt bestimmt gleich wieder, ist nur ganz kurz aufs Klo gegangen von einer Stunde, die kommt wieder.
Robin: [00:56:52] Warum hast du denn plötzlich eine neue Handynummer, hast du lang gedauert, die rauszufinden, was da passiert? Oh, das ist auch noch mal ein Thema. Oh, da gibt’s auch Storys von Jugend, Robin, oi, oi, oi, oi, oi, oi.
Mats: [00:57:01] Also, wenn, wenn jemand mal ein Problem mit solchen Dingen hat, äh, schildert es gerne, da können wir gerne auf einkommen. Also, um das, um das abzuschließen, ähm, äh, es, es, es ist eine blöde Antwort, aber, ähm, akzeptier es einfach für den Moment, das wird dein restliches Leben nicht, nicht prägen. Also, äh, da mach dir mal keine Gedanken. Es ist halt
einfach nur die Schulzeit und du kannst die Leute nicht zwingen, dich zu mögen und du kannst die Leute nicht zwingen, dich, äh, immer mitzunehmen.
Robin: [00:57:24] Ich weiß auch gar nicht, ob mögen das richtige Wort dafür ist. Einfach, es ist, glaub ich, einfach eine Interessengruppe. Ja, oder so. Interessengruppe, wenn, wenn, wenn du nicht irgendwie im gleichen Interessengruppe bist wie die oder sonst irgendwas, ähm, dann ist es eigentlich, ja, ja, es ist, es ist, es ist eine scheiße Situation.
Mats: [00:57:40] Ja, es, es, es führt einfach zu nichts. Also, du, du machst, du tust dir selber keinen Gefallen, wenn du dich da immer so ranzwingst und du einfach merkst, dass, dass die nicht wollen, dann ist es halt einfach so. Also, so, so blöd es klingt. Ähm, ich geh aber jetzt einfach auch mal davon aus, dass du auch Freunde hast, die dann jetzt vielleicht nicht in die Klasse
gehen. Also, es klingt für mich wie so eine Situation, dass du irgendwie neu reingekommen bist in die Klasse oder umgezogen oder irgendwie sowas. Ähm, und dass da natürlich dann so die bestehenden Gruppen irgendwie sind und da reinzukommen, ist halt wahnsinnig schwierig und anstrengend und gerade in so einem, wenn es ein junges Alter ist, danach klingt es halt so.
Robin: [00:58:08] Bald kommt ein neues VOB dann raus. Das ist meine Antwort.
Mats: [00:58:10] Bald kommt, genau, so. Also, wie gesagt, du, du musst dich nicht zwingen oder du darfst dich da nicht zwingen. Nimm es einfach gerade, wie es kommt. Ähm, ich glaube, das ist, so der beste Rat, den man da geben kann. Und glaub mir, Robin ist ein schillerndes Beispiel dafür. //Robin: Guck mal, wie gut ich jetzt aussehe. Guck mal, wie gut Robin aussehe. Ich hab
fast den Tatort besiegt.// Fast den Tatort bei iTunes kaputt gemacht. Also, da geht was. Überlegbar. So, ich hoffe. Du kannst den Tatort besiegen. Auch, auch du kannst einen Podcast machen, wo du Fragen beantwortest, zu dem du keinen…
Robin: [00:58:37] Sollen wir den Podcast vielleicht so einen Anti-Tatort-Podcast machen?
Mats: [00:58:40] Wir können auch gleich noch drüber reden, warum der Tatort so furchtbar ist.
Robin: [00:58:42] Gerne. Ich war vor…
Mats: [00:58:43] Moment! Ich hab nämlich gerade drüber nachgedacht, was gewesen wäre, wenn das jetzt eine Frage wirklich so… Also, wäre auch interessant, wenn mal so ein Mädchen oder eine Frau, eine Dame uns eine Frage stellt mit Sachen… //Robin: Was?// Also, das wäre ja… Also, ich bin jetzt… Weil es kann natürlich auch eine…
Robin: [00:58:57] Wollte gerade sagen, dass du davon ausgehst, dass es ein Kerl ist.
Mats: [00:58:59] Ja, weiß nicht. Hat sich irgendwie… Nee, das… Ich kann ja nur aus meiner Sicht irgendwie…
Robin: [00:59:02] Nee, klar. Standardmäßig muss es ein Mann sein. //Mats: Ist klar, du Arschloch.// Naja, es sind halt sehr viele Männer dabei. Das ist nur einfach mal eine Statistik. Aber die zwei von drei Fragen waren anonym bisher. Woher weißt du, dass die zwei von drei Männer sind? Ich habe meine Quellen. (..) Möchten wir über den Tatort reden? Gerne. Mega langweilig.
Habe ich nicht gesehen. Also, ich habe, glaube ich, insgesamt in meinem Leben zwei Tatorts gesehen.
Mats: [00:59:24] Moment, du redest jetzt über den einen Tatort oder…
Robin: [00:59:27] Das ist doch genau… Das ist doch… Da fängt es doch schon an, Mats. Da fängt es doch schon an. So, pass auf. Tatort, ne? Das sind einfach 15 verschiedene Filmfranchises, die nichts miteinander zu tun haben. Das ist einfach nur Krimi. So, also hast du dann einen Krimi mit den zwei Hauptdarstellern in Buxtehude und dann hast du einen Krimi, der von anderen
Leuten geschrieben, gedreht und geschauspielert wird, der dann irgendwo in Wanne Eickel spielt, ja? Und dann gehen die aber beide unter dem Fächer Tatort, einfach nur, weil das ein Krimi ist. Und dann müssen die Leute diesen beiden Film angucken, obwohl die kreativ absolut nichts miteinander zu tun haben. Ich finde das so dumm, einen Film, dass es so eine riesige
Community um den Tatort gibt, obwohl der Tatort absolut nichts umschreibt. Das ist so, als wenn du sagen würdest, ich, ich bin Fan von… Star Wars und gehe ins Film, weil es Star Wars ist, obwohl es ein ganz anderer Regisseur ist. Star Wars ist, Star Wars ist aber ein, da hast du eine Linie, da hast du eine kreative Linie hinter. //Mats: Ja, beim Tatort auch.// Es gibt den Comedy-
Tatort und es gibt den Psychopathen-Tatort.
Mats: [01:00:26] Meistens einer tot.
Robin: [01:00:27] Ja, aber du hast schon die Ulmen und die… Ja, aber auch da ist meistens ein Tatort.
Mats: [01:00:32] Aber das ist eine sehr andere… Aber es gibt einen Tatort.
Robin: [01:00:34] Ja, aber…
Mats: [01:00:35] Einen Ort, an dem eine Tat stattgefunden hat.
Robin: [01:00:37] Es tut nicht so, du hast in einer Sekunde den Tatort-Reiniger so mäßig, so lustig, haha, da ist jemand gestorben.
Mats: [01:00:43] Wie Tatort-Reiniger?
Robin: [01:00:45] Mann, von der Art und Weise, wie das dargestellt wird. Nicht, weil der Tatort-Reiniger ist, sondern weil das so ein bisschen lustig ist.
Mats: [01:00:50] Du musst ein bisschen vorsichtig sein, du kannst jetzt hier nicht… Also, dein Problem ist, wenn ich dich da verstehe… Mein Problem ist, dass es keinen Tatort-Reihe gibt. Dass es den Tatort gibt.
Robin: [01:00:59] Dass man nicht sagen kann, einen Tatort zu sehen. Ich hasse es, dass Leute sagen, oh, ist Sonntag, wir müssen den Tatort gucken. Das ist dumm, weil du keinerlei… Wieso ist denn das? Weil du einfach… Du kannst nicht den Tatort mögen, weil es den Tatort nicht gibt. Aber wenn du gerne Krimis guckst? Ja, das ist wiederum… Das kann ich wiederum zum…
Aber… (.) Krimis… Ah! (..) Das ist viel… Da hat sich so viel… Es gibt einfach so unfassbar viele Leute, die jeden verfickten Sonntag einen Film gucken, einfach nur, weil der Tatort draufsteht. Obwohl das nichts aus… Obwohl die nicht wissen, was für ein Genre das ist. Obwohl die nicht wissen, welche Leute da mitspielen. Einfach nur, weil da ein Name draufsteht, der nichts über
diesen Film aussagt.
Mats: [01:01:39] Aber auch nur an, ne?
Robin: [01:01:40] Ne, das weiß ich, weil da 15 verschiedene Filmreihen sind.
Mats: [01:01:43] Ja, aber vielleicht…
Robin: [01:01:44] Das ist so, als ob Star Trek und Star Wars… Warte mal, ich hab eigentlich meine. //Mats: Jetzt kommt was mit Star, ja.// Also, Star Trek und Star Wars und Guardian of the Galaxy und Stargate, alle unter dem Themengebiet Stars laufen.
Mats: [01:01:56] Und das würdest du nicht gucken? Du würdest nicht jede Woche dann, weil wenn du weißt, du findest die Wahrscheinlichkeit, dass da was Gutes ist.
Robin: [01:02:01] Wenn Leute sagen, ich liebe Stars, ich liebe diese Reihe, die ist so gut gemacht, da würde ich sagen, fick dich. Das sind völlig unterschiedliche Filme, die nichts miteinander zu tun haben, außer //Mats: das Genre.// Du kannst ein Genre mögen, du kannst sagen, ich mag Krimis, meinetwegen. Aber auch da, dann einfach jeden Krimi zu gucken, nur weil es ein
Krimi ist, ist doch dumm. Da würdest du dich doch trotzdem voll informieren, sind das Darsteller, die ich mag? Sind das Schreiber, die ich mag?
Mats: [01:02:25] Ja, aber du nimmst jetzt ja gerade wirklich an, dass dem so nicht ist. Du gehst jetzt davon aus, dass jeder… //Robin: Ich weiß, dass das nichts ist.// Na, wieso weißt du das denn?
Robin: [01:02:31] Weil sehr viele Leute kennen, die in Tatort gucken und die gucken den einfach nur, weil der Tatort heißt. die wissen, bis sie anmachen, nicht oder die gucken dann, ah, das ist mit dem und dem Tatort ist. Ich rede ja von… Ja, aber die gucken den aus einer ironischen Antik, das gibt es natürlich auch. //Mats: Ja.// Das finde ich auch übrigens ziemlich dumm, weil ich
habe einmal einen Tatort gesehen vor einem Monat und das war nichts zum Lustig machen, das war das langweiligste, was ich in meinem Leben je gemacht habe. (..) Das ist nochmal eine andere Geschichte. //Mats: Okay.// Aber das kann ich natürlich dann viel eher nachvollziehen, dass man dann oft im Twitter-Hashtag mitmachen will, um zu sagen, lol, ist das schlecht,
meinetwegen. Aber die Leute, die halt einfach jeden Sonntag, weil das ist halt ein riesen Publikum, die [01:03:33] halt jeden Sonntag dieses Ding, oder ich weiß nicht, ob das jeden Sonntag läuft, keine Ahnung, die halt sonntags, wenn er läuft, dann anmachen, nur weil der Tatort draufsteht, dann hast du eine eine Sekunde fucking Til Schweiger, der ja daraus hier Taken macht und
in der anderen Sekunde nur Nora Schön und die eine Bratwurst ist. Das ist einfach nicht die gleiche Filmreihe.
Mats: [01:03:51] Aber vielleicht willst du ja gar nicht immer den gleichen Kram haben, vielleicht willst du ja gerade die Abwechslung, vielleicht ist es ja gerade für die Leute cool. //Robin: Ja, wieso heißt das dann Tatort?// Weil das alles unter dem Tatort-Label läuft. //Robin: Ja, warum?// Weil es Krimis sind und weil es eine Institution ist.
Robin: [01:04:05] Warum gehört dann die Millennium-Trilogie? Warum ist Girl with a Dragon Tattoo kein Tatort?
Mats: [01:04:09] Weil jedes Bundesland sein Ermittlerteam hat und dann wird einfach immer hin und her gewechselt. //Mats: Ja, aber das ist doch dumm.//
Robin: [01:04:13] Wieso ist denn das denn dumm? Wie gesagt, das wäre so, als ob du jetzt auch noch Girl with a Dragon Tattoo einfach Tatort nennst. Dann sagst du ja, ist auch Tatort.
Mats: [01:04:19] Wenn es für einen Tatort produziert wurde und für einen Tatort geschrieben wurde und dann hast du ein Drehbuch und dann hast du da die Kommissar. Warum darf denn das dann kein Tatort sein? Weil die ja nicht, die werden… Du versuchst mir gerade zu sagen, das ist…
Robin: [01:04:29] Das sind einfach alles völlig unabhängige Filme. //Mats: Ja, das ist doch in Ordnung.// Nichts man hat und du kannst den, wenn du sagst, du magst den Tatort, ist das eine dumme Aussage. //Mats: Verstehe, dann ist es genauso…//
Mats: [01:04:39] Nee, aber das ist dann so, als würde ich sagen, ich mag Herr der Ringe und dann kommst du und sagst, //Robin: ja nee, der erste Herr der Ringe ist doch was völlig anderes als der dritte Herr der Ringe.//
Robin: [01:04:45] Fick dich, Herr der Ringe sind doch alles exakt die gleichen Filme. Totaler Quatsch. Willst du jetzt sagen, dass Herr der Ringe gegen Fetten was völlig anderes ist?
Mats: [01:04:52] Ich sage, dass Herr der Ringe 1 ein komplett anderer Film ist als Herr der Ringe 3.
Robin: [01:04:55] Das ist das gleiche Genre, das sind die gleichen Schauspieler, das ist die gleiche Geschichte. Du, jetzt…
Mats: [01:04:59] Das ist aber doch kein Quatsch. Bullshit. Wenn du den ersten Herr der Ringe teilguckst und dann den dritten Herr der Ringe teilguckst, dann willst du mir sagen, das ist doch genau das Gleiche.
Robin: [01:05:06] Das ist eine Fortsetzung, das ist die Fortsetzung der gleichen Geschichte. Aha, genau, das ist dein Problem, das ist keine zusammenhängende Geschichte. Und das sind die gleichen Darsteller. Und das ist die gleiche Welt. Das ist alles das Gleiche. Bei Tatort gibt es keine Zusammenhänge außer den fucking Namen. Es gibt… //Mats: Das ist so, als wenn du Herr
der Ringe guckst und dann Schwerter des Königs.//
Mats: [01:05:23] Das Universum ist immer das Gleiche. Das Universum ist immer das Gleiche. Meinetwegen. //Robin: Punkt 1.// Punkt 2, da gibt es doch immer wieder Überschneidungen. Ich werfe dir jetzt einfach vor, dass du keine Ahnung, wovon du redest, und du dich einfach nur grundsätzlich drüber aufregen willst, //Robin: Bullshit.//
Robin: [01:05:33] dass Leute den Tatort gucken, weil du hast mal einen Tatort gesehen
Mats: [01:05:36] und das war das Langweiligste, was du mir getan hast.
Robin: [01:05:38] Das ist so, als wenn ich fucking Schwerter des Königs mit dem Woll gucke und dann auch Herr der Ringe gucke und die heißen dann beide Ringe-Filme und dann gucke ich die beide, wo die nichts miteinander zu tun haben. Und der eine ist scheiße und der andere ist gut. Ja, warum heißt der dann auch Herr der Ringe? Der ist doch ein ganz anderer Film.
Schweizer des Königs. Den kann man doch einfach Herr der Ringe nennen.
Mats: [01:05:57] Ja, offensichtlich gibt es ja auch Filme, die komischerweise irgendeinen Obertitel haben und nichts damit zu tun haben. Man soll sich wundern. Welche denn? Wo gibt es das?
Robin: [01:06:04] Da müsste ich jetzt recherchieren. Ja, ja. (…)
Mats: [01:06:09] Weißt du, dass es nicht gibt’s? Naja, aber guck mal, wenn jetzt zum Beispiel ein neuer Ghostbusters-Film rauskommt und der ganz offensichtlich einen anderen Ansatz hat und dann sagt jemand, ich mag Ghostbusters, dann müsstest du genauso argumentieren und sagen, ja welchen?
Robin: [01:06:22] Das wäre eine gute Analogie, wenn es alle zwei Wochen einen neuen Ghostbusters mit einer neuen Darstellung und sowas gäbe.
Mats: [01:06:28] Aber was hat denn jetzt der zeitliche…
Robin: [01:06:29] Naja, ein einziger Reboot ist jetzt… (.) Das ist nicht das gleiche wie bei Tatort, weil dann…
Mats: [01:06:34] Transporter, dann nennen wir Transporter. Die Transporter-Reihe gibt’s auch. Transformers. Ja. Sagst du jetzt, ja, das geht, weil die haben immer alle Roboter.
Robin: [01:06:41] Aber das sind immer mal andere Roboter. Aber das ist die Fortsetzung der Geschichte.
Mats: [01:06:45] Die haben inhaltlich… Das ist aber totaler Scheiß.
Robin: [01:06:48] Ja, natürlich ist das Scheiße.
Mats: [01:06:49] Da kannst du einen vierten Teil gucken und dann den ersten und dann den dritten und dann nochmal den zweiten. Da hast du genau so viel.
Robin: [01:06:53] Aber du hast nicht Transformers 1 und dann Transformers 2 bist du plötzlich bei anderen Robotern, die nichts… Und es ist ein anderes…
Mats: [01:06:58] Die aber genau im Universum, im selben Universum agieren? Das ist toll.
Robin: [01:07:01] Das ist von den gleichen Leuten geschrieben. Du hast ja exakt den gleichen Humor, du hast die gleichen Darsteller. natürlich dann im vierten Teil den Wechsel. //Mats: Immer noch die gleichen Roboter, die gleichen Roboter.// Das sind einfach Sequels. Tatorts sind keine fucking Sequels. //Mats: Nein, du hast keine fortlaufende Geschichte.// Tu doch das so, als ob
du nicht verstehst, was ein Sequel ist und was ein fucking Tatort ist.
Mats: [01:07:22] Nein, ich versuche nur gerade zu verstehen, wo jetzt dein Problem ist, wenn man sagt, naja, das Label ist Tatort, da geht es um Kriminalfälle, die gelöst werden und natürlich gibt es da auch mal Ausnahmen, dass dann da mal was anderes passiert und dein Problem ist jetzt, wenn Leute sagen, ich mag die Idee, ich mag einfach auch Kriminalfälle, ich mag Krimis,
die gucke ich gerne und die Tatort-Dinger, die sind auch immer ganz gut gemacht. Da sprichst du denen dann ab, dann zu sagen, dass das…
Robin: [01:07:43] Weil die so unterschiedlich sind zueinander und das ist einfach…
Mats: [01:07:46] Aber es ist doch hervorragend, dass es eine Varianz gibt.
Robin: [01:07:48] Natürlich, aber ich halte es für sehr, sehr beknackt, generell zu sagen, ich gucke jetzt und ich mag jetzt Tatort, weil du keine qualitative oder inhaltliche Linie dazwischen hast, außer das Genre. Und ich würde jetzt niemals sagen, ich gucke jetzt jeden Fan-Disselfilm, der rauskam, weil ich Fähr der Ringe mochte. Die gibt’s gar nicht. Das wäre was Dumme. Ja, ja,
klar, aber die sind dann genauso dumm. Da würde ich genau sagen, ihr seid dumme Menschen.
Mats: [01:08:10] Ist das dann nicht einfach nur interessiert? Also weil das ist, wenn man in Genres denkt, also wenn du sagst, ich spiele jeden Shooter oder ich gucke jeden Horrorfilm. Na klar ist das… Aber das sehe ich beim Tatort irgendwie nicht. Aber ich finde, das ist genau das Gleiche. (.) Okay, dann haben wir das Thema geklärt. (.)
Robin: [01:08:28] Wie doof du dich gestellt hast, nur um mich zu reizen. Ja, hat das schon funktioniert. //Mats: Du bist so ein Arschloch. Wieso denn Arschloch?// Da war das immer erst mal mit dir diskutiert. Du hast eine Position, du guckst, welche Position… Halt die Fresse. Du guckst, welche Position, die am weitesten von mir entfernt ist, von mir entfernt ist und dann klopfst du
einfach drauf und tust einfach so, als ob du nicht verstehst, was ich sage. Obwohl du einfach tust, also ich weiß, was du für ein kluger, schöner Mann bist und dann tust du einfach so, als ob du der hinterletzte…
Mats: [01:08:54] Was ich gerne mache, ich nehme mir gerne eine andere Position ein, einfach um dir zu zeigen, dass es auch immer noch eine andere Meinung gibt. Ja, aber das sind so oft so dumme Positionen. Das sind doch keine dummen Positionen.
Robin: [01:09:02] Du hast gerade fucking Tatort mit Herr der Ringe gleichgesetzt.
Mats: [01:09:05] Nein, ich habe dir nur…
Robin: [01:09:06] Du hast gesagt, das ist das Gleiche, wenn man Herr der Ringe 3 mag. Mag.
Mats: [01:09:10] Ja, wenn ich sage, ich mag Herr der Ringe, dann kommt immer die Frage, welchen Herr der Ringe, weil der erste Herr der Ringe einen komplett anderen Ansatz hat als er der erste Herr der Ringe.
Robin: [01:09:16] Ja, das muss schon wieder so, als ob das das gleiche… Fick dich! (..)
Mats: [01:09:20] Wollen wir noch über Böhmermann reden? Da können wir nämlich auch noch mal ein bisschen… Wir sind jetzt bei 1,20. Letzte Folge war 1,30. Deswegen…
Robin: [01:09:27] Wir müssen noch eine Frage machen.
Mats: [01:09:28] Dann machen wir noch eine kurze Frage, weil… Wir brauchen noch ein bisschen was Entspanntes jetzt.
Robin: [01:09:33] Ich kann nicht wieder ernst werden.
Mats: [01:09:34] Ah, oh, was Entspanntes. Oh ja, na gut, dann hast du…
Robin: [01:09:38] Du musst mit Antworten, ich muss mal kurz ein bisschen durchatmen.
Mats: [01:09:40] Nee, das… Achso, na gut. Keiner gibt es zu, aber jeder tut es. Riecht ihr gerne an euren Fürzen? Ich habe die Vermutung, dass es vielen Leuten so geht, doch kam ich nie direkt dazu, jemanden zu fragen, woran liegt es, dass man gerne an seinem Furz riecht. Und falls ich der Einzige bin, dem es so geht, was ist falsch mit mir? Zur weiteren Erklärung, nach dem
Geburtstag meines Vaters gab es für mich die letzten vier Tage die Reste eines sehr guten Geburtstagschili. So, du wolltest gerne eine Frage, die ein bisschen weniger anstrengend ist.
Robin: [01:10:13] Da hat ich aber das Konzept dieser Sendung perfekt verstanden. Ja, ich…
Mats: [01:10:17] Ey, das ist schon wieder eine tolle Überschrift, die hier gerade vor meinen Augen…
Robin: [01:10:20] Fürze Tatort und die AfD.
Mats: [01:10:22] Ah, wir hatten auch noch… Ja, so. (.) Ähm… Ja, beantworte doch mal zuerst, was ich muss… (……) Also, ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich, dass ich, ähm…
Robin: [01:10:38] Ich habe da sogar so eine fast echte Antwort drauf.
Mats: [01:10:40] Echt? Na, ich, ich… Also, ich mache es jetzt nicht mit Vorsatz, aber ich gehe jetzt nicht aus dem Raum, wenn ich irgendwo gefurzt habe, äh, weil… Das, das… Also, ich glaube auch, dass es seitdem man natürlich ganz furchtbare Sachen gegessen, es einem selber gar nicht so unangenehm vorkommt, wie es irgendwie stigmatisiert ist.
Robin: [01:10:59] Es kann dir sogar angenehm vorkommen, das ist tatsächlich eine… //Mats: Eine biologische…// Eine biologische Grund dafür hat das, weil du halt, äh, wenn fremde Leute pupsen oder ausstoßen, dann, ähm… Ist das halt für deinen Körper ein Zeichen, dass da wahrscheinlich Bakterien auf dich warten, dass das was Ungesundes für dich ist. Wenn du selbst
ausstoßst, kommt das halt aus deinem eigenen Körper und das ist für dich nicht gefährlich. Das heißt, es hat gar nicht diese, ähm… Es hat halt nicht dieses Fremde, das Gefährliche. Äh, und das ist, äh, deswegen, äh, kannst du deine eigenen Ausstötungen… Vielleicht magst du die nicht, du kannst sie auch mögen, also vielleicht, äh, hast du auch, ne, ich will da jetzt nicht weiter
drauf aufgehen, aber es ist dadurch biologisch begründet, äh, wieso du deine eigenen Fürze, äh, sogar ganz gut finden kannst.
Mats: [01:11:41] Ich hätte jetzt tatsächlich auch so in Richtung Revierverhalten irgendwie gedacht, weil es ja Tiere gibt, die ihrem, ähm, ihr, Handel, ihr, äh, Revier dann markieren. Mit Kot wahrscheinlich eher nicht, aber mit Urin zum Beispiel und so weiter. Mit Püpsen. Mit Püpsen, ja. //Mats: Und wenn der…//
Robin: [01:11:55] Kann ihn sich immer an und dann sagen sie, okay, ihr gehört hier. Die gepupsen ihr Weibchen an, das sie haben wollen. (..)
Mats: [01:12:02] Ich dachte jetzt eher so, so ein Baum, so ein Baum mit Urinbeschmiert. Gehst du in so einen Club? (..)
Robin: [01:12:09] Okay, Johnny hat, ist leider seins.
Mats: [01:12:12] Das ist, naja, das gibt’s ja mit Speicheln, gibt’s das, ja, wenn, wenn, wenn da der //Robin: eine mit Speicheln…//
Robin: [01:12:16] Wenn du ein Mädchen anspeichelst, ist er deins?
Mats: [01:12:18] Ja, naja, wenn die sich gegenseitig voll speicheln, ähm, dann, dann ist das ja auch so ein Zeichen für alle anderen. Naja, weil meistens sind das ja Küsse.
Robin: [01:12:23] Und ich… Ja, naja, gut, ja. Oh, das hat man in der Schule gesehen. Ich hab in der Schule auf dem Pausenhof gesehen, wie… Jetzt weiß ich, voll spucken? …wie ein Junge eine Mädchen in den Mund gespuckt hat. Ah! Also, und die hat, die war da dabei. Also, das war jetzt kein Mobben, so, die waren da beide voll dabei. Ah, das wäre auch ein komisches Mobben
gewesen. Und der hat sich… Also, die war so auf dem Boden und hat nach oben… //Robin: Und Mund aufgemacht und der hat von oben… Nein, stopp. Nein, wirklich so, also das ist keine Verschreibung. Der hat wirklich von oben so einen Jolly langsam da rein drauf gelassen.//
Mats: [01:12:50] Für diese Folge, wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie gerne weiterschicken an uns.
Robin: [01:12:53] Wir müssen die Frage noch.
Mats: [01:12:54] Die Frage ist beantwortet, wir haben alle Fragen beantwortet. Das hat damit zu tun, dass Leute sich gegenseitig in den Mund spucken. (..)
Robin: [01:13:00] Ich habe in der anderen Schule, da haben sie sich in den Mund gepupst die ganze Zeit. Das war komisch. Nein, das ist nicht gelogen. Aber diese Spucken-Geschichte war echt. Da war ich gerade auf dieser neuen Schule, dachte mir so, oh, was denn hier noch ist. Aber ich glaube, ist das hier so?
Mats: [01:13:11] Dann hast du es auch gemacht und hast rausgefunden, dass dem nichts ist.
Robin: [01:13:14] Ja, da war so eine Schlange, die haben sich einfach nacheinander hingelegt. (..) Wenn es wenigstens so gewesen wäre, aber es war ja so ein langsames. Es ging um Fürze, Robin.
Mats: [01:13:22] Es ging nicht um Speichel, auch wenn das ein sehr faszinierendes Thema ist. Aber ich fand deine Erklärung super. (.)
Robin: [01:13:28] Ich habe das wirklich gerade vor ein paar Wochen im Spiegel aus irgendeinem Grund gesehen. Echt jetzt?
Mats: [01:13:32] Ja, super. (.) Entschuldigung, das war jetzt voll gegen das Konzept dieser Folge. Du kannst dich doch nicht heimlich hier mit irgendwelchen Wissen beschäftigen, was du dann irgendwann mal anbringen kannst.
Robin: [01:13:41] Ich habe versehentlich Nachrichten gelesen, es tut mir leid. So einen echten Artikel gelesen. Ich wollte eigentlich nur Videospiele spielen und plötzlich war ich irgendwie
Mats: [01:13:47] auf so einer fast echten Nachrichtenseite.
Robin: [01:13:50] Ich gehe auch eigentlich nur auf Bild, damit ich gar nicht Gefahr laufe, irgendwas Wissens zu vermitteln zu bekommen. Aber leider kann ich da jetzt mit Adblocker nicht mehr drauf. Das ist schade. Das fand ich so toll, ne? Weil ich selber, das war so eine menschliche Schwäche von mir, dass ich mich nicht davon abhalten konnte, regelmäßig auf Bild.de zu gehen.
einfach vor Neugier und vor Neugierde. Und dann haben die aber angemacht halt, weil ich will denen ja auch keine Kohle machen, deswegen war ich natürlich nur mit Adblocker da. (..) Dann haben sie ja jetzt eingestellt, dass man, wenn man Adblocker anhat, da nicht drauf kann. Ich so, ja geil, dankeschön. Und seitdem war ich halt nie wieder auf Bild.de und ich fühle mich viel
besser. Weil ich einfach, mir wird gezwungen, dieser Neugierde nicht mehr nachzugehen. Und so haben alle irgendwie gewonnen. Also bis auf die Bild. Und wenn die Bild verliert, haben wir alle gewonnen.
Mats: [01:14:32] Fick die Bild. Da könnte man tatsächlich auch nochmal viel überreden. Also haben wir die Furzgeschichte tatsächlich einfach mit Fakten erschlagen. Entschuldigung. Es ist völlig in Ordnung, wenn du deine eigenen Furze gerne magst. Du bist ein Döner. Nicht wahr? //Mats: Ey, Po ist…//
Robin: [01:14:45] Pass auf, hab ich schon das Lied gesetzt?
Mats: [01:14:47] Du, das franzt hier gerade so ganz böse aus am Ende. Da ist ja unser Konzept so, weißt du so… Ja, was? Ja, es franzt sich gerade. Findest du nicht gut? Ja doch, schon, irgendwie schon. Nee, findest du nicht gut, ne? Du kannst es ruhig sagen.
Robin: [01:14:58] Nee, nein, also… Wir sind noch live. Jetzt kannst du noch sagen, warum sie so…
Mats: [01:15:02] Also wir können auch noch fünf Minuten… Ja gut, dann lass uns noch ganz kurz über, warum die Bild so böse ist.
Robin: [01:15:06] Nee, nee, ich wollte… Nein, nein, nein. Ich wollte konkret beim Po-Thema bleiben. Keine Sorge, Mats. (.) Wenn wir bei 14 waren. Ja. (.) Mein… (.) //Mats: Mein Vater…// Wenn sich irgendwelche Leute jetzt gegenseitig… Nein, nein, nein, nein. Mein Vater hat… Das weißt du auch. Der hat oftmals Sprüche gemacht. //Mats: Ach so, ja.// Als ich Kind war. Und ich bin
einfach mit dem… Mit dem… Ich dachte, es wäre Wissen aufgewachsen, dass das einfach allgemeine Sprüche sind, dass das halt… So sagt man halt so, zum Beispiel, wenn du auf die Toilette gehst, ich geh mir Hamster melken. Ich dachte, das sagt man so. Man geht… Ich geh mir jetzt mal Hamster melken. Und als ich darüber nachgedacht habe, habe ich mir auch gefallen, wie
lustig das eigentlich ist, dass mein Papa… Ich geh mal Hamster melken.
Mats: [01:15:46] Das ist der beste Spruch. Aber wenn man auf Klo geht und irgendwas melkt, ist das nicht eigentlich noch…
Robin: [01:15:51] Ja, das ist doch eher… Ich geh jetzt masturbieren. Ja, genau. Sicher, dass dein Vater… Ja, ja, ja, ja. Das war immer nur, wenn er auf die Toilette gegangen ist. Das kann ich bestätigen. (..) Aber worauf ich hinaus will ist, ich weiß nicht genau, ob das ein Karnevalslied ist, aber sehr wahrscheinlich ist das auch etwas, was mein Papa einfach erfunden hat, als er ein
paar Minuten Langeweile hatte, nämlich das wunderbare Lied, ich trage es als Gedicht kurz vor, ich weiß nicht, ob du es schon kennst, im Po ist dunkel, da brennt kein Licht, (.) da gibt es Geister, die sieht man nicht und wenn du mir nicht glaubst, hast du noch nie in Po geschaut. Ich glaube, es ist von meinem Papa selbst, weil sich geschaut nicht so richtig auf Glaub reibt, aber
das ist, das habe ich, im Po ist, nochmal kurz als in Liedform, damit ihr das auch, wenn ihr mal irgendwo unterwegs seid und ihr seht, das ist gerade angebracht, könnt es einmal vorsingen. (.) Im Po ist dunkel, da brennt kein Licht, da gibt es Geister, die sieht man nicht und wenn [01:16:58] du mir nicht glaubst, hast du noch nie in Po geschaut. (..)
Mats: [01:17:06] Es klingt jetzt so, als würde es das bald geben und wahrscheinlich hat der eine oder andere da auch schon ein Handy klingelt.
Robin: [01:17:10] Wenn irgendeiner das auf iTunes verkauft, ich verklag euch so und das Geld unter der Fresse weg.
Mats: [01:17:15] Ich habe übrigens noch, also auch nochmal schöne Überleitung, ich habe ein Mini-Gedicht von meinem Vater, Karfunkel, Karfunkel, im Arsch, das ist dunkel. Das ist ja voll ähnlich. Das ist ähnlich, das finde ich gerade witzig, ob es da eine Vater-Connection gibt.
Robin: [01:17:27] Wenn ihr da was, haben wir den, oder wie heißt dein Papa? (.)
Mats: [01:17:32] Oh Gott. Holy moly. Ich habe außerdem noch eine Geschichte, die habe ich dir glaube ich auch schon mal erzählt und zwar komme ich aus der Gegend, wo es die Neemitzer Heide gibt, also altes Land, was //Robin: abgebrannt ist.//
Robin: [01:17:44] Die Heiden, die abgebrannt wurden.
Mats: [01:17:46] Die Heiden, da wurden Heiden verbrannt früher und da gab es, ist so Sand und da sind immer so kleine Sandhäufchen gewesen, also so von Würmern und da habe ich als Kind meinen Vater gefragt, was das denn für Löcher sind und mein Vater hat gesagt, ja, das sind Löcher von Furzknoten. (..)
Robin: [01:17:59] Furzknoten sind einfach Kinder. (.)
Mats: [01:18:02] Kennst du als diesen Begriff? Ich kannte es damals nicht. Ich bin wirklich lange und ich bin auch dann aufs Gymnasium gegangen früher und war bis dahin immer noch der festen Überzeugung, dass es wirklich diese Furzknoten sind, die diese
Robin: [01:18:12] Dinger machen. Was dachtest du, was das wäre? Wärst du das verbildlicht? Wurmkäfer, also so regenwurmmäßig.
Mats: [01:18:17] Also es gibt ein Tier, das Furzknoten heißt. dass sie so Häufchen macht. War irgendwie so. Mein Vater hat das damals auch mit so einer und immer auch wiederholt und immer so mit so einem wissenden Ton gesagt.
Robin: [01:18:26] Ich glaube, das unterschätzen Eltern sehr schnell. Ja, ja. Wie schnell Kinder Wissen übernehmen, das einfach nur als, wo man halt so ein bisschen Augen
Mats: [01:18:34] zwingen kann, das sagt. Genau, das verstehen die nicht.
Robin: [01:18:36] Aber das dauert ja, bis man zehn Jahre alt ist, bis man überhaupt mal versteht, meine Eltern sind nicht allwissend, bitte was?
Mats: [01:18:40] Auch die lügen und denken sich Sachen aus. Also es hätte jetzt theoretisch passieren können, dass ich jetzt irgendwie, keine Ahnung, Bundesaußenminister bin und irgendwie Gäste aus China empfange und wir schlendern durch die Nehmetzer Heide und ich mit meiner festen Überzeugung dem chinesischen Amtsträger darauf hinweise, dass das ja ein
Furzknotenhäufchen wäre. Und da war ich ein bisschen, naja.
Robin: [01:19:00] Aber den allgemeinen Begriff Furzknoten kennst du für kleine Kinder? //Mats: Nee, hab ich erst danach dann kennengelernt, tatsächlich.// Weil ich war immer ein Furzknoten, war ich so. Oder auch da bin ich mir nicht sicher, ob das einfach ein Begriff von meinem Papa ist, den er gefunden hat. Lappenkamel. Gibt’s das? (….) Wegen deinem Kehlkopf? Ich war
immer ein Lappenkamel. Nee, weil ich so mager und klein war.
Mats: [01:19:21] Markus, wie bist du dein Vater unbedingt mal so Podcast-Einladen? Mein Papa ist hervorragend. Das ist hervorragend.
Robin: [01:19:24] Mein Papa ist der beste Mensch. //Mats: Hervorragend.// Sehr, sehr magere Läuse sind Lappenkamel.
Mats: [01:19:29] Lappenkamel, okay.
Robin: [01:19:30] Ich weiß auch nicht, wo das herkommt. Ah, okay. //Mats: Ich glaube, mit dieser hervorragenden Anekdote.// Ich hab so viele Beleidigungen und Sprüche, wo ich bis ich 20 war, gedacht hab, das hat wirklich lang gedauert. Ich hab hier in Berlin schon geholt, als ich mir viele dieser Sachen mal darüber nachgedacht
Mats: [01:19:44] hab nach mir, Hamstermelken gibt’s das wirklich? Sehr gut.
Robin: [01:19:48] Oh, weia. (..)
Mats: [01:19:50] Schön, aber wir haben auch diese Frage beantwortet. Nee, gab gar keine Frage mehr am Ende, ne? Die Furz-Sache haben ja abgefeiert.
Robin: [01:19:55] Naja, es war gleiches Themengebiet.
Mats: [01:19:57] Wir sind dieses Mal etwas ausgeschweift. Ich glaube, es ist aber in Ordnung, man möge uns.
Robin: [01:20:02] Wir haben, weißt du, die Fragen wurden ja trotzdem konkret beantwortet. Und wir sind sogar sehr ausführlich geworden diese Woche. Ich möchte sagen, mir hat das sehr viel Spaß gemacht wieder. //Robin: Ja, das stimmt.// Wir müssen noch einmal vielleicht zum Ende hin aufhören, was ihr dann machen könnt, um uns zu unterstützen, nämlich Fragen schicken.
Wir brauchen eure Fragen. Diese großartig gestellten Fragen gerade kamen von euch. Es ist eine Mischung aus allem. Es waren sehr lustige Fragen dabei, aber es waren auch sehr ernste Fragen dabei. Teilweise konnten wir euch moralischen Support geben. Teilweise konnten wir aber auch Fakten nennen. Ergo Vardininum, wie wir im Latein sagen.
Mats: [01:20:38] Ja, wie wir bei den Ratsern immer sagen.
Robin: [01:20:40] Ergo Vardininum. Das ist irgendwie ein Impotter-Spruch, oder? Ergo Vingardio Leviosa. Könnt ihr uns jetzt neue Sachen zu schicken? (..)
Mats: [01:20:53] Ergo Vardininum, du bist irgendwie so ein Professor. (.)
Robin: [01:20:56] Ja, A ist gleich B. Ergo Vingardio Leviosa ist C gleich D. Vingardium Leviosa. Ich habe noch nicht mal das Fall richtig gesagt. Ihr müsst uns die Fragen schicken. Ansonsten ist dieser Podcast bald wieder eingestellt. Das könnt ihr A machen bei Twitter. At die Ratsherren. Da könnt ihr uns entweder öffentlich eine Nachricht schreiben, falls ihr glaubt, das ist okay,
wenn ihr das A lesen. Oder ihr schickt uns einfach eine private Nachricht. Das sollte gehen, obwohl wir uns nicht. (.) Dann könnt ihr uns eine Mail schicken an diratsherren.gmail.com Ist das richtig? (..) diratsherren.gmail.com Diratsherren zusammengeschrieben. Und dann gibt es noch Ask.fm Und wie kommt ihr dahin? Slash diratsherren eingeben. Also ask.fm slash diratsherren.
Mats: [01:21:36] Genau, da könnt ihr dann auch anonyme Fragen stellen.
Robin: [01:21:38] Wie gesagt, wir würden euch bitten, wenn ihr nicht wollt, dass euer Vorname genannt wird, schreibt ihr dann entweder gar nicht dabei. Oder wenn ihr uns auf Twitter schreibt, haben wir euren Nicknamen. Wenn ihr auch nicht wollt, dass der Nicknamen gesagt hat. Also wenn wir über die Plattform, die ihr uns schreibt, irgendeinen Namen haben und ihr nicht wollt,
dass wir den nennen, schreibt dabei, ich möchte bitte anonym bleiben.
Mats: [01:21:56] Ich würde aber tatsächlich bei Fragen, wo schon, wo man das Gefühl hat, okay, vielleicht ist das ein bisschen intimer, privater, dass auch selbst wenn es da nicht da steht, bümmen wir die anderen. Ihr wisst ja, wenn es eure Fragen sind, sind es ja eure Fragen.
Robin: [01:22:07] Genau, wir werden da natürlich auch noch selbst immer ein bisschen urteilen drüber, aber wenn das jetzt auch, es kann ja einfach Grund haben, ich weiß nicht, vielleicht möchte eigentlich einfach jemand nicht, dass sein Name genannt wird, aus Gründen, die ich mir gar nicht nachvollziehen kann. Ja, das stimmt. Dann schreibt es bitte einfach dabei.
Mats: [01:22:20] Geht auf Nummer sicher, dann machen wir da nichts falsch.
Robin: [01:22:22] Ja, sehr schön.
Mats: [01:22:23] Dann haben wir alles, also wirklich viel Spaß gemacht. //Robin: Das ist toll.// Ich bin wieder mal überrascht davon, in welche Region es hier gegangen ist. Es ist so ein bisschen eine Achterbahnfahrt, in einem Moment noch tief. Alter, dieser Tatort, das war anstrengend. Und dann so ein böser, böser Mensch. Ich weiß auch nicht, warum ich das mache, das hat so
sadistische Züge gemacht.
Robin: [01:22:39] Wirklich, aber du kannst, ich weiß, es ist auch nicht so, dass ich dann denke, dass du das wirklich, also ich weiß jedes Mal exakt, was du tust, aber das regt mich nur noch mehr auf, weißt du? Es ist ja umgedreht genauso. Dass ich weiß, dass das nicht deine Position, ja, ja, das mache ich ja genauso bei dir. Ist ja absolut richtig, ne? Wenn ich irgendwo Zelda-
Footage sehe, weiß ich ja, wie ich zu reagieren habe, wenn du neben mir sitzt. Boah, ey, diese Reihe wird ganz fürchterlich, ey. //Mats: Das wird ganz, ganz fürchterlich. Ja, das stimmt. (.)//
Mats: [01:23:04] Okay, so, dann haben wir es geschafft. Das war Folge 2 der Ratsherren. Wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin. Cue so großartige Musik. Die auch große, und vielleicht knacken wir diesmal den Tatort. Das wäre, nach dem muss ja eigentlich.
Robin: [01:23:16] Verbrennt diesen Tatort auf dem Twitter-Chart, nee, Podcast-Chart in dem hier. Los, wenn wir vor dem Tatort kommen, dann müssen die aufgeben. Dann moderieren wir das nächste Mal. Der Tatort soll zurücktreten. Hashtag Tatort-Rücktritt. Ah, ist das eine schöne Musik. Der Tatort soll zurücktreten. Der Tatort soll zurücktreten. Der Tatort soll zurücktreten. Der
Tatort soll zurücktreten. Der Tatort soll zurücktreten.
Episode #02
(12 Sekunden Intro)
Mats: [00:00:11] Hallo und herzlich willkommen bei den Ratsherren, dem Podcast, wo wir Fragen beantworten und es ist so einfach, wie es klingt. Wir, das sind zu meiner großen Freude mal wieder, Robin Schweiger. Hallo und herzlich willkommen.
Robin: [00:00:24] Hallo und mir gegenüber sitzt der wunderschöne, der großartige, der wohlriechende Mats Leubner.
Mats: [00:00:32] Da haben wir gleich das erste Thema, weil bei mir hat letzte Woche das Deo versagt und ich wusste nicht warum. Und zwar drei Tage hintereinander und ich habe es nicht verstanden, wenn jemand gesagt hat.
Robin: [00:00:39] War das das Deo, was du vor drei Tagen…
Mats: [00:00:42] Was ich immer benutze, über schon lange Zeit und dann hat mir jemand gesagt, Mats, das liegt nicht an dir. Oder doch, es liegt an dir. Der Körper, manchmal fängt der an, sich einfach an das Deo zu gewöhnen. Also ich stelle es mir jetzt so vor, dass dann einfach so die Schweißdrüsen dann fickte ich Deo und dann trotzdem anfangen rum zu bakterieren. Ja, aber
die arbeiten das in den eigenen Duft hinein. Oder so. Ich habe das Gefühl, ich habe fürchterlich gestunken. Es hat, glaube ich, keiner gemerkt.
Robin: [00:01:04] Doch, wenn du es gemerkt hast, hat es jeder andere auch gemerkt.
Mats: [00:01:06] Ja, das denke ich mir auch immer, was ist Scheiße fürs eigene Ego, wenn man denkt, ach, wenn du schüttelst.
Robin: [00:01:10] Mir wurde das mal als, wo ich, so war ich 15, glaube ich, da war ich in der Ausbildung und da hat mir mal Pubertät und da passiert ja so ein paar Sachen und ich habe halt immer geschwitzt wie so ein Tier. Und da konnte ich, also ich habe auch mich eingesprüht von oben bis unten, aber hat nichts gemacht. Ich habe trotzdem gestunken wie so ein Elch. Und dann
hat tatsächlich eine Kollegin mir gesagt, oder nicht, das war noch nie, das war noch nicht mal mein Kollege, das war viel unangenehmer. Mein Chef hat mich irgendwo zu sie gerufen und mir erzählt, dass ihm erzählt wurde, dass ich auf der… Der Schweiger stinkt, Chef. Und dann hat er halt so gesagt, so ey, ich weiß, ne, in dem Alter und so, da war er aber ganz entspannt drauf.
Das war aber trotzdem irgendwie unangenehm. Der hat sich gedacht, dass du den nicht wäscht? Nein, nein, der sagt, der kennt das ja, wenn man halt in der Pubertät ist, dann… Stinkt man. Stinkt man schon mal ein bisschen mehr. Sehr gut. Ja, es ist doch, man masturbiert sehr viel und das verursacht…
Mats: [00:01:56] Und damit haben wir auch schon wieder das Niveau, da, wo wir letztes Mal aufgehört haben. Stimmt. Ich dachte eigentlich, weil mir wurde gesagt, ja…
Robin: [00:02:02] Ich habe recherchiert, ob jetzt nochmal YouPorn oder Forgot.
Mats: [00:02:05] Sehr gut, da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen, weil eigentlich dachte ich, es ist ja schön, wenn man ein bisschen strukturierter anfängt, also schon mal sagt, hallo, der Podcast hat sich Rat her. //Robin: Das habe ich auch gedacht.// Wir sind zu zweit und wir beantworten Fragen. Und da dachte ich, da könnte man jetzt nochmal kurz über die Fragen
reden, stattdessen haben wir gleich über die Stinkparade von Herrn Schweiger gesprochen.
Robin: [00:02:22] Naja, Masturbation und Stinken ist so… Ist das eigentlich Clickbait, wenn wir das in den…
Mats: [00:02:26] Eigentlich ja nicht, ne? Was denn?
Robin: [00:02:28] Also ich dachte, als ich unsere Überschrift gesehen habe, wo ja dann irgendwas auch mit siamiesische Pornos oder sowas… Meiner stand sicher, siamiesische Zwillinge kommen als Pornos.
Mats: [00:02:34] Ja, genau. So, und da dachte ich erst, ah, das ist jetzt ja schon wieder… Also kein Wunder, dass wir da… Und das sage ich jetzt auch ohne, dass das eine Bedeutung hat für mich oder für den Robin. Ich meine, uns war das klar, aber dass wir da jetzt wirklich eine Woche lang in den Podcast-Itunes-Charts waren.
Robin: [00:02:46] Da dachte ich, liegt das vielleicht daran, dass wir Pornos im Titel haben? Ne, ich glaube, es liegt daran, dass wir… Also, ob wir jetzt Pornos im Titel haben oder unser Titel Bild zeigen, das läuft ja aufs Gleiche hinaus. Oh, sehr schön, sehr schön.
Mats: [00:02:56] So haben wir aus der kritischen Frage gleich eine Doppeldopel für uns gemacht.
Robin: [00:03:00] Das finde ich sehr gut. Im Clickbait wäre es gewesen, wenn wir geschrieben hätten, ihr werdet nicht glauben, was mit siamiesischen Zwillingen Pornos ist. Also, wenn das keine Beschreibung davon gewesen wäre, was wir besprechen, sondern wäre, wenn es nicht beschrieben hätte, was wir besprechen und gesagt hätte, ihr müsst auf den Podcast klicken, um
herauszufinden, was dort besprochen wird.
Mats: [00:03:18] Das machen wir, glaube ich, bei Folge 2. Das würde ich einfach mal ausprobieren, ob das noch erfolgreicher ist. Auf jeden Fall. Das ist sehr schön.
Robin: [00:03:24] Dann müssen wir aber auch unser Bild nehmen, wo wir unsere Brüste zeigen. Als neues Coverbild. Das ist ja kein Problem. Mit einem roten Pfeil, das auf unsere Brüste geht.
Mats: [00:03:32] Das wissen viele nicht, dass wir jetzt hier die Klamotten drauf gefotoshoppt haben. Weil das sonst ein bisschen viel war. Wir beantworten Fragen. Das habe ich eben gerade schon mal kurz angeschnitten. Was heißt, wir beantworten Fragen? Ich habe darüber nachgedacht, ob wirklich nur Fragen beantworten die richtige Beschreibung ist. Weil eigentlich, und das
ist beim letzten Mal, glaube ich, so ein bisschen untergegangen, geht es uns auch sehr um Probleme. Also nicht nur um das Beantworten von irgendwelchen Fragen, sondern wirklich um eure Probleme, die ihr uns in schriftlicher Form zukommen lasst. Da gibt es zum Beispiel unseren Twitter-Account oder Ask.fm oder auch Google-Mail. Da wissen wir, wie die Adressen sind.
Robin: [00:04:02] Das sage ich irgendwann im Podcast und nochmal am Ende. (.) Wir gucken auch noch, ob wir irgendwann noch eine eigene Repräsentation online bekommen.
Mats: [00:04:09] Ach komm, das ist vergeblich. Wir sind Fame-Robin, wir brauchen gar keine… //Robin: Brauchen wir nicht. Macht und einer für uns.// Irgendwann macht das schon umsonst. Unser Tweet ist irgendwie 2000 Euro wert.
Robin: [00:04:17] Wir übernehmen die Wörter vom Tatort. Wer braucht den jetzt schon noch? Wir haben den fast überholt.
Mats: [00:04:20] Wir haben schon gezeigt, dass man vieles offensichtlich nicht braucht im Postkarte-Deutschland. (.) Im Podcast-Deutschland. Wenn man einfach so um die Ecke schlamenzeln kann, ohne Wissen, einfach nur gut sich verkaufen, reicht offensichtlich. Dann noch nicht mal das. Das, so, Pst. Probleme. Was meinen wir mit Problemen? Also, man hat ja beim letzten
Mal gesehen, es funktioniert, wenn wir auf simple Fragen, auf so Gedankenspielchen antworten. Aber was, ich glaube, fast noch ein bisschen wertvoller ist, möchte ich sagen, und wofür wir sicherlich auch demnächst den Grimmelpreis bekommen werden, ist einfach die Problemlösung. Die punktuelle Lösung eurer Probleme. Das heißt, wenn ihr uns Fragen gestellt habt, zum
Beispiel, Robin, was ist denn deine Lieblingschipsorte? Und euch jetzt wundert, warum diese Frage jetzt nur exemplarisch im Podcast auftaucht und nicht ernsthaft beantwortet wird, es sei denn, du möchtest das gerade ganz kurz. Dann liegt es daran, dass diese Frage nicht so richtig wirklich diesen Diskussionszündstoff innehat.
Robin: [00:05:11] Wir wollen ja keine Fragen zu uns beantworten. Genau. Wir wollen ja allgemeine Themen oder Themen, die für euch wichtig sind. Also, es sollen nicht einfach nur Fragen sein, die wir einfach faktisch beantworten können, was halt unsere, was halt uns privat betrifft oder wann war unsere erste Beziehung oder sowas. Das ist jetzt nicht die Art von Fragen, auf die
wir da, die wir damit meinten. Ja, auch wenn es natürlich nicht bedeutet, dass wir das nicht exemplarisch dann anführen können.
Mats: [00:05:33] Wenn wir eine Frage beantworten. Also, das bedeutet nicht, dass wir darüber nicht reden wollen oder unsere eigenen Erfahrungen nicht einbringen wollen, sondern das ist so, diese persönlich gestellten Fragen, ey, wie alt bist du gerade? Das ist es nicht. Wir wollen wirklich diese harten Probleme und aber auch diese sehr interessanten Gedankenspielchen, wo bis
heute keiner eine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden hat, die möchten wir lösen.
Robin: [00:05:55] Stichpunkt, krimineller siamesische Zwilling. Ich wollte gerade sagen, krimineller ist Faultier, aber das ist eine andere Geschichte.
Mats: [00:05:59] Das wäre aber auch eine schöne Frage.
Robin: [00:06:01] Das wäre aber sehr einfach zu lösen, dieses Problem. von einem krimineller Faultier. (..) //Robin: Und schön.//
Mats: [00:06:07] Ja, ansonsten, vielleicht können wir noch mal ganz kurz drüber reden, wie wir die letzte Woche erlebt haben.
Robin: [00:06:10] Ich würde noch einmal ganz kurz, bevor wir zum normalen Podcast übergehen, wenn euch dieser Podcast hier gut gefällt, dann hilft das tatsächlich, wenn ihr auf iTunes eine Bewertung da lasst oder ein Review schreibt. Wollte ich einfach nur mal erwähnen, weil ich mir das vorstellen kann, dass viele Leute gar nicht wissen, dass das überhaupt geht.
Mats: [00:06:23] Haben auch viele schon getan.
Robin: [00:06:24] Genau, dafür vielen, vielen, vielen Dank. Also wenn ihr da ebenfalls so begeistert seid aus Gründen, die, das ist auch für mich interessant, weil das kann ich mir nicht erklären. Vielleicht könnt ihr dann in dem Review hier einmal schreiben, wieso ihr das so gut findet, was hier passiert. Das hat uns wirklich ein bisschen überrascht.
Mats: [00:06:37] Also, dass man jetzt, sagen wir mal, bei diesen iTunes-Charts irgendwie relativ schnell weit vorne ist mit nur einer Folge eines Podcasts sagt.
Robin: [00:06:44] Du brauchst auch nicht viele Klicks, also das sagt wenig über die Klicks aus.
Mats: [00:06:47] Genau, das wollten wir an der Stelle auch noch mal sagen. Ich weiß nicht, wo wir jetzt lagen, bei 3000 oder sowas.
Robin: [00:06:51] Ja, also wirklich nicht die Hammer.
Mats: [00:06:53] Genau. (.) Aber dass es dann doch, sagen wir mal, relativ lange konstanter so in der Richtung oben war, das hat mich ein bisschen überrascht. Das kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht so ganz erklären.
Robin: [00:07:01] Naja, das sind halt die iTunes-Dinger, weil keiner weiß, wie die berechnet werden. Das ist einfach, ich glaube, das ist einfach die prozentual dazugekommenen neuen Hörer, weil wir von null gestartet sind. Auf den Gesamt-Podcast gerechnet. (.) Genau, und da wir da von null gekommen sind und alle anderen halt schon bestehende Zuschauerschaft hatten, das ist
gerade so meine Erklärung.
Mats: [00:07:18] Aber vielleicht ist das eine Frage, die wir auf lange Sicht beantworten können, weil mit Folge 2 können wir ja diese sehr, sehr ausgefuchste Theorie eventuell ja schon bestätigen, wenn man nämlich einfach überhaupt nicht mehr auftaucht.
Robin: [00:07:28] Wenn man dann auf 100er, aber das ist für meine private Erklärung egal, weil wenn ich nach Hause irgendwie, wenn ich jetzt irgendjemanden kennenlerne oder so, dann werde ich auf jeden Fall ihr sagen, ey, ich bin hinter dem Tatort der viertefolgreichste Medienmensch in Deutschland. (.)
Mats: [00:07:42] Ja, behauptest du ja sonst auch.
Robin: [00:07:43] Und der Tatort war nur vor uns, weil der halt die Macht hat.
Mats: [00:07:46] Das war der Radiotatort, ne? Ich habe das gar nicht so gelöst. Ja, ja, das war irgendwas.
Robin: [00:07:50] Ich weiß doch gar nicht, was das soll. Was hat der Tatort eigentlich beim Podcast zu tun? Es ist, ich weiß auch nicht. Das ist wieder Lügenpresse.
Mats: [00:07:56] GEZ-Fui-Buh. Ganz, ganz fürchterlich.
Robin: [00:07:59] Fui-Buh, das Schlossgespenst.
Mats: [00:08:00] Also die Woche, weil wir gerade überlegt hatten, aber vielleicht nochmal ganz kurz umreißen, wie wir die Woche verbracht haben, aber vielleicht passt das auch gar nicht so richtig hier rein.
Robin: [00:08:08] Ich will nur, ja doch, es soll jetzt keine absolut zwingende regelmäßige sein, dass wir sagen müssen, okay, wir müssen jetzt erzählen, ob wir irgendwie Reis gegessen haben. Aber du hast mir halt gerade was erzählt, was ich mir für wahnsinnig interessant hielt.
Mats: [00:08:23] Ja, das überrascht mich, weil so interessant. Also wenn ich erzähle, dass ich einfach bei einer Firma war, die bei Heidelberg, also bei um in der, also Heidelberg, da so existiert und die produzieren. Das Problem ist, ich habe auch nicht so hundertprozentig verstanden, was die da machen. //Robin: Das macht es nur noch besser.// Ja, das war so ein bisschen skurril.
Also ich war über den Bose-Park kameratechnisch in dieser Firma, die, so glaubte ich, druckt. Ist der gefaltet? Ja, so. Ich möchte dir chronologisch meinen Erkenntnisstand präsentieren. Ich dachte erst, es ist eine Riesendruckerei, die quasi so Kellogg’s Kartons und T-Kartons, also Kartons bedruckt und ausliefert. Dem ist aber gar nicht so gewesen, weil die tatsächlich nur diese
Maschinen gebaut haben, die Kartons nicht nur bedrucken, sondern auch noch falten. Also eine Kartondruck- und Faltwerkstatt. Jetzt muss ich kurz mal kurz fragen, falten die die zusammen oder falten die die auseinander? Nee, nee, die falten die zusammen, weil wenn du den bedruckst, hast du ja erstmal nur so ein flaches Stück Pappe. So, und dann muss der ja zusammen
gemacht werden. [00:09:26] So, und dafür gibt es diese Faltmaschinen. Und die sind tatsächlich nicht nur wahnsinnig komplex, sondern auch wahnsinnig uninteressant. Also es ist… //Robin: Ja, naja, jetzt wissen wir mehr.// Die haben riesige, riesige Montagehallen so und die waren auch alle sehr euphorisch, wenn die da drüber gesprochen haben. //Robin: Und die haben…
Speedmaster 5000.// Der Speedmaster 2000 und die Diana, weiß der Geier, was Maschinen da sind. Da ist so dieses Credo, ey, eine Maschine muss eben auf jeden Fall Charakter haben und Personality.
Robin: [00:09:52] Das ist richtig, sonst kaufe ich mir die Drucker.
Mats: [00:09:54] Die Maschinen hatten alle mehr Personality als die Leute, die sie da… Also es war ganz, also ganz skurril, wenn man da so nach dem dritten Tag einfach wahnsinnig gelangweilt war und dachte so, ich würde mich direkt erschießen, wenn ich hier arbeiten würde.
Robin: [00:10:05] Aber… Oder dich dann halt selbst in die Faltmaschine werfen, dann könntest du als Karton noch weiterleben.
Mats: [00:10:09] Ja, es ist interessant. Also…
Robin: [00:10:11] Tu mal, tu mal, tu mal den PC in den Mats rein.
Mats: [00:10:13] Wenn ihr Fragen habt, wie wohl ein Karton gefaltet wird, kann ich euch überhaupt nicht, also interessiert mich nicht. Aber ich hab’s mal gesehen und das war ganz interessant, mal so reinzukommen.
Robin: [00:10:20] Also das heißt, du bist jetzt die, äh, die Koryphäe auf dem Gebiet in Deutschland.
Mats: [00:10:24] Ja, wenn ihr eine Faltmaschine kaufen wollt für eure Karton oder euer Produkt, äh, das schnell gefaltet wird, das kann ich sagen, so bei 1,5 Millionen fangen die so an.
Robin: [00:10:31] Ja, von den Einnahmen hier beim Podcast kommen wir das… Sehr schön, das iTunes-Geld kommt doch dann doch bald, oder? Ich bin mir sicher, das hab ich beantragt, die werden das bald schicken.
Mats: [00:10:38] So, wir haben Fragen bekommen, äh, und übrigens noch unser kleines Konzept ist, dass immer der andere, also immer jemand anderes die Fragen raussucht und der andere weiß jetzt gar nichts. Also Robin hat jetzt eigentlich überhaupt gar keine Ahnung, was ich mir für schöne Fragen rausgesucht habe.
Robin: [00:10:48] Ich fand übrigens, das muss ich auch noch kurz erwähnen, äh, ist ein längeres Intro diese Woche, aber ich ist ja…
Mats: [00:10:53] Ich fand letztes Mal auch schon schön, dass da jemand geschrieben hat, die ersten 50 Minuten waren die besten, wo wir nichts beantwortet haben, sondern einfach nur versucht haben zu erklären, wie dieses Konzept ist.
Robin: [00:11:00] Ich fand, also das war ja die Pilotfolge letztes Mal und Mats und ich sind halt so zwei Leute, wir reden viel vorher. Aber das ist eigentlich völlig egal, was wir bereden, weil das, also das muss nichts heißen. Obwohl wir dann diesen Podcast sehr ausführlich beredet haben vorher, haben wir dann, glaube ich, während wir den Podcast gemacht haben, uns
aufgefallen, dass Mats eine recht ernste Herangehensweise hatte und nicht eine recht komische Herangehensweise. Und das ist uns, glaube ich, während der Aufnahme so ein bisschen klar geworden erst, aber das hat dann, das hätte vollkommen auseinanderfallen können dann dadurch. Aber genau das hat dem dann so, äh, das gewisse Etwas gegeben.
Mats: [00:11:35] Ich war auch Zeit, weil ich ein bisschen angenervt, weil ich dachte, oh, jetzt, jetzt versucht er wieder hier eine lustige und flockige Antwort aus dem Elmer zu schütteln, aber das war okay.
Robin: [00:11:42] Ja, ich glaube, das wird sich auch nicht weiter ändern, ähm, das ist auf jeden Fall nicht gewollt, sondern es passiert einfach. Genau, das ist halt, weil wir einfach, ich habe das letztens innerhalb unserer Gruppe erklärt, dass wir einfach Organisationskimmel sind.
Mats: [00:11:54] Gruppe?
Robin: [00:11:54] Ja, ich habe in der Skype-Gruppe geschrieben, äh, wo noch andere Fragen waren und gesagt, bei allem, was Mats und ich sagen und planen, sollte man erstmal davon ausgehen, dass das Gegenteil in Kraft tritt. Nicht, weil wir lügen, sondern weil wir einfach so unorganisiert sind, dass wir meistens einfach es nicht besser wissen.
Mats: [00:12:09] Ich würde, ich würde es ja eher als so rot nach außen getragene Überlegungsstruktur bezeichnen. (.)
Robin: [00:12:14] Naja, aber das Problem ist, dass wir ja so tun, als ob wir Fakten sagen, nennen.
Mats: [00:12:18] Ja, aber ich glaube, viele, äh, denken auch, oh, die haben Podcasts, die werden ja sicherlich sich überlegen, was die da vorhören.
Robin: [00:12:24] Ja, das ist genauso wie bei Videospiel-Journalisten. Ah, die müssen ja Ahnung haben, das ist ja, es ist total. Sonst würde ja nicht, also wie können die sonst ans Equipment kommen, wenn die nicht kompetent wären? Richtig, das wäre ja totaler Quatsch, dass wir uns über das Wochenende eingebrochen sind in irgendeine Firma, das ist ja total absurd. Lächerlich,
ah, ah, ah.
Mats: [00:12:39] So, jetzt aber doch endlich mal zur ersten Frage, die haben wir über AskFM slash die Ratsherren bekommen, siehst du, so flechte ich das nämlich ein.
Robin: [00:12:45] Ey, Alter, warst du bei der Kai-Ebel-Moderationsschule zwischendurch, das ist ja der Hammer.
Mats: [00:12:49] Ich habe während dieser, dieser, bei der Faltfabrik, da war auch so ein Coach, mit dem habe ich ein bisschen gesprochen und der sagte, es ist alles perfekt. Die ist anonym reingekommen und ich finde, das ist eine ganz schöne Ansatzfrage. Die Frage lautet nämlich, würdet ihr euch in einer Zombie-Apokalypse gegenseitig vertrauen? Ich würde Mats essen. Darf
ich schon sagen? Ich habe mit vielen gerechnet, ein schnödes Nö wäre vielleicht, ja.
Robin: [00:13:13] Also ich vertraue darauf, dass Mats mir vertrauen würde und früher oder später würde man in eine Situation kommen, wo man eingesperrt ist, wo man sich selbst eingesperrt hat, weil man vor den Zombies geflüchtet ist. Und im Idealfall ist man entweder alleine dort oder halt mit Schwächeren. Also ich würde jetzt nicht versuchen, noch mit stärkeren Leuten
einfach, weil ich dann gegessen werde. //Mats: Ja, ich verstehe.// Aber ich vertraue darauf, dass, du konntest mich ja auch ohne Probleme einfach wegdütschen, aber ich vertraue darauf, dass es da eben dieses Vertrauen gibt zwischen uns. Und dann, wenn du irgendwann schläfst, dann würde ich halt irgendwie dir einmal den Fuß abschneiden, wenn du es gerade nicht mehr
bemerkst. Und dann halt so am nächsten Morgen war es, da war ein Zombie reingekommen. Also ich hoffe darauf, dass du mir vertrauen würdest. Ich würde dir auch absolut vertrauen. Ja, ich würde mir absolut vertrauen.
Mats: [00:13:58] Du sagst mir aber auch gleich ganz offen, also wenn du die Chance siehst.
Robin: [00:14:00] Also ich würde dich sofort essen.
Mats: [00:14:02] Okay, aber jetzt gehen wir mal davon aus, dass es eine Zombie-Apokalypse, wo genug Essen rumsteht, wo die Gefahr wirklich primär erstmal die Zombies sind. Ah, ist… Also würdest du, also, weil das ist… Ich würde trotzdem, einfach weil du leckerer bist. Ja, wenn ich die Chance habe, würde ich zu essen, würde ich es machen. Egal, mit oder ohne Zombies.
Robin: [00:14:18] Wenn ich keine, ähm, keine zivilatorischen, zivilatorischen, ich bin ein Redakteur, liebe Leute. Ja. Zivilatorischen.
Mats: [00:14:24] Du verdienst dein Geld damit.
Robin: [00:14:25] Wenn ich keine gesellschaftlichen, ähm, äh, Strafen bekomme oder keine moralischen Strafen dafür bekomme, dann sehe ich keinen Grund da drin, warum ich das nicht machen sollte. Ich meine, du hast halt keinen Fuß mehr.
Mats: [00:14:36] Aber gehen wir erstmal wirklich davon aus, dass es Zombie-Apokalypse, wir sind, wir machen gerade einen Podcast, gehen jetzt so, sind fertig, gucken aus dem Fenster und sehen so, ach, ärgerlich, haben wir verpasst, jetzt ist Zombie-Apokalypse. Dann ist ja erstmal der naheliegendste Gedanke natürlich, zusammenzubleiben. (.) Ich habe mir ehrlich gesagt noch
nie so richtig Gedanken gemacht, was wirklich, was ich machen würde.
Robin: [00:14:55] Ja, das spricht aber auch für dich, weil wenn du jetzt…
Mats: [00:14:56] Nee, weil eigentlich, ja, das ist total scheiße, weil, ähm, äh, ich gucke ja auch so Walking Dead und spiele ja auch Zombiespielchen und da wird einem ja, werden einem ja immer Ideen vorgetragen. und dann macht man sich die Gedanken und so, eigentlich, aber wenn jetzt wirklich Zombie-Apokalypse wäre, ich hätte zum Beispiel, keine Ahnung, würde ich jetzt
hier erstmal versuchen, in das nächste, äh, Einkaufscenter vielleicht irgendwie reinzukommen.
Robin: [00:15:15] Oh, so eine dumme Einkaufszentrum meiner Zombie-Apokalypse, hast du Dead Rising? //Mats: Ja, aber…// Hast du Don’t the Dead nicht gesehen, was denn da los?
Mats: [00:15:20] Richtig, richtig, aber wenn man das besser macht als die und, äh, äh, wir haben hier, äh, muss man sagen, Einkaufscenter, was quasi im, im Keller ist.
Robin: [00:15:26] Ey, ich würde mich sofort verlaufen einfach und dann selbst sterben. Wie? Weißt du, wie groß ich war da… //Mats: Ja, aber das ist doch alles voller Essen.// Letzte Woche nach dem Podcast war ich da und ich bin, glaube ich, eine halbe Stunde rumgerannt, bevor ich die fucking Chips gefunden habe. Da gab es irgendwie Möbel, ich dachte, ich bin bei Ikea, was
war denn da los?
Mats: [00:15:40] Naja, aber ich meine jetzt nur mal so rein, wirklich zu sagen, okay, ich möchte überleben und man, man, man, also es wird ja auch nicht lange dauern. Stell dir mal vor, wir wären beide zu zweit alleine in diesem Einkaufscenter.
Robin: [00:15:49] Aber das ist ja unrealistisch, du kannst ja nicht einfach sagen, wir wären alleine da. //Mats: Ja, das stimmt, genau, das ist das Problem.// Da wäre jeder, jeder wäre dort und dann wird halt sofort und dann das Essen wäre weg und dann würden Riots ausstehen. Also ich würde eher darauf vertrauen, dass man eben, äh, zu zweit zusammenbleibt und hier einfach
ein paar Podcast-Folgen aufnimmt. Aber die hört doch dann keiner mehr. Naja, doch, das Geile ist, man kann den Markt dann komplett so cornern, weil die ganzen anderen Podcasts wahrscheinlich verschwinden. und, äh, die Leute brauchen ja trotzdem Unterhaltung, wenn sie alleine zu Hause rumsitzen, weil der Strom existiert ja trotzdem hoffentlich noch.
Mats: [00:16:19] Das ist, das ist, das ist erschreckend naheliegend, ja, du hast recht. Richtig. Ich meine, wir haben jetzt noch Eiswürfel hier und ich glaube so ein bisschen Erdbeerenfond vor zwei Wochen.
Robin: [00:16:25] Und wir sind halt hier nicht, nicht im Erdgeschoss, das heißt, äh. So einfach kommen die, und der, vor allen Dingen der Aufzug, der ist auch nicht so einfach zu kriegen. Ah, oh, ihr habt ja noch den zombiesicheren Aufzug.
Mats: [00:16:32] Ja, also wäre gar nicht blöd, hier zu, na, also gut, ja, mhm, okay, also erstmal hierbleiben. Die, ihr und, aber.
Robin: [00:16:37] Können hier die ganzen Videoprojekte endlich umsetzen, die wir schon so lange gemacht haben.
Mats: [00:16:40] Also ja, stimmt. Wir haben viel produziert, es ist, äh, ja, bis das, bis der Strom zusammengebrochen ist, aber es war eigentlich schön.
Robin: [00:16:46] Würdest du mir, also, aber du hast, du hast bisher die Frage noch nicht, würdest du mir vertrauen?
Mats: [00:16:49] Ja, na, ich versuche ja gerade erstmal, also, das ist für mich immer so eine Kontextfrage und, ähm, mich, mich überrascht es auch gar nicht, dass dann so, äh, wenn man so sich so Spiele wie DayZ anguckt, wie die Leute dann sofort irgendwie schießen, wenn einer um die Ecke kommt, einfach nur, weil. Weil es ist konsequenzlos, ne? Genau, weil es
konsequenzlos ist. Also, ich glaube, also entweder wäre ich sofort tot in so einer Zombie-Apokalypse, weil ich dann eher den, den, die Menschlichkeit muss doch weiter existieren und bla bla auf der einen Seite. Auf der anderen Seite glaube ich, dass ich, ähm, schon so pragmatisch bin, dass ich dann denke, ne, im Zweifelsfall, ganz blöd gesagt, haust du lieber dem anderen den
Kopf kaputt, bevor er dir den Kopf kaputt haut. (.) glaube ich, aber ich, ich bin mir da unsicher, wenn es dann wirklich so weit kommen würde, dass es, das ist, äh, heißt du oder ich, weil ich glaube, ich könnte dich zum Beispiel jetzt nicht, ähm, ähm, nicht erschießen oder, oder ich würde, würde dich umbringen, um selber, äh, äh, profitieren zu werden.
Robin: [00:17:39] Das ist das Schönste, was hier jemand zu mir gesagt hat.
Mats: [00:17:40] Das ist so, also, ich, das ist wirklich, ich finde, das ist ein schwieriges Thema.
Robin: [00:17:44] Also, wenn ich, äh, jetzt mal auch halb ernst antworten würde, ich, ich würde mich da sicher fühlen bei dir und, äh, du wärst auch sicher da bei mir, weil ich einfach auch nicht die Eier hätte, um sowas zu machen. Wenn wir jetzt irgendwie noch, bei meinem Tom könnte ich mir vorstellen, den vielleicht ein paar von euch jetzt nicht kennen, Kollegen von mir, da, hm,
da würde ich mir ein bisschen mehr Sorgen machen. Da würde ich mir ein bisschen mehr Sorgen machen. Ich, das, ich, das ist so. Für Dani dann auch und dann wird er beschützt und dann, da wird er eiskalt.
Mats: [00:18:10] Ich, ich, ich habe auch gerade wirklich, ich glaube, ich hätte gar nicht Bock, ähm, zu überleben, wenn ich solche Sachen machen müsste. Also, im Sinne von irgendwie, also jetzt gar nicht unbedingt Freunde totschlagen, sondern allgemein Leute totschlagen, um zu überleben. Dann würde ich, glaube ich, eher sagen, du komm, wir machen halt so lange einen
Podcast, bis einer von stirbt und der andere hüpft dann hier aus dem Fenster oder sowas. Kann man, hm. Weil, also, das finde ich wahnsinnig anstrengend.
Robin: [00:18:29] Vielleicht sollte man ganz, pass auf, Idee. Ja. Wenn wir jetzt aus dem Fenster gucken und dann sehen wir ein paar Zombies, ist ja, wahrscheinlich ist das noch nicht so lange passiert jetzt, weil wir dann hereingekommen sind, bevor die ausgebrochen sind. Ja. Dass meine Idee wäre, dass man ganz schnell bei allen Lieferdiensten Essen bestellt und dann darauf
hofft, dass noch so ein paar halt das auch noch nicht bemerkt haben und die bringen dann und dann bestellt man irgendwie bei, bei, bei, bei 50 verschiedenen Lieferdiensten jeweils 50 Pizzen, ähm, und dann, oder anderes, was vielleicht nicht so schnell verdirbt. Also, wenn wir, also, wenn wir davon ausgehen, dass der Strom auch ein bisschen länger läuft, dann, ähm. Ich glaube,
das dauert schon so ein bisschen, bis das, bis das alles komplett zusammenbricht, die Infrastruktur. Ja. Ähm, gerade mit dem krassen Militär, das Deutschland auch hat, da wird doch, äh, bestimmt.
Mats: [00:19:30] Geregelt sein muss und wie es in Berlin ist. Und da sind so viele Geschichten, wo man so denkt, ah, also, wenn es wirklich mal so weit kommt, dass hier was los ist, dann geht das doch schneller alles den Bach runter, als man jetzt so glauben möchte.
Robin: [00:19:41] Wahrscheinlich so in der Sekunde, wo die Zombie-Apokalypse ausbricht, so drei Tage später, haben die Zombies den Flughafen fertig gebaut.
Mats: [00:19:47] Das aus Versehen. Einfach nur, weil sie da waren. Einfach nur, indem sie die richtigen Wege abgelaufen sind. Also, ich, ich, wie gesagt, ich würde für mich jetzt, soweit ich mich da reinversetzen kann, tatsächlich sagen, ich würde Robin vertrauen, ich würde auch Tom vertrauen, ich würde, glaube ich, vielen, viel zu vielen Leuten vertrauen. Ich glaube, das wäre,
wäre, wäre nicht so gut.
Robin: [00:20:05] Also, ich glaube, da kennen wir mir meine soziale, äh, //Mats: Knowledge, dein Gefühl.// Nein, nein, nein, nein, nein, nein, meine, meine soziale Anxiety. Das ist natürlich ein viel zu großes Wort, aber, äh, ne, das war ein, dass ich, ein englisches Wort, dass ich jetzt nicht, äh, Ja, wir sind hier im deutschsprachigen Raum. Dass ich jetzt große Menschenmassen
sowieso nicht mag und, äh, gerne in meinem engeren Freundeskreis bleibe und so, und dass ich jetzt fremden Leuten erstmal skeptisch gegenübergestellt bin. //Mats: Das kommt mir da, das kommt mir da sehr zugute.//
Mats: [00:20:31] Das wäre ja in dem Zeitpunkt ja sowieso dann, dass, dass man da sehr skeptisch sein sollte.
Robin: [00:20:34] Weil ich wahrscheinlich erstmal glaube, okay, das ist wahrscheinlich ein schlechter, also, denke ich sowieso, wenn ich jetzt erstmal jemanden treffe, draußen auf der Straße, wenn ich da mal jemanden vorbei bin, der guckt mich an und die Blicke treffen sich, denke ich erstmal, das ist wahrscheinlich ein schlechter Mensch, der gerade über mich urteilt, ich hasse
ihn, du Arschloch, geh weg. //Mats: Okay.// Ähm, wenn das jetzt, wenn ich mir das jetzt in einer Zombie-Apokalypse vorstelle, kann ich das einfach ganz schnell genau diesen Gedankengang eben nachvollziehen, nur dass ich danach dann eben dann, weiß ich nicht, dem eine Spitzhacke ins Gesicht ramme. Das ist, das ist einfach nur ein Schritt weiter.
Mats: [00:20:59] Mhm, mhm, ich verstehe. //Mats: Also für dich…//
Robin: [00:21:01] Willst du auch keiner die Polizei rufen, das ist alles rein theoretisch bestimmt. //Mats: Kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich mal passiert.//
Mats: [00:21:06] Ja, und wenn, dann ist auch egal. //Robin: Aber ich finde das so… Guck dich einfach nicht an in der Öffentlichkeit.// Es ist so ein, also so ein, also würdest du dann auch wirklich, wenn es ums Überleben geht, also keine Ahnung, ich bin dann in irgendeiner Bärenfalle eingefangen aus Gründen.
Robin: [00:21:17] Warum?
Mats: [00:21:18] Weiß ich nicht, weil wir jetzt hier im Einkaufscenter, sind wir meiner tollen Idee gefolgt. //Robin: Das wolltest du eine Bärenfalle kaufen. Wollte ich eine Bären?//
Robin: [00:21:26] Und dann bist du da… Ja. (..) Also… Ich komme so um die Ecke, du bist so im Regal, oh, will helfen.
Mats: [00:21:34] Mit dem Bein hänge ich im Regal. Ich wollte mal gucken, ob sie geht. Aber würde… Und dann, also so, ich hänge da drin und dann siehst du, ach scheiße, da hinten aus der Wurstabteilung, da kommen sie. Da kommt ein Bär. Da kommen die, da kommen…
Robin: [00:21:45] Der hat hier die Fahne.
Mats: [00:21:46] Ein Zombie-Bär aus der Gemüseabteilung oder aus der Kleinti-Abteilung. Aus der Bär-Abteilung. Würdest du dann sagen, okay Mats, war schön, war nett, hast du jetzt auch, also ist blöd gelaufen, hast du jetzt aber auch nicht anders verdient, Pech für dich, mach’s gut. Oder würdest du dann sagen, komm, ich probiere es?
Robin: [00:22:02] Ja, also opfern würde ich mich jetzt nicht. (.) Oh, Entschuldigung, ich hab grad voll ins Mikrofon geatmet.
Mats: [00:22:06] Nee, du musst… Nee, nee, nicht geatmet. Ich wollte dir nur mit meinen Gestiken zeigen, dass du etwas näher dranbleiben musst, weil du gerade so Tendenzen entwickelst, so langsam aus dem Raum zu rollen.
Robin: [00:22:14] Also ins Mikrofon… Äh, ins Mikrofon. Nicht opfern für andere Menschen, also da… Für die enge Familie, ja, aber für Freunde, weil sie nicht…
Mats: [00:22:24] Moment, Moment, Moment. Damit hast du jetzt gerade gesagt, dass ich nicht die enge Familie bin. Nee, mit enge Familie meine ich meine Mama, meinen Papa und meinen Bruder. Ich glaube, das Schlimmste, was in einer Zombie-Apokalypse passieren kann, ist, dass du mit deiner Familie unterwegs bist.
Robin: [00:22:35] Ja, also sowieso. Also sowieso schon.
Mats: [00:22:37] Das ist… Also auch grundsätzlich, wenn du mit deiner Familie unterwegs bist.
Robin: [00:22:39] Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit meinem Papa so schon über die Autobahn fahre und dann bemerke, wie viel Wut und wie viel Frustration da aufkommt, allein dadurch, dass er mit anderen Autos im Verkehr ist. Wenn ich mir jetzt noch Zombies dazu vorstelle, das wäre ja mega. Also da, ich glaube, das würde nicht gut gehen. Okay. Oder es ist genau
gleichbleibend, weil er jetzt schon diese obere Skala erreicht hat.
Mats: [00:22:59] Vielleicht ist er der beste Mensch, mit dem er zusammenbleiben sollte, weil er einfach
Robin: [00:23:03] alles aufräumt. Und er akzeptiert das. Also ich kann mir auch vorstellen, mein Papa mag natürlich auch so Fantasy-Blödsinn nicht so gern, dass er einfach sagt, so ein Blödsinn. Zombies gibt’s gar nicht. Das ist doch wie die ganzen scheißen Typen, wie die sich ja verkleinen. So ein Halloween hier. Das kann ich mir auch vorstellen.
Mats: [00:23:17] Und dann einfach konsequent was macht. Naja, einfach genauso halb wütend über die Autobahn fährt. Ja, aber ich finde es schwierig, in einer Zombie-Apokalypse einfach nicht zu akzeptieren, dass es eine Zombie-Apokalypse gibt. Also, weil auf der Autobahn zu sagen, ja, hier Geschwindigkeitsbegrenzung für den Arsch, kann ich mir eher vorstellen. Also das führt
auch zu Konsequenzen. //Robin: Nee, nee, nee, nee.//
Robin: [00:23:36] Mein Papa wird niemals Geschwindigkeitsbegrenzung ignorieren.
Mats: [00:23:40] Okay, aber also irgendwas nicht akzeptieren wollen in dem Zusammenhang, finde ich denn. Also, in einer Zombie-Apokalypse zu sagen, ja, egal.
Robin: [00:23:49] Das wäre aber auch eine interessante Idee. Glaub ich nicht. Ja, glaube ich. Glaub einfach nicht dran. Warum läuft Doppelpass nicht? Was ist denn das?
Mats: [00:23:55] Ich finde, das geht so ein bisschen Richtung, ich glaube nicht an Schwerkraft. Verstehst du? Das ist so.
Robin: [00:23:58] Ich meine, da gibt es auch. Es gibt Leute, die glauben auch nicht an die Flachheit der Erde. Doch, die glauben eher an die Flachheit der Erde. Ach so, richtig. Hoppla. Was?
Mats: [00:24:07] Wie die Erde ist rot. Entschuldigung. (.) Wenn ich B.O.B. höre, muss ich das jetzt auch mal so sagen dürfen. Okay. Also, du würdest dann da eher dein eigenes.
Robin: [00:24:16] Ich würde dir vertrauen. Ich würde darauf vertrauen, dass du mir vertraust. Ja. (.) Und ich würde hoffen, dass wir in keine Situation kommen, wo ich mich opfern müsste für dich, weil da weiß ich nicht, ob ich da begeistert von wäre, von der Idee.
Mats: [00:24:30] Okay.
Robin: [00:24:31] Aber ich glaube, das geht bei den meisten so.
Mats: [00:24:32] Aber wir werden in dem Sinne, würden wir uns gegenseitig so vertrauen, dass man auch mal schläft, während der anderen Wache hält und solche Sachen. Also, bis auf die Sachen mit dem Fuß vielleicht. Aber es ist ja was anderes, den Fuß abzumachen, als jetzt tatsächlich dann komplett. //Robin: Genau.//
Robin: [00:24:44] Ich würde ja vorher auch einen Holzfuß schnitzen oder so. Naja. Das merkst du gar nicht. Du warst dann am nächsten Tag auf, denkst du, juckst gar nicht mehr am Fuß, weil der halt ab ist.
Mats: [00:24:52] Ja, das sind Phantomschmerzen.
Robin: [00:24:53] The Phantom Pain is real. Ach so. Dann hattest du vorher einen Mückenstich am Fuß und dann sägst du den ab und dann hast du diesen Mückenstich für den Rest deines Lebens.
Mats: [00:25:00] Du müsstest eigentlich eine Nacht vorher oder ein paar Nächte vorher anfangen. Auf deinen Fuß sitz, damit er einschläft. Damit du das dann nicht…
Robin: [00:25:06] Nee, nicht nur einschläft, sondern auf meinem Fuß rum. Du müsstest…
Mats: [00:25:10] Ja, ich dachte jetzt gerade so, anfangen da rumzuritzen oder sowas, weißt du, dass das eine Erleichterung ist, wenn der Fuß dann weg ist. Ja.
Robin: [00:25:16] Aber du willst ja essen dann, ne? Vielleicht muss ich… Oh. Vielleicht muss ich einfach dich seelisch zerstören, sodass du selbst anfängst, daran rumzuritzen. Und dann nutze ich die Chance. Das ist eine Idee.
Mats: [00:25:26] Ja, keine gute, aber es ist…
Robin: [00:25:28] Und du müsstest halt am Fuß, also ich weiß nicht, ob das so üblich ist. Ja. Aber ich nehme auch die Hand, wenn das nicht anders geht.
Mats: [00:25:33] Ich finde, das Problem bei solchen Fragen ist, dass es so hypothetisch ist. Also, weißt du, weil bei den… Im Gegensatz zu dem mordenden ziametischen Zwilling. Ja, naja, aber da, weißt du, da ist das Universum kleiner. Wenn ich jetzt… Weil ich überlege jetzt die ganze Zeit, okay, Zombie-Apokalypse, das bedeutet, es bricht irgendwie alles zusammen. Also,
Ernährung ist eine Frage, wie essen wir, wo essen wir, was essen wir, halten wir Knigge noch ein, wenn wir essen. (.) Aber eben natürlich auch, also die Perspektive. Weil eine Zombie-Apokalypse hat für mich immer, oder ich habe zumindest noch nie von einer Zombie-Apokalypse gehört, die dann irgendwann vorbei war. Immer in allen Serien und Büchern ist immer eine Zombie-
Apokalypse und die ist dann. So, wenn es jetzt, sagen wir mal, eine Apokalypse wäre, wo es heißt so, in 20 Jahren, keine Ahnung, Meteorit kommt runter und zerstört die Zivilisation und du weißt… //Robin: Zombie-Meteorit.// Jetzt ab, ein Zombie, das ist ein Zombie-Armeteorit und du weißt, in 20 Jahren sterben die alle. Oder sowas. Dann hast du ja eine Perspektive und dann
wüsste ich auch, wofür ich dann jetzt vielleicht dem anderen mit dem Ziegelstein kaputt schlage. Wenn ich aber keine Aussicht habe, so wirklich, oder auch eine Perspektive, dann wäre mir das, glaube ich, echt zu blöd. Ja, also, das sehe ich jetzt nicht ein. [00:26:35] Naja, also, warum mich dann mit diesem… Also, was habe ich denn davon? (.) Es ändert doch nichts.
Robin: [00:26:40] Oh, weißt du, was mega frustrierend wäre? Ja. Wenn dann wirklich das Internet noch existiert und am Laufen bleibt, wie die ganzen Verschwörungsspanien. KenFM würde das so feiern. Und dann musst du so, oh nein, KenFM, jetzt glaubt er echt, das war ein… Oh, nee. Nein, das war nicht Israel, KenFM. //Mats: Was noch schlimmer wäre?//
Mats: [00:26:56] Wenn du nur so ein Empfangsinternet hast. Also, du kannst selber nichts mehr schreiben und musst dann das einfach akzeptieren. //Mats: Oh, oh, oh. (.)//
Robin: [00:27:04] Überleg das mal, die Spiegel-Kommentatoren werden die Welt, die Macht dieser Welt übernehmen. Das ist ja eine furchtbare Idee.
Mats: [00:27:11] Das, ähm… Ja, aber du verstehst, worauf ich hinaus will. Das finde ich aber auch interessant.
Robin: [00:27:15] Ja, aber das ist viel schlimmer als die Zombie-Apokalypse selbst. Einfach diese Frustration, dass diese dummen, dummen Menschen diese Macht erlangen. Oder diese, diese, diese… Oder mir geht es gar nicht darum, dass sie Macht erlangen, sondern es geht darum, dass sie glauben, Macht erlangt zu haben und Recht zu haben. Das ist ja noch viel schlimmer.
Ja.
Mats: [00:27:31] Ach, das…
Robin: [00:27:32] Nee, dann wäre ich auch dabei, dass ich nicht akzeptieren würde, dass es die Zombie-Apokalypse gibt. Okay. Ich würde dann schreiben, nein, Ken, du hast ohne Recht.
Mats: [00:27:39] Es ist, es… Ja, aber gut, damit haben wir die Frage beantwortet. Also wir beiden würden uns offensichtlich gegenseitig schon vertrauen, aber das hat auch irgendwie seine Grenzen und da hängt auch viel vom Kontext ab, wie man so schön sagt. Ähm, jetzt, ich frage, möchten wir jetzt eine, eine Frage haben, die, ähm, schon so ein etwas, ein Knüppler ist.
Robin: [00:27:56] Also ich überlasse dir die Moderation dieser Sendung.
Mats: [00:27:59] Weil dann, dann, ähm, also es war so eine Einstiegsfrage, die so etwas locker fluckiger ist und, ähm, ich gehe mal davon aus, dass wir die nächste Frage genauso locker fluckig und, äh, beantworten. Ähm, äh, ich bin mir gerade gar nicht mehr sicher, ob er genannt werden wollte, aber wir haben ja gesagt, wenn ihr nicht explizit da zuschreibt, dass ihr anonym
bleiben seid.
Robin: [00:28:15] Na, aber wenn du jetzt nicht weißt, ob das so geschrieben wird?
Mats: [00:28:16] Naja, er hat nicht geschrieben, dass er anonym bleiben möchte. Äh, die Frage kam auf jeden Fall über Google. Ich sag, es ist der, es ist der Max. Okay. Wir nennen ihn mal Max, so. Der Max hat geschrieben. Nicht der echte Name. Wie geht man am besten damit um, wenn man auf Facebook oder Twitter sieht, dass Freunde oder bekannte Sachen posten, die ihr
ziemlich scheiße findet? Zum Beispiel Videos, in denen propagiert wird, dass Flüchtlinge daran schuld sind, wenn Rentner nicht genug Geld haben oder dergleichen. Ich hatte vor kurzem einen konkreten Fall. Die Freundin meines besten Freundes hat vor kurzem etwas, äh, so etwas gepostet und ich habe mich nicht getraut, dazu etwas zu schreiben, weil ich es mir mit ihr nicht
verscherzen will. Wie geht man damit um? Robin, du hast jetzt schon die Denkerpose eingenommen. //Robin: Muss ich ihn aufessen.// Das finde ich sehr übel. //Robin: Ess ihn auf.// Wir lassen das mit der Zombie-Apokalypse.
Robin: [00:28:57] Ja, weil das, äh, ich habe da gerade eine ganz, äh, oder relativ konkrete Erfahrung mitgemacht. Ist, du guckst mein Mikro an. Ist bei mir mein Mikro alles gut?
Mats: [00:29:05] Nee, ich gucke nicht dein Mikro an. Okay. Ich rede nicht von deinem Mikro an.
Robin: [00:29:08] Ich habe da eine recht, äh, ja, vor zwei, drei Monaten hatte ich auch so eine Erfahrung, wo ein, äh, ein Kumpel, den ich jetzt seit 10, 13, 12 Jahren so keinen Kontakt mehr wirklich zu hatte, aber das war halt in der Grundschule einer meiner engsten Freunde und der hat im gleichen Mehrfamilienhaus gewohnt wie ich und da habe ich halt wirklich meine Kindheit
komplett mit verbracht. Äh, und da fühlst du dann ja einfach eine Verbundenheit einfach dadurch, wenn du irgendwie seit der ersten Klasse, also seit deinen frühen Kindheitserinnerungen und schon im Kindergarten auch immer mit dem abgehangen hast den ganzen Tag. Ähm, und dann hat er, äh, die AfD geliked auf Facebook und ich habe erstmal so ganz die, also,
beziehungsweise ich habe das gar nicht gesehen, sondern mich hat dann ein anderer Kumpel, äh, der in unserer, der auch in dieser Clique war, den ich auch jetzt lange, also mit dem habe ich ein bisschen mehr Kontakt noch gehabt, aber auch nicht mehr wirklich viel, äh, und der war auch mit uns in dieser Clique drin, äh, und der hat mich dann angeschrieben und der ist auch
schwarz, äh, und der hat zu mich dann angeschrieben und sagt so, ey Robin, hier der und der hat, äh, die AfD geliked und er war sich tatsächlich nicht sicher. Ist das, also, er ist eigentlich, also, er ist einfach politisch nicht so wirklich informiert [00:30:13] und so und war sich einfach nicht sicher, ob, ist das, ist das nicht, ist das nicht eine rechte Partei? Äh, und ich habe so, ja, ja,
fuck, ähm, aber er wollte ihn halt nicht anschreiben, weil, ne, genau das ist die Situation, ähm, er hat auch, glaube ich, noch ein bisschen Kontakt mehr mit ihm, aber, äh, ich habe dann tatsächlich diesen alten Kumpel auf Facebook angeschrieben, ich habe seit zehn Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen, einfach so gesagt, hey, Alter, äh, was geht, ich war gerade ein bisschen, äh,
traurig, also, ich habe halt wirklich versucht, da nicht aggressiv zu reagieren oder besserwisserisch und ich habe gesagt, ey, äh, ich habe, war, fand es gerade ein bisschen schade, dass du die Seite geliked hast und habe dann halt, äh, gesagt, wieso ich das, wieso ich das traurig finde, eben mit ein, zwei Links, aber ich habe ihn jetzt natürlich nicht mit 15 Links zugeballert, das ist
ja auch scheiße, wenn du dann direkt, hey, deswegen, deswegen, deswegen, deswegen, deswegen ist es scheiße, so einfach so ganz simple Dinger, ne, die, wo er seine, seine Rassentheorien zu Afrika aufstellt und solchen, und solchen Kram, äh, mal so ganz offensichtliche Dinge.
Mats: [00:31:05] Der, der Bernd war’s, ne, der Höcke.
Robin: [00:31:07] Ja, genau schon, äh, ja, und halt nur das mit dem Erschießen, das, der, der, der Flüchtlinge, das war auch kurz vorher, ähm, und, ey, ich, fand ich halt, immer cool und ich hatte auch nie den Eindruck, dass du auch nur irgendwie diese, diese, diese Ansichten hast, du warst ja auch hier mit, äh, mit Migranten selbst befreundet, die auch gerade sehr frisch nach
Deutschland kamen, ähm, das passt alles nicht so ganz zu dem, wenn du die jetzt likst, äh, und da kam dann auch echt eine Antwort, wo er sich so dafür, ich, man weiß natürlich auch nie, wie, wie echt das ist, aber ich hab dann schon befürchtet, da bekomm ich dann halt so, fick dich, was willst du von mir, weg, aber da kam dann so eine, äh, sehr entschuldigende Antwort, wo er,
wo er so, ja, du hast recht, also, ich war, ich glaube, dass er hat irgendwie geschrieben, das war eher ein Versehen, aber ich weiß ja nicht, ob das einfach so, in den Mauszeiger abgerutscht, ne, ich glaube, er hat sich einfach so ein bisschen geschämt dafür, dass er darauf angesprochen wurde, ähm, ähm, weil er, glaube ich, sich schon dann gedacht hat, dass da irgendwas uncool
mit ist, ähm, und dann hat er halt ein sehr Verständnis, mit sehr viel Verständnis darauf reagiert und meinte, ey, ja, du hast recht, äh, und hat das dann auch [00:32:08] entlikt und ich weiß natürlich nicht, ob das einfach nur was war, weil er, äh, nicht ertappt wurde, oder? Ja, weil er sich ertappt gefühlt hat, das weiß ich nicht, aber es kann eben auch sein, dass man da vielleicht ein
bisschen neue Informationen gegeben hat, weil man unterschätzt das tatsächlich, also ich war so, als ich von dem Kumpel angeschrieben wurde, wie, du fragst mich, wie, was ist die AfD, hä, das ist doch offensichtlich, aber man unterschätzt das, wenn man halt, wenn Leute so gar nicht sich damit beschäftigen, ähm, dann merkst du halt nur, wie deine Umgebung immer mehr, äh,
wie irgendwie ein, zwei Kumpel dann plötzlich die liken und dann sagt, ja, nee, die sagen dem, dem Establishment, was, wo, wo, wie es lang geht und die setzen sich für uns ein und dann likst du die halt, äh, und vielleicht weißt du einfach tatsächlich nicht, was die sonst noch so erzählen.
Mats: [00:32:49] Das ist, das ist tatsächlich ein, ein interessanter Punkt, finde ich, weil man ja, wenn man sich damit beschäftigt, davon ausgeht, dass das alle anderen auch irgendwie machen und vor allen Dingen die Leute, die dann irgendwie, ähm, das vertreten oder zumindest dann selber auch so ein Stück weit übernehmen und propagieren, äh, ich muss ganz ehrlich sagen,
ich bin Gott sei Dank noch nicht in die Verlegenheit gekommen, irgendwie mal im Freundeskreis oder Bekanntenkreis, ähm, damit konfrontiert zu werden, also dass, dass, dass man wirklich in diese Situation kommt, wo irgendwie jemand, von dem man das nicht erwartet hätte, aus irgendwelchen Gründen, ähm, äh, plötzlich, äh, ja, vor diese Tatsache stellt, okay, der, der
sympathisiert nicht mehr davon, äh, nicht nur damit, sondern irgendwie, äh, verbreitet es auch noch. Äh, von daher ist es jetzt dann, kann ich da irgendwie schwer drauf antworten, weil, also wenn ich mir überlege, was es jetzt zum Beispiel wäre, wenn mein Bruder oder mein Vater oder sowas, ähm, plötzlich, ähm, äh, dass, das so, ja, wenn sich da rausstellt, dass die da irgendwie
dann, keine Ahnung, wenn es nur die Facebook-Seite liken ist, irgendwie, also damit zu tun haben. Ja. Ähm, ich glaube, ich würde da auch versuchen, zumindest irgendwie mal drüber zu sprechen, [00:33:49] aber ich weiß, wenn es jetzt tatsächlich zum Beispiel im Facebook-Freundeskreis ist oder bei Twitter oder so, ähm, ich glaube, ich hätte im Großteil einfach keinen Bock,
wenn ich merke, okay, da, da ist schon, die sind auf einer gewissen Ebene, wo man nicht mehr diskutieren kann, weil das ist ja, finde ich, das, das wahnsinnig Anstrengende, ähm, dass man erst mal eine Grundlage finden muss, weil es ist ja auch so, wenn man sich mal diese Interviews anguckt mit, mit Leuten, die dann zum Beispiel, äh, vom Flüchtlingsheim stehen und dann
sagen, oh, die nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg. Du, mit Fakten da zu argumentieren, finde ich wahnsinnig schwierig.
Robin: [00:34:22] Ich, ich, ich, ich glaube, du machst halt einen Fehler, wenn du davon ausgehst, dass diese Person dann direkt zu diesem Kreis gehört. ähm, das ist halt, was man schnell macht, oh, der hat die AfD geliked, dann ist der einer, der auswährenden Scheiße findet und sagt sowas so. //Mats: Nee, nee, nee.// Das ist halt das, was ich meine, dass sie halt ganz, dass es
vielleicht einfach einfach nur
Mats: [00:34:38] ist, ja, ich hab gehört, die setzen sich für uns ein und, ne. Genau, aber das ist ja, das ist ja diese Grundlage, die du erstmal finden musst. Also überhaupt erstmal, ähm, diese, diesen, die Möglichkeit, drüber zu sprechen zu haben. Wenn man das direkt auf dieser Ebene schafft, wie du, also wenn man schreibt, ey, ich hab’s gesehen und man kennt sich von früher
und dann vielleicht auch einfach, einfach mal fragen will, warum. Ähm, was, was ja dann, glaube ich, ich glaube, das ist das Ding, ne, wenn, wenn du fragst, und ich glaube, das klang jetzt für mich so, als hättest du das tatsächlich //Robin: gemacht.//
Robin: [00:35:03] Ja, das war so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein sehr tiefes Enttäuschtsein. Ja. Äh, bei mir und deswegen, weil, war das, also, das war auch, war auch ein, muss man sich erstmal zu ermutigen, das zu machen, weil, kennt natürlich jeder, das ist auch so, ne, eigentlich will ich mich da jetzt nicht einmischen. Ähm, aber das ist halt so ein, ich glaube, dadurch,
dass, dass das so alltäglich ist und dass ich so alltäglich mit diesen Nachrichten jetzt konfrontiert Und dann waren gerade die Sachsen-Anhalt-Wagen, glaube ich, davor oder das, ich meine, die hatte ich da schon im Kopf, wo die dann irgendwie 25 Prozent hatten und so. Und das war dann so jeden Tag in meinem Kopf, wie scheiße ich das finde, dass das so ein ganz kleines Ding
war, wo man selbst dagegen was tun kann. Und man hat sehr selten die Chance, konkret da was gegen zu machen oder konkret vielleicht in irgendeiner Art und Weise dafür Veränderung zu sorgen, anstatt einfach nur bei Twitter zu schreiben, ich mag die AfD nicht. Und das war einfach so ein Ding, wo es, glaube ich, bei mir einfach, das war, okay, da habe ich jetzt eine Chance,
das sollte ich jetzt auch mal machen.
Mats: [00:35:55] Finde ich auch wahnsinnig wichtig. Also weil das sind ja genau diese, also selbst wenn du den jetzt damit gezwungen hast, sich damit mal auseinanderzusetzen oder mal so einen Link dann irgendwie anzuklicken und zu sehen, oh Mensch, da ist so ein Bernd Höcke, da kann man halt argumentativ nicht mehr über viel reden, weil der einfach krasse Hastieraden
schwingt und mit irgendeinem rechtsradikalen Scheiß um die Ecke kommt. Dass man die Leute so ein bisschen konfrontiert, finde ich gut. Und gerade eben auch diesen Schritt zu geben aus dieser anonymen Twitter, was auch immer, das ist immer super leicht, sich da zu positionieren und dann kann man, wenn es dann um Diskussionen geht, kannst du auch mal schnell sagen, ja
du, das geht bei Twitter nicht und dann bist du raus. (..) Ich finde aber in diesem ganz akuten Fall, wenn er jetzt sagt, so die Freundin von meinem Freund oder sowas hat sowas gepostet und er möchte sich natürlich, also ich würde es schon dazu äußern.
Robin: [00:36:41] Also da wäre halt so ein Ding, wo man vielleicht mal mit einem Kumpel, mit dem Freund sprechen kann. Ja. Weißt du, weil das hört sich halt so an, als ob der Freund der Kumpel ist und dann kennt er die Freundin über den Freund. So habe ich das jetzt verstanden. Wenn das der Fall ist, würde ich halt bei einem Freund fragen und so. Sag mal, hast du da nicht
ein Problem mit? Was ist da los? und da mal vielleicht die Umstände erfahren und vielleicht weiß der das ja gar nicht, vielleicht ist der der gleichen Meinung und dann kannst du nochmal ganz neu das alles überdenken. Weil das weiß ich halt auch bei mir, weil ich wollte das da allein schon deshalb wissen, weil ich halt keinen Kontakt mehr zu jemandem haben möchte, der einfach
überzeugt ist und der sich informiert hat und der dann die bewusste Entscheidung getroffen hat, dafür stehe ich ein, das finde ich gut. Bei so Leuten, da möchte ich einfach nicht mit zu tun haben. Und ich wollte halt herausfinden, ob das der Fall ist oder ob das eben nur so ein etwas uninformiertes Klicken war.
Mats: [00:37:32] Hast du da so eine, also interessiert mich jetzt wirklich, hast du da so eine Grenze? Also klar, bei AfD finde ich es auch sehr, sehr schwierig und da finde ich es auch absolut nachvollziehbar, wenn man sagt, ey, tut mir leid, da möchte ich dann einfach so nicht raus sein. Wenn da jetzt, keine Ahnung, wenn es irgendwie von der Linken oder sowas wäre, also
politische, extreme Meinungen?
Robin: [00:37:50] Ne, also das wäre jetzt nochmal ein ganz anderes Thema. Ich glaube halt nicht, dass die Linken extrem extremistisch sind, wenn ich glaube, dass die AfD… Aber das ist nochmal ein ganz anderes Fass, in das wir da greifen.
Mats: [00:38:01] Ne, ne, ich meine nur, also ob du da irgendwo so eine Linie hast oder ob es wirklich nur, sagen wir mal, das Reizthema…
Robin: [00:38:07] Also Rechtsextremismus ist auf jeden Fall ein Reizthema und das ist ein ganz, ganz, ganz besonderes. Es gibt jetzt keine andere politische Einstellung, wo ich so sage, dass da ist eine ganz klare Linie, weil das so unfassbar extrem gegen alles geht, wofür ich einstehe und wovon ich überzeugt bin, dass ich da einfach sage, damit kann ich auch nicht umgehen.
Ich kann, wenn du jetzt so eine Line droppst, wie cool du jetzt den Höcke findest oder sowas, dann wüsste ich, dass ich da nur wütend werde drüber und dich nur anfangen würde zu beleidigen, weil ich da, da habe ich nicht selbst die Ruhe, um da argumentativ mich auseinanderzusetzen.
Mats: [00:38:41] Und hat das denn, also ich hatte eben gerade so ein bisschen die Angst, als du angefangen hast, dass es so in diesen Missionier-Modus irgendwie geht, dass man sagt, man muss dann die Leute irgendwie da vor sich selber retten und bla bla, also hast du ja auch schon ausgeführt, dass das dem ja nicht so ist, sondern dass du einfach sagst, ey, du willst dich
selber einfach auch klar dann positioniert werden und dann eben auch entscheiden, ob du mit diesen Leuten auf eine Art und Weise überhaupt noch Kontakt hast.
Robin: [00:39:02] Ich glaube, ich bin da noch ziemlich, ich habe da noch mal eine andere Einstellung als die meisten, weil es gibt ja dieses ganz allgemeine, wo im Internet so Diskussion ist immer gut. Der Meinung bin ich nicht. Ich glaube, die Diskussion kann ganz schnell zum Selbstzweck werden, wo jeder Diskussionsteilnehmer seine eigenen Standpunkte, von denen er die
letzten zwei Jahre alles getan hat, sich die in den Kopf zu knüppeln und die sich dann gegen einer zuwirft, ohne dass da irgendjemand gewinnt. (.) Und da glaube ich, dass Diskussion da einfach, da habe ich da keine Freude daran, diese Diskussion, weil ich da kein Ziel sehe. Also wenn ich jetzt jemanden habe, der halt meinetwegen bei der AfD ist, so als Parteimitglied und davon
überzeugt ist, dann habe ich da so vor diesen Menschen so wenig Respekt, dass ich dem nicht eingestehe, dass ich mit ihm darüber diskutieren möchte, weil ich glaube, dass er einfach so grundsätzlich falsch liegt und so grundsätzlich eine andere Wertvorstellung als ich, dass ich da einfach keinerlei Grundlage sehe, mit diesen Menschen zu diskutieren. [00:40:06] Und auch
keinen Wert darin sehe. Und ich weiß, dass das sehr viele als eine falsche Einstellung sehen, weil die sagen, ey, man muss mit jedem sprechen und wenn man nicht mit denen spricht, dann treibt man die nur da rein. Aber genau deswegen habe ich ja mit diesem Kummel gesprochen, weil ich davon etwas sehen wollte, ob das der Fall ist. Und wenn ich jetzt gesehen hätte, dann
sagt er auch, ja, nee, finde ich gut. Dann hätte ich gedacht, ja, Alter, dann tschüss, bitte, finde ich schön, dass wir dann keinen Kontakt mehr haben in Zukunft und fuck off. Und das wäre dann natürlich eine krasse Meinung gewesen, die ihn vielleicht noch weiter dazu betrieben hätte. Kann sein, aber da, also ich bin der Meinung, du musst schon ein sehr empathieloser Mensch
sein, um so weit zu kommen in diesem Punkt. Und wenn du wirklich so weit kommst, das ist alles gut, deren Meinung bin ich, dann bist du so ein empathieloser Mensch und so ein selbst auf dich fokussierter Mensch, dass ich mit dir nichts zu tun habe und dass du wahrscheinlich kein guter Mensch bist.
Mats: [00:40:55] Ja. Naja, das meine ich ja.
Robin: [00:40:56] Sehr serious hier, aber ich glaube, es ist okay.
Mats: [00:40:58] Naja, ich finde es halt gerade bei solchen Fragen erstmal wichtig, dass man einfach seinen Standpunkt hat und dass man den auch vertritt, weil im Kern, und das ist eine Sache, die, denke ich mir, haben wir in den letzten Jahren öfter gedacht, so blöd das jetzt klingt, aber wir leben in einer Demokratie und du hast eine Stimme. Und auch wenn das immer so wirkt,
als würden wir als kleine Pöpel im Gesamtkontext nichts bewirken können, aber jeder hat seine Stimme und jeder hat seine Meinung. Und in dem Moment, wo du, keine Ahnung, eine Diskussion ausweist, die wichtig ist im Sinne von, man fragt da mal nach oder konfrontiert mal Leute und sorgt mal für Klärung von bestimmten Fragen, in dem Moment benutzt du deine Stimme und
wenn du dich aber dem entziehst immer, dann verlierst du diese Stimme. Und deswegen sage ich Demokratie, weil Demokratie nicht etwas ist, was einfach nur existiert, sondern etwas Lebendiges ist, was eben auch bearbeitet werden muss. Und deswegen finde ich das auch gerade so wichtig, also finde ich diese Frage irgendwie dann auch sehr bezeichnend, weil natürlich
möchte man eigentlich dieses funktionierende Freundschaftskonstrukt oder was auch immer, da ist dann einfach nicht stören, indem man dann so eine unangenehme Frage stellt. [00:42:01] Aber auf der anderen Seite ist es dann irgendwo auch nötig, dass man dann zumindest, wenn du damit einfach nicht konfrontigst, dass du sagst, okay, ja, ich akzeptiere diese Meinung und ja,
ist doch in Ordnung, wenn du das so findest, dass man dann auch da mal nachfragt. Und das ist, wie gesagt, der Ton macht dann die Musik.
Robin: [00:42:18] Mach das aus reinem, also ich würde es an seiner Stelle aus reinem Selbstinteresse tun, um halt für dich erstmal rauszufinden, wie, wo steht sie da, ist das so ein uninformiertes Ding oder steht sie da voll hinter? Und das würde meine komplette Herangehensweise ändern. Ich habe tatsächlich bei mir in der Familie gibt es jemanden, der da so drauf ist. Jetzt nicht
enge Familie, aber halt so, die man halt dann ein, zweimal trifft im Jahr. Und da, also darüber spreche ich dann einfach nicht, weil da weiß ich, wenn ich jetzt, wenn ich das ansprechen würde, dann würde das mega eskalieren, da würde niemand von gewinnen und ich kann ihn nicht vom Gegenteil überzeugen. Das heißt, wenn ich ihn dann treffe, dann schlug ich das runter und er
weiß, dass wieder meine Einstellung ist und wie scheiße ich das finde. Das ist schon deutlich geworden, weil der Rest der Familie dann auch eben ab und zu, wird dann halt über solche Themen auch gesprochen bei irgendeinem Familientreff und dann merkt er ja sehr schnell, dass alle anderen gegen ihn stehen würden, wenn es so eine Diskussion gäbe. Und deswegen schlucke
ich es dann halt runter und da ist mir dann natürlich der Familienfrieden ein bisschen wichtiger, [00:43:18] weil ich halt weiß, dass es nichts bringen würde. Man würde immer am gleichen Punkt enden. Genau, wenn ich jetzt halt wissen würde, okay, der ist eher so wie mein, wie dieser Kumpel, dann würde ich es nochmal vielleicht versuchen. Aber so wäre das halt was, das wäre
einfach nur, das würde, das wäre einfach nur, damit ich für mich sagen kann, ah, dem habe ich es aber gezeigt und ah, da habe ich, da habe ich aber der Welt was Gutes getan, indem ich dem gesagt habe, der ist scheiße. Und das muss, das ist dann so dieses Missionieren, was, was ich dann auch nicht für sinnvoll halte. Da ist mir dann eben der Familienfrieden und das Oma
happy ist und so ein bisschen wichtiger.
Mats: [00:43:51] Das heißt, in dem Fall muss er jetzt einfach abklären, wie wichtig ihm das ist und ob das im Verhältnis steht, dass er da vielleicht irgendwie die funktionierende Freundschaft irgendwie stört oder vielleicht auf Sachen stößt, die er auch nicht unbedingt geil findet, wenn sein Freund das auch unterstützt, ist natürlich…
Robin: [00:44:06] Ja, aber das wäre auf jeden Fall, da würde ich beginnen, den Kumpel mal, da mal anzuklopfen und zu sagen,
Mats: [00:44:12] Alter, hallo. Ja, ich verstehe, ich verstehe. //Robin: Wo hast du deine Freundin kennengelernt? (..)// Das war in diesem Club 88, wo wir… (…..) Ich habe noch so eine Frage, die in so eine Richtung geht, die, glaube ich, ein bisschen… Ach komm, was soll’s, ich habe jetzt, jetzt sind wir drinnen in so einer Stimmung. Wir sind in so einem Serious-Mode? Ja, jetzt komm,
jetzt machen wir mal ein bisschen Serious-Mode. Wir müssen auch mal zeigen, dass wir hier ein bisschen… Ähm, so. Ich habe einen Mordbe… Äh, nee, quasi…
Robin: [00:44:43] Was soll ich tun? Schnell, ich habe zehn Minuten. So. Mein Name ist… Wer ist ein Röcke?
Mats: [00:44:48] Ähm, äh, anonym, und zwar anonym über Google. Die Ratsherren at gmail.com ist diese Mail eingetroffen. Es hat mit der Beziehung zwischen mir und den Leuten in meiner Klasse zu tun, denn so ziemlich alle wollen nichts mit mir zu tun haben. Zwar werde ich nicht gemobbt oder ähnliches, aber niemand will irgendeinen Kontakt mit mir aufbauen, egal, was ich
mache. Ich habe mal dieses Thema angesprochen und ich wurde zurückgewiesen, dass es nicht stimmen würde und ich sollte keine Depri-Stimmung verbreiten. Ich würde es ja gerne glauben, aber es gibt so viele Situationen, die das Gegenteil beweisen. So, und jetzt kommt, äh, ein Beispiel, wo er mit jemandem in die Dönerbude gehen wollte. Das kürze ich aber gerade mal ein
bisschen ab. Ähm, und solche Situationen kommen ständig. Ich verlange nicht, dass sich alle um mich versammeln und vergöttern oder ähnliches, obwohl es ganz cool wäre, aber ich würde gern einfach ein paar soziale Kontakte haben, ähm, denn diese habe ich nicht. Ich habe die Wahl entweder, ich versuche es weiter und die Leute werden mich anscheinend noch seltsamer
finden und ignorieren mich mehr oder ich gebe es auf und bleib komplett allein.
Robin: [00:45:45] Äh, ich fände das Beispiel eigentlich ganz interessant. //Mats: Okay, dann…// Ich hätte jetzt so gefragt, okay, ich kann es gerade schwer vorzustellen.
Mats: [00:45:52] Okay, also als Beispiel habe ich mal vorgeschlagen, in der Freistunde in die Dönerbude zu gehen, was abgewiesen wurde mit der Begründung, man habe kein Geld und keine Zeit und am nächsten Tag allerdings die gleiche Situation nur ohne mich. Die Person, die kein Geld hatte, wurde sogar darauf angesprochen. Ihre Antwort war, dass sobald es was zu essen
gäbe, sie sofort dabei wäre, egal ob Geld dabei ist oder nicht. So, das wäre jetzt das Beispiel. Also, ähm, so wie ich es verstehe, ist hier einfach so ein ausgegrenzt, ausgegrenzte Person, die gerne Kontakt hätte und wenn sie diesen Kontakt versucht, in Anführungszeichen, zu erzwingen, also den aufzubauen, wird sie halt abgewiesen. Ähm, und jetzt so ein bisschen die Frage, wie
man damit umgeht. Ähm, die Angst da ist, dass es natürlich immer so bleibt. Ähm, das ist… Das ist eine mega schwierige Frage. Das ist eine mega schwierige Frage. Ich habe da…
Robin: [00:46:37] Also, meine erste Erklärung war wieder, versuch sie mal zu essen. //Mats: Wenn das nicht klappt, dann…// Ja, denk mal, mit wem du eine Zombie-Apokalypse überleben würdest. Sag’s dann einfach. Ey, entweder kommst du mit mir Döner essen, ich habe mega Hunger oder ich muss leider dich essen. Dann sollten eigentlich alle deine Freunde…
Mats: [00:46:50] Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob es wirklich nur um diesen Döner geht, aber, äh, falls ja, dann ist die Antwort einfacher. Ähm, ich, ich habe so ein bisschen versucht, mich in meiner Schulzeit irgendwie zurückzuherinnern, wie das war. Und ich war jetzt, ich war schon so ein bisschen Richtung Klassenclown. Also, ich war nicht so der, der, äh, wie dann
zurückgezogen war, so wirklich, sondern immer schon so ein bisschen mittendrin. Ich weiß aber, dass es auch Leute gab, oder wir hatten natürlich auch Leute, die dann ein bisschen ruhiger waren und irgendwie nicht so Teil waren und die auch ein bisschen gemobbt wurden. Ähm, und da muss ich sagen, also nachträglich ist das natürlich immer, äh, ja, kann ich jetzt nicht mehr
ändern, aber ich war auch Teil von denen, die dann so ein bisschen die, auf den Leuten so ein bisschen rumgehackt haben.
Robin: [00:47:26] Ich glaube, aber, ich glaube, das war jeder. Also, ich kann, ich glaube, naja, nicht, ich glaube, viele Leute waren beides, waren in beiden Situationen mal, auf der einen Seite, wo sie selbst, weil meistens trittst du ja auf andere drauf, weil du selbst wusstest, das ist die einfachste Möglichkeit, damit keiner auf dich drauf tritt. Ähm, äh, so bist du eben aus dem, aus
dem Schussfeld gejagt. Ähm, ja, also, ich wollte gerade sagen, alle haben das, aber das stimmt nicht. Also, ich glaube, viele Leute, ich glaube, fast alle Leute wurden schon mal selbst, waren in die Situation, wo sie das Gefühl hatten, zumindest gemobbt zu werden. Ähm, ähm, und ich glaube, die meisten von denen waren auch mal selbst in der Situation, wo man ein paar Jahre
später merkt, da habe ich eigentlich genau die gleiche Scheiße gemacht.
Mats: [00:48:07] Meinst du, das wechselt immer mal so ein bisschen?
Robin: [00:48:09] Nicht, nicht immer. Also, es gibt auch einfach die Leute, die einfach fertig gemacht werden, Punkt. Und die dafür, die einfach niemals in die Situation kommen. in die soziale Situation, wo sie sich über andere lustig machen können, in einer Gruppe, weil sie eben immer das Ziel sind. Das gibt’s auf jeden Fall.
Mats: [00:48:22] Ja, naja, klar.
Robin: [00:48:23] Ähm, aber ich glaube, du, man selbst bemerkt das halt erst Jahre später. Also, bei mir war’s auch so. Ich hab auch, ich war auch dann, ich war ja bei Schule gewechselt und, ähm, ziemlich spät und wo ich dann die Schule gewechselt habe, da gab’s auch echt Phasen, wo es, wo es ein bisschen schwierig war. Und ich hab voll viele Freunde noch aus der Zeit und
rückblickend ist eigentlich alles super, aber da gab’s schon so Phasen, wo, also, weil ich war auch immer Klassen, total Klassenclown, kann man sich schwer vorstellen. //Mats: Ich weiß, es ist total absurd.// Aber, ja, okay, total ist übertrieben, weil ich war schon noch um einige Ecken schüchterner, ähm, als, als, als Kind. Aber wo ich so, in meiner ersten Schule, äh, halt auch
Gymnasium, da war ich schon eigentlich immer ziemlich, ziemlich gut drauf. Ähm, aber dann halt, wo ich dann auf die Realschule gewechselt bin und dann in eine bestehende Klasse mit vierzehn oder dreizehn rein, ist dann auf jeden Fall eine recht schwierige Hausnummer. Ähm, und da war’s dann teilweise schon so ein bisschen kritischer. Ähm, ich hab keine Ahnung, worauf ich
hinaus wollte.
Mats: [00:49:11] Ich glaube, du wolltest einfach erstmal nur ein Beispiel aus deiner, deiner Jugend bringen, wo du warst.
Robin: [00:49:17] Ja, auf der, auf der Realschule, ähm, da war’s schon so, also, da wurden, da hab, wo, hab ich auch mal meinem Turmbeutel hinterhergejagt, weil mir der weggenommen wurde und so Krass. //Mats: Ja gut, ja, solche Sachen, ja klar.// Naja, aber das, das, das, das so, ja, das war ja entspannt, aber wenn das immer wieder passiert und du es halt nicht lustig findest
und du es von Leuten gemacht wirst, die nicht deine Freunde sind, äh, dann ist das, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist einfach Mobbing, so. Und das, weil das war ja immer, wenn wir wieder, äh, und mir wurden da auch von manchen Leuten Spitznamen gegeben und ich hatte da auch meine Freunde und so, aber es gab eben auch Leute, die mich sehr konkret als Ziel, äh, erörtert haben.
Lustigerweise heute als einer von dieser Gruppe, einer, ein sehr guter Kumpel von mir. Ja. Das hat sich dann irgendwie danach dann so ergeben, ne, wenn man dann halt erwachsen wird, ähm, erledigt sich das.
Mats: [00:49:58] Und, äh, interessant, er hat’s halt nie so empfunden, weißt du? Ja, ich glaub, das ist wirklich ein großer Punkt, ja.
Robin: [00:50:02] Wenn du selbst, du musst, du musst selbst mal in der Opferrolle gewesen sein, um zu verstehen, äh, wie es sich anfühlt, in der Opferrolle zu sein.
Mats: [00:50:07] Naja, und das ist, ich glaube, es braucht auch wirklich die Zeit. Also, das ist so dieses, man, man weiß ja nicht, was man da anrichtet, so, weil für dich ist es irgendwie ein Spaß und wenn der Spaß vorbei ist, ist es für dich abgeschlossen. //Robin: Genau.// Aber dass der andere da wirklich dann auch mit nach Hause geht und dann am nächsten auch damit
wiederkommt und dass, wenn das über Jahre geht, dass du halt wirklich so, so, so ausgestoßen bist und immer auf dir rumgehackt wird, das verändert dich ja auch. //Robin: Genau.// Und das siehst du aber da nicht.
Robin: [00:50:29] Worauf ich noch hinaus wollte, also, also, ich war, ich hatte da schon so echt Schwierigkeiten teilweise, ähm, aber, das, es gab da einen bei uns in der Klasse, wo ich genauso, also, wo ich auch richtig krass mitgemacht habe. Äh, und das ist mir auch erst Jahre später aufgefallen, also, weil das war einfach, das war so ein, der, der kam irgendwann mal zum
Beispiel zur Schule und hatte dann, äh, Eyeliner aufgesetzt, aber er hat sich nicht getraut, das irgendjemanden zu zeigen. Und dann ist er, der ist immer zu spät gekommen, dann kam er zu spät in die Klasse, alle saßen schon, hat dann so auf den Boden guckend, mit Haare vor den Augen, ist er auf seinen Platz gegangen und irgendeiner, irgendwann hat, hast du Eyeliner drauf?
Und das war dann natürlich der pureste Fokus der Klasse und da hab ich dann natürlich auch, weil das war auch einfach was, ich hab, da hast du noch, du hast noch nie, ich hab noch nie einen, einen Kerl mit Eyeliner gesehen zu dem Zeitpunkt, äh, dann machst du dich halt darüber lustig. Äh, und das ist halt, rückblickend gab’s da viele dieser Phasen, wo ich jetzt, wo, oder viele
Situationen mit, besonders diesen einen Menschen, wo ich zurückklicke und denke, mh, da würde ich heute sehr anders reagieren. //Mats: Ja.// Äh, nur, ich wollte damit nur erklären, dass man halt oft auch auf beiden Seiten sitzen kann.
Mats: [00:51:30] Ja, ja, ja. Naja, es ist, also, ich hab da jetzt auch über die, ich hab die Fragen ja rausgesucht und hab da schon dann so ein bisschen drüber nachgedacht und es ist halt, es ist halt so ein, so ein Ding, also, ähm, diesen Kontakt zu erzwingen, das klappt nicht, also, so Leute, also, sich aus dieser, also, es klingt jetzt gerade nicht so, als wäre er so ein megakrasses
Mobbing-Opfer, als würden wirklich alle nur auf ihm rumhacken, sondern, dass er einfach keinen Anschluss findet. So, und das ist ja eine Sache, ähm, das kannst du ja nicht erzwingen, also, wenn man dann einfach immer versucht, mit den Leuten mitzugehen und so, die, das, das, das, das wird nicht funktionieren, ist jetzt erstmal so mein Gefühl.
Robin: [00:51:58] Also, ich kann mich da auch an ein, zwei Leute erinnern, die genau, bei denen genau das der Fall war, wo ich, wo wir als Gruppe, das war noch genau so, wo es als Gruppe gemerkt haben, der Typ, der will unbedingt mit uns das machen, aber wir mochten ihn halt nicht. Ja, so. Ne, das war halt jemand, der, der, der hat einen anderen Humor als wir gehabt und
andere Interessen gehabt und den mochten wir einfach nicht so gern und das sagt nichts über ihn als Person aus. Aber nicht dazu gepasst. Also, Schule sind halt, da werden halt einfach 30 Leute zusammengeworfen, die absolut nichts gemeinsam haben, die sich im echten Leben niemals treffen würden. Das ist auch was Gutes, weil du dann eigentlich auch lernst, wie du mit
diesen Leuten umgehst. Aber das Problem ist eben auch, dass diese Leute oft sehr grausam sein können und empathielos, weil die Empathie entwickelt sich halt dann während der Pubertät. Und deswegen, da haben wir ihn dann halt einfach ignoriert, wenn er irgendwas gesagt hat oder sonst irgendwas. //Mats: Genau.// Das meinten wir nicht böse, sondern einfach so, oh, wir
wollen nichts, wie sollen wir damit umgehen, keine Ahnung, ich will aber einfach nichts mit ihm zu tun haben, la, la, la.
Mats: [00:52:50] Ja, und das kann sich dann, glaube ich, auch zu einer Art von Mobbing entwickeln. //Robin: Auf jeden Fall.// Also ziemlich schnell, in dem Fall, wenn dann jemand da ist, der versucht einfach verzweifelt irgendwie Anschluss zu finden. (.) Und, weil ich, also, es klingt jetzt gerade so, als ist er jetzt so, bei dieser schwerwiegenden Entscheidung, okay, probiert das jetzt
weiter und wird abgewiesen oder gibt er halt komplett auf und ist für immer allein. Ich glaube, eine Sache, die man in diesem Zusammenhang immer wieder, ich weiß jetzt nicht in welcher Klasse, es ist so, also, bei uns war es halt auch so, dass es diese Leute gab, die eben dann auch Probleme hatten im Anschluss. Aber dadurch, dass dann die Schulklassen ja ab einem
bestimmten Punkt auch wieder durcheinander gemischt wurden und dann gibt es noch aufs Gymnasium oder so und dann hat sich das wieder neu orientiert. (..) Erstens mischt sich das immer wieder, das heißt, diese ganzen Social Peer Groups, Peer Groups ist der Fachtör, ne? Peer Gruppe, ja. Die Peer Gruppen. Jede Gruppe hat mindestens einen Peer. Einen Peer, die werden,
die brechen sich auch wieder auf und werden neu gemischt und man lernt wieder neue Leute kennen und das zum einen und zum anderen ist die Schulzeit auch nicht das ganze Leben. Das ist schon eine Zeit, je nachdem, wie lange man da weiß. Das ist eine sehr lange Zeit. Schulzeit wirkt dann, glaube ich, zumindest so, wenn man dann drin ist, aber im Nachhinein, du, also,
viele Leute, die auch bei uns eigentlich keinen Anschluss hatten, die sind danach wirklich krass aufgeblüht. [00:53:58] Also, so nach der Schulzeit.
Robin: [00:54:00] Also, ich würde mich dazu zählen, weil ich hätte, wenn ich jetzt überlegen würde halt, und das meine ich jetzt gar nicht so, oh, wie geil ich jetzt bin, sondern das meine ich aus einer ganz ehrlichen Ansicht daraus einfach, wenn ich mir überlege, ich hab damals, wir hatten damals eine, auf der Realschule, 10. Klasse und dann gibt’s ja so einen Abschlussball, ne?
So. Und da gab’s dann ein Bühnenprogramm, das dann die Klassen gemacht haben und das, ich glaube, ich bin dann als einer der Moderatoren eingezahlt worden damit, ja? Und ich hatte da so eine Angst vor, äh, wie dann die Leute reagieren, wenn ich auf der Bühne stehe, dass ich, äh, nicht zum Abschlussball gegangen bin. (.)
Mats: [00:54:35] Wow.
Robin: [00:54:35] Also, ich hatte wirklich so Panik, mich da, mich da der, den Leuten hinzugeben und einfach, ich hab da gar keinen konkreten Anlass für, einfach irgendwie der Kritik offen zu stehen, sag ich mal. Und da hab ich gesagt, nee, das geht nicht hin, ich bin krank, geht nicht. Äh, und deswegen, dass ich, ne, dann sowas hier mal mache, hätte ich damals, äh, nicht
vermuten können. Also, dass, die, so viel deiner persönlichen Entwicklung, von dir als Person, findet halt erst nach der Schule statt, äh, dass man von da aus halt nicht so wirklich urteilen kann.
Mats: [00:55:04] Genau, deswegen würde ich jetzt, das ist einfach nur der Punkt, den ich da machen wollen würde. Also, es ist blöd, weil man kann eigentlich nicht so viel sagen, außer, ey, du musst halt damit leben. Also, du kannst niemanden erzwingen.
Robin: [00:55:15] Ja, und das, das klingt für, für manche vielleicht doof, aber bei mir, ich hab dann auch auf der Realschule gesagt, sehr gute Freunde gefunden und die, hab ich bis heute auch und, äh, möchte ich auch niemals missen, aber bis es eben dazu gekommen ist, ich war einfach sehr viel im Internet unterwegs und ich hatte sehr viele Kontakte übers Internet und das hat
mir total geholfen und warum auch nicht, das waren ja echte Menschen, die man über das Internet kennenlernte, halt über World of Warcraft damals vor allen Dingen. Ähm, aber da hatte ich dann einen, über irgendwie ein, anderthalb Jahre Großteil meiner sozialen Konversationen drüber und die waren nicht minder sozial, nur weil es übers Internet ging, ähm, weil es waren ja
trotzdem echte Menschen, mit denen ich gesprochen habe. Und deswegen, wenn du da irgendwie Freunde hast oder über Teamspeak oder über eine Community, ich weiß von, bei uns über Hooked sind wahnsinnig viele Freundschaften schon entstanden und die Leute skypen jeden Tag oder Teamspeaken jeden Tag miteinander. Also, ähm, also, ähm, heute hast du echt
Möglichkeiten nach außerhalb deines, ähm, Schulumfelds, da wirklich, ähm, Freunde zu finden und dann eben auch die zu besuchen zu fahren und sowas. Also, es ist halt echt scheiße, wenn du einfach keinen Anschluss da findest, aber erzwingen kannst du’s nicht. //Mats: Genau.// Und man, und es fühlt sich, also wenn du, wenn es für dich so anfühlt schon, dann ist es
wahrscheinlich auch so. //Mats: Ja.// Weil normalerweise, wenn Leute, wenn Leute irgendwie mit dir abhängen wollen, dann merkst du das, dann wirst du selbst von denen angeschrieben. [00:56:31] Wenn du, ist es genauso, wenn du irgendwie ein Date mit irgendeinem Mädchen hast oder mit irgendeinem Kerl, meinetwegen, äh, und dann bist du derjenige, der immer nachfragt
und der anschreibt, das heißt wahrscheinlich nichts Gutes, wenn immer der eine.
Mats: [00:56:44] Ja, aber manchmal haben die auch einfach viel zu tun und haben’s gelesen und waren aber gerade im Auto oder so, oder, äh, die kommt bestimmt gleich wieder, ist nur ganz kurz aufs Klo gegangen von einer Stunde, die kommt wieder.
Robin: [00:56:52] Warum hast du denn plötzlich eine neue Handynummer, hast du lang gedauert, die rauszufinden, was da passiert? Oh, das ist auch noch mal ein Thema. Oh, da gibt’s auch Storys von Jugend, Robin, oi, oi, oi, oi, oi, oi.
Mats: [00:57:01] Also, wenn, wenn jemand mal ein Problem mit solchen Dingen hat, äh, schildert es gerne, da können wir gerne auf einkommen. Also, um das, um das abzuschließen, ähm, äh, es, es, es ist eine blöde Antwort, aber, ähm, akzeptier es einfach für den Moment, das wird dein restliches Leben nicht, nicht prägen. Also, äh, da mach dir mal keine Gedanken. Es ist halt
einfach nur die Schulzeit und du kannst die Leute nicht zwingen, dich zu mögen und du kannst die Leute nicht zwingen, dich, äh, immer mitzunehmen.
Robin: [00:57:24] Ich weiß auch gar nicht, ob mögen das richtige Wort dafür ist. Einfach, es ist, glaub ich, einfach eine Interessengruppe. Ja, oder so. Interessengruppe, wenn, wenn, wenn du nicht irgendwie im gleichen Interessengruppe bist wie die oder sonst irgendwas, ähm, dann ist es eigentlich, ja, ja, es ist, es ist, es ist eine scheiße Situation.
Mats: [00:57:40] Ja, es, es, es führt einfach zu nichts. Also, du, du machst, du tust dir selber keinen Gefallen, wenn du dich da immer so ranzwingst und du einfach merkst, dass, dass die nicht wollen, dann ist es halt einfach so. Also, so, so blöd es klingt. Ähm, ich geh aber jetzt einfach auch mal davon aus, dass du auch Freunde hast, die dann jetzt vielleicht nicht in die Klasse
gehen. Also, es klingt für mich wie so eine Situation, dass du irgendwie neu reingekommen bist in die Klasse oder umgezogen oder irgendwie sowas. Ähm, und dass da natürlich dann so die bestehenden Gruppen irgendwie sind und da reinzukommen, ist halt wahnsinnig schwierig und anstrengend und gerade in so einem, wenn es ein junges Alter ist, danach klingt es halt so.
Robin: [00:58:08] Bald kommt ein neues VOB dann raus. Das ist meine Antwort.
Mats: [00:58:10] Bald kommt, genau, so. Also, wie gesagt, du, du musst dich nicht zwingen oder du darfst dich da nicht zwingen. Nimm es einfach gerade, wie es kommt. Ähm, ich glaube, das ist, so der beste Rat, den man da geben kann. Und glaub mir, Robin ist ein schillerndes Beispiel dafür. //Robin: Guck mal, wie gut ich jetzt aussehe. Guck mal, wie gut Robin aussehe. Ich hab
fast den Tatort besiegt.// Fast den Tatort bei iTunes kaputt gemacht. Also, da geht was. Überlegbar. So, ich hoffe. Du kannst den Tatort besiegen. Auch, auch du kannst einen Podcast machen, wo du Fragen beantwortest, zu dem du keinen…
Robin: [00:58:37] Sollen wir den Podcast vielleicht so einen Anti-Tatort-Podcast machen?
Mats: [00:58:40] Wir können auch gleich noch drüber reden, warum der Tatort so furchtbar ist.
Robin: [00:58:42] Gerne. Ich war vor…
Mats: [00:58:43] Moment! Ich hab nämlich gerade drüber nachgedacht, was gewesen wäre, wenn das jetzt eine Frage wirklich so… Also, wäre auch interessant, wenn mal so ein Mädchen oder eine Frau, eine Dame uns eine Frage stellt mit Sachen… //Robin: Was?// Also, das wäre ja… Also, ich bin jetzt… Weil es kann natürlich auch eine…
Robin: [00:58:57] Wollte gerade sagen, dass du davon ausgehst, dass es ein Kerl ist.
Mats: [00:58:59] Ja, weiß nicht. Hat sich irgendwie… Nee, das… Ich kann ja nur aus meiner Sicht irgendwie…
Robin: [00:59:02] Nee, klar. Standardmäßig muss es ein Mann sein. //Mats: Ist klar, du Arschloch.// Naja, es sind halt sehr viele Männer dabei. Das ist nur einfach mal eine Statistik. Aber die zwei von drei Fragen waren anonym bisher. Woher weißt du, dass die zwei von drei Männer sind? Ich habe meine Quellen. (..) Möchten wir über den Tatort reden? Gerne. Mega langweilig.
Habe ich nicht gesehen. Also, ich habe, glaube ich, insgesamt in meinem Leben zwei Tatorts gesehen.
Mats: [00:59:24] Moment, du redest jetzt über den einen Tatort oder…
Robin: [00:59:27] Das ist doch genau… Das ist doch… Da fängt es doch schon an, Mats. Da fängt es doch schon an. So, pass auf. Tatort, ne? Das sind einfach 15 verschiedene Filmfranchises, die nichts miteinander zu tun haben. Das ist einfach nur Krimi. So, also hast du dann einen Krimi mit den zwei Hauptdarstellern in Buxtehude und dann hast du einen Krimi, der von anderen
Leuten geschrieben, gedreht und geschauspielert wird, der dann irgendwo in Wanne Eickel spielt, ja? Und dann gehen die aber beide unter dem Fächer Tatort, einfach nur, weil das ein Krimi ist. Und dann müssen die Leute diesen beiden Film angucken, obwohl die kreativ absolut nichts miteinander zu tun haben. Ich finde das so dumm, einen Film, dass es so eine riesige
Community um den Tatort gibt, obwohl der Tatort absolut nichts umschreibt. Das ist so, als wenn du sagen würdest, ich, ich bin Fan von… Star Wars und gehe ins Film, weil es Star Wars ist, obwohl es ein ganz anderer Regisseur ist. Star Wars ist, Star Wars ist aber ein, da hast du eine Linie, da hast du eine kreative Linie hinter. //Mats: Ja, beim Tatort auch.// Es gibt den Comedy-
Tatort und es gibt den Psychopathen-Tatort.
Mats: [01:00:26] Meistens einer tot.
Robin: [01:00:27] Ja, aber du hast schon die Ulmen und die… Ja, aber auch da ist meistens ein Tatort.
Mats: [01:00:32] Aber das ist eine sehr andere… Aber es gibt einen Tatort.
Robin: [01:00:34] Ja, aber…
Mats: [01:00:35] Einen Ort, an dem eine Tat stattgefunden hat.
Robin: [01:00:37] Es tut nicht so, du hast in einer Sekunde den Tatort-Reiniger so mäßig, so lustig, haha, da ist jemand gestorben.
Mats: [01:00:43] Wie Tatort-Reiniger?
Robin: [01:00:45] Mann, von der Art und Weise, wie das dargestellt wird. Nicht, weil der Tatort-Reiniger ist, sondern weil das so ein bisschen lustig ist.
Mats: [01:00:50] Du musst ein bisschen vorsichtig sein, du kannst jetzt hier nicht… Also, dein Problem ist, wenn ich dich da verstehe… Mein Problem ist, dass es keinen Tatort-Reihe gibt. Dass es den Tatort gibt.
Robin: [01:00:59] Dass man nicht sagen kann, einen Tatort zu sehen. Ich hasse es, dass Leute sagen, oh, ist Sonntag, wir müssen den Tatort gucken. Das ist dumm, weil du keinerlei… Wieso ist denn das? Weil du einfach… Du kannst nicht den Tatort mögen, weil es den Tatort nicht gibt. Aber wenn du gerne Krimis guckst? Ja, das ist wiederum… Das kann ich wiederum zum…
Aber… (.) Krimis… Ah! (..) Das ist viel… Da hat sich so viel… Es gibt einfach so unfassbar viele Leute, die jeden verfickten Sonntag einen Film gucken, einfach nur, weil der Tatort draufsteht. Obwohl das nichts aus… Obwohl die nicht wissen, was für ein Genre das ist. Obwohl die nicht wissen, welche Leute da mitspielen. Einfach nur, weil da ein Name draufsteht, der nichts über
diesen Film aussagt.
Mats: [01:01:39] Aber auch nur an, ne?
Robin: [01:01:40] Ne, das weiß ich, weil da 15 verschiedene Filmreihen sind.
Mats: [01:01:43] Ja, aber vielleicht…
Robin: [01:01:44] Das ist so, als ob Star Trek und Star Wars… Warte mal, ich hab eigentlich meine. //Mats: Jetzt kommt was mit Star, ja.// Also, Star Trek und Star Wars und Guardian of the Galaxy und Stargate, alle unter dem Themengebiet Stars laufen.
Mats: [01:01:56] Und das würdest du nicht gucken? Du würdest nicht jede Woche dann, weil wenn du weißt, du findest die Wahrscheinlichkeit, dass da was Gutes ist.
Robin: [01:02:01] Wenn Leute sagen, ich liebe Stars, ich liebe diese Reihe, die ist so gut gemacht, da würde ich sagen, fick dich. Das sind völlig unterschiedliche Filme, die nichts miteinander zu tun haben, außer //Mats: das Genre.// Du kannst ein Genre mögen, du kannst sagen, ich mag Krimis, meinetwegen. Aber auch da, dann einfach jeden Krimi zu gucken, nur weil es ein
Krimi ist, ist doch dumm. Da würdest du dich doch trotzdem voll informieren, sind das Darsteller, die ich mag? Sind das Schreiber, die ich mag?
Mats: [01:02:25] Ja, aber du nimmst jetzt ja gerade wirklich an, dass dem so nicht ist. Du gehst jetzt davon aus, dass jeder… //Robin: Ich weiß, dass das nichts ist.// Na, wieso weißt du das denn?
Robin: [01:02:31] Weil sehr viele Leute kennen, die in Tatort gucken und die gucken den einfach nur, weil der Tatort heißt. die wissen, bis sie anmachen, nicht oder die gucken dann, ah, das ist mit dem und dem Tatort ist. Ich rede ja von… Ja, aber die gucken den aus einer ironischen Antik, das gibt es natürlich auch. //Mats: Ja.// Das finde ich auch übrigens ziemlich dumm, weil ich
habe einmal einen Tatort gesehen vor einem Monat und das war nichts zum Lustig machen, das war das langweiligste, was ich in meinem Leben je gemacht habe. (..) Das ist nochmal eine andere Geschichte. //Mats: Okay.// Aber das kann ich natürlich dann viel eher nachvollziehen, dass man dann oft im Twitter-Hashtag mitmachen will, um zu sagen, lol, ist das schlecht,
meinetwegen. Aber die Leute, die halt einfach jeden Sonntag, weil das ist halt ein riesen Publikum, die [01:03:33] halt jeden Sonntag dieses Ding, oder ich weiß nicht, ob das jeden Sonntag läuft, keine Ahnung, die halt sonntags, wenn er läuft, dann anmachen, nur weil der Tatort draufsteht, dann hast du eine eine Sekunde fucking Til Schweiger, der ja daraus hier Taken macht und
in der anderen Sekunde nur Nora Schön und die eine Bratwurst ist. Das ist einfach nicht die gleiche Filmreihe.
Mats: [01:03:51] Aber vielleicht willst du ja gar nicht immer den gleichen Kram haben, vielleicht willst du ja gerade die Abwechslung, vielleicht ist es ja gerade für die Leute cool. //Robin: Ja, wieso heißt das dann Tatort?// Weil das alles unter dem Tatort-Label läuft. //Robin: Ja, warum?// Weil es Krimis sind und weil es eine Institution ist.
Robin: [01:04:05] Warum gehört dann die Millennium-Trilogie? Warum ist Girl with a Dragon Tattoo kein Tatort?
Mats: [01:04:09] Weil jedes Bundesland sein Ermittlerteam hat und dann wird einfach immer hin und her gewechselt. //Mats: Ja, aber das ist doch dumm.//
Robin: [01:04:13] Wieso ist denn das denn dumm? Wie gesagt, das wäre so, als ob du jetzt auch noch Girl with a Dragon Tattoo einfach Tatort nennst. Dann sagst du ja, ist auch Tatort.
Mats: [01:04:19] Wenn es für einen Tatort produziert wurde und für einen Tatort geschrieben wurde und dann hast du ein Drehbuch und dann hast du da die Kommissar. Warum darf denn das dann kein Tatort sein? Weil die ja nicht, die werden… Du versuchst mir gerade zu sagen, das ist…
Robin: [01:04:29] Das sind einfach alles völlig unabhängige Filme. //Mats: Ja, das ist doch in Ordnung.// Nichts man hat und du kannst den, wenn du sagst, du magst den Tatort, ist das eine dumme Aussage. //Mats: Verstehe, dann ist es genauso…//
Mats: [01:04:39] Nee, aber das ist dann so, als würde ich sagen, ich mag Herr der Ringe und dann kommst du und sagst, //Robin: ja nee, der erste Herr der Ringe ist doch was völlig anderes als der dritte Herr der Ringe.//
Robin: [01:04:45] Fick dich, Herr der Ringe sind doch alles exakt die gleichen Filme. Totaler Quatsch. Willst du jetzt sagen, dass Herr der Ringe gegen Fetten was völlig anderes ist?
Mats: [01:04:52] Ich sage, dass Herr der Ringe 1 ein komplett anderer Film ist als Herr der Ringe 3.
Robin: [01:04:55] Das ist das gleiche Genre, das sind die gleichen Schauspieler, das ist die gleiche Geschichte. Du, jetzt…
Mats: [01:04:59] Das ist aber doch kein Quatsch. Bullshit. Wenn du den ersten Herr der Ringe teilguckst und dann den dritten Herr der Ringe teilguckst, dann willst du mir sagen, das ist doch genau das Gleiche.
Robin: [01:05:06] Das ist eine Fortsetzung, das ist die Fortsetzung der gleichen Geschichte. Aha, genau, das ist dein Problem, das ist keine zusammenhängende Geschichte. Und das sind die gleichen Darsteller. Und das ist die gleiche Welt. Das ist alles das Gleiche. Bei Tatort gibt es keine Zusammenhänge außer den fucking Namen. Es gibt… //Mats: Das ist so, als wenn du Herr
der Ringe guckst und dann Schwerter des Königs.//
Mats: [01:05:23] Das Universum ist immer das Gleiche. Das Universum ist immer das Gleiche. Meinetwegen. //Robin: Punkt 1.// Punkt 2, da gibt es doch immer wieder Überschneidungen. Ich werfe dir jetzt einfach vor, dass du keine Ahnung, wovon du redest, und du dich einfach nur grundsätzlich drüber aufregen willst, //Robin: Bullshit.//
Robin: [01:05:33] dass Leute den Tatort gucken, weil du hast mal einen Tatort gesehen
Mats: [01:05:36] und das war das Langweiligste, was du mir getan hast.
Robin: [01:05:38] Das ist so, als wenn ich fucking Schwerter des Königs mit dem Woll gucke und dann auch Herr der Ringe gucke und die heißen dann beide Ringe-Filme und dann gucke ich die beide, wo die nichts miteinander zu tun haben. Und der eine ist scheiße und der andere ist gut. Ja, warum heißt der dann auch Herr der Ringe? Der ist doch ein ganz anderer Film.
Schweizer des Königs. Den kann man doch einfach Herr der Ringe nennen.
Mats: [01:05:57] Ja, offensichtlich gibt es ja auch Filme, die komischerweise irgendeinen Obertitel haben und nichts damit zu tun haben. Man soll sich wundern. Welche denn? Wo gibt es das?
Robin: [01:06:04] Da müsste ich jetzt recherchieren. Ja, ja. (…)
Mats: [01:06:09] Weißt du, dass es nicht gibt’s? Naja, aber guck mal, wenn jetzt zum Beispiel ein neuer Ghostbusters-Film rauskommt und der ganz offensichtlich einen anderen Ansatz hat und dann sagt jemand, ich mag Ghostbusters, dann müsstest du genauso argumentieren und sagen, ja welchen?
Robin: [01:06:22] Das wäre eine gute Analogie, wenn es alle zwei Wochen einen neuen Ghostbusters mit einer neuen Darstellung und sowas gäbe.
Mats: [01:06:28] Aber was hat denn jetzt der zeitliche…
Robin: [01:06:29] Naja, ein einziger Reboot ist jetzt… (.) Das ist nicht das gleiche wie bei Tatort, weil dann…
Mats: [01:06:34] Transporter, dann nennen wir Transporter. Die Transporter-Reihe gibt’s auch. Transformers. Ja. Sagst du jetzt, ja, das geht, weil die haben immer alle Roboter.
Robin: [01:06:41] Aber das sind immer mal andere Roboter. Aber das ist die Fortsetzung der Geschichte.
Mats: [01:06:45] Die haben inhaltlich… Das ist aber totaler Scheiß.
Robin: [01:06:48] Ja, natürlich ist das Scheiße.
Mats: [01:06:49] Da kannst du einen vierten Teil gucken und dann den ersten und dann den dritten und dann nochmal den zweiten. Da hast du genau so viel.
Robin: [01:06:53] Aber du hast nicht Transformers 1 und dann Transformers 2 bist du plötzlich bei anderen Robotern, die nichts… Und es ist ein anderes…
Mats: [01:06:58] Die aber genau im Universum, im selben Universum agieren? Das ist toll.
Robin: [01:07:01] Das ist von den gleichen Leuten geschrieben. Du hast ja exakt den gleichen Humor, du hast die gleichen Darsteller. natürlich dann im vierten Teil den Wechsel. //Mats: Immer noch die gleichen Roboter, die gleichen Roboter.// Das sind einfach Sequels. Tatorts sind keine fucking Sequels. //Mats: Nein, du hast keine fortlaufende Geschichte.// Tu doch das so, als ob
du nicht verstehst, was ein Sequel ist und was ein fucking Tatort ist.
Mats: [01:07:22] Nein, ich versuche nur gerade zu verstehen, wo jetzt dein Problem ist, wenn man sagt, naja, das Label ist Tatort, da geht es um Kriminalfälle, die gelöst werden und natürlich gibt es da auch mal Ausnahmen, dass dann da mal was anderes passiert und dein Problem ist jetzt, wenn Leute sagen, ich mag die Idee, ich mag einfach auch Kriminalfälle, ich mag Krimis,
die gucke ich gerne und die Tatort-Dinger, die sind auch immer ganz gut gemacht. Da sprichst du denen dann ab, dann zu sagen, dass das…
Robin: [01:07:43] Weil die so unterschiedlich sind zueinander und das ist einfach…
Mats: [01:07:46] Aber es ist doch hervorragend, dass es eine Varianz gibt.
Robin: [01:07:48] Natürlich, aber ich halte es für sehr, sehr beknackt, generell zu sagen, ich gucke jetzt und ich mag jetzt Tatort, weil du keine qualitative oder inhaltliche Linie dazwischen hast, außer das Genre. Und ich würde jetzt niemals sagen, ich gucke jetzt jeden Fan-Disselfilm, der rauskam, weil ich Fähr der Ringe mochte. Die gibt’s gar nicht. Das wäre was Dumme. Ja, ja,
klar, aber die sind dann genauso dumm. Da würde ich genau sagen, ihr seid dumme Menschen.
Mats: [01:08:10] Ist das dann nicht einfach nur interessiert? Also weil das ist, wenn man in Genres denkt, also wenn du sagst, ich spiele jeden Shooter oder ich gucke jeden Horrorfilm. Na klar ist das… Aber das sehe ich beim Tatort irgendwie nicht. Aber ich finde, das ist genau das Gleiche. (.) Okay, dann haben wir das Thema geklärt. (.)
Robin: [01:08:28] Wie doof du dich gestellt hast, nur um mich zu reizen. Ja, hat das schon funktioniert. //Mats: Du bist so ein Arschloch. Wieso denn Arschloch?// Da war das immer erst mal mit dir diskutiert. Du hast eine Position, du guckst, welche Position… Halt die Fresse. Du guckst, welche Position, die am weitesten von mir entfernt ist, von mir entfernt ist und dann klopfst du
einfach drauf und tust einfach so, als ob du nicht verstehst, was ich sage. Obwohl du einfach tust, also ich weiß, was du für ein kluger, schöner Mann bist und dann tust du einfach so, als ob du der hinterletzte…
Mats: [01:08:54] Was ich gerne mache, ich nehme mir gerne eine andere Position ein, einfach um dir zu zeigen, dass es auch immer noch eine andere Meinung gibt. Ja, aber das sind so oft so dumme Positionen. Das sind doch keine dummen Positionen.
Robin: [01:09:02] Du hast gerade fucking Tatort mit Herr der Ringe gleichgesetzt.
Mats: [01:09:05] Nein, ich habe dir nur…
Robin: [01:09:06] Du hast gesagt, das ist das Gleiche, wenn man Herr der Ringe 3 mag. Mag.
Mats: [01:09:10] Ja, wenn ich sage, ich mag Herr der Ringe, dann kommt immer die Frage, welchen Herr der Ringe, weil der erste Herr der Ringe einen komplett anderen Ansatz hat als er der erste Herr der Ringe.
Robin: [01:09:16] Ja, das muss schon wieder so, als ob das das gleiche… Fick dich! (..)
Mats: [01:09:20] Wollen wir noch über Böhmermann reden? Da können wir nämlich auch noch mal ein bisschen… Wir sind jetzt bei 1,20. Letzte Folge war 1,30. Deswegen…
Robin: [01:09:27] Wir müssen noch eine Frage machen.
Mats: [01:09:28] Dann machen wir noch eine kurze Frage, weil… Wir brauchen noch ein bisschen was Entspanntes jetzt.
Robin: [01:09:33] Ich kann nicht wieder ernst werden.
Mats: [01:09:34] Ah, oh, was Entspanntes. Oh ja, na gut, dann hast du…
Robin: [01:09:38] Du musst mit Antworten, ich muss mal kurz ein bisschen durchatmen.
Mats: [01:09:40] Nee, das… Achso, na gut. Keiner gibt es zu, aber jeder tut es. Riecht ihr gerne an euren Fürzen? Ich habe die Vermutung, dass es vielen Leuten so geht, doch kam ich nie direkt dazu, jemanden zu fragen, woran liegt es, dass man gerne an seinem Furz riecht. Und falls ich der Einzige bin, dem es so geht, was ist falsch mit mir? Zur weiteren Erklärung, nach dem
Geburtstag meines Vaters gab es für mich die letzten vier Tage die Reste eines sehr guten Geburtstagschili. So, du wolltest gerne eine Frage, die ein bisschen weniger anstrengend ist.
Robin: [01:10:13] Da hat ich aber das Konzept dieser Sendung perfekt verstanden. Ja, ich…
Mats: [01:10:17] Ey, das ist schon wieder eine tolle Überschrift, die hier gerade vor meinen Augen…
Robin: [01:10:20] Fürze Tatort und die AfD.
Mats: [01:10:22] Ah, wir hatten auch noch… Ja, so. (.) Ähm… Ja, beantworte doch mal zuerst, was ich muss… (……) Also, ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich, dass ich, ähm…
Robin: [01:10:38] Ich habe da sogar so eine fast echte Antwort drauf.
Mats: [01:10:40] Echt? Na, ich, ich… Also, ich mache es jetzt nicht mit Vorsatz, aber ich gehe jetzt nicht aus dem Raum, wenn ich irgendwo gefurzt habe, äh, weil… Das, das… Also, ich glaube auch, dass es seitdem man natürlich ganz furchtbare Sachen gegessen, es einem selber gar nicht so unangenehm vorkommt, wie es irgendwie stigmatisiert ist.
Robin: [01:10:59] Es kann dir sogar angenehm vorkommen, das ist tatsächlich eine… //Mats: Eine biologische…// Eine biologische Grund dafür hat das, weil du halt, äh, wenn fremde Leute pupsen oder ausstoßen, dann, ähm… Ist das halt für deinen Körper ein Zeichen, dass da wahrscheinlich Bakterien auf dich warten, dass das was Ungesundes für dich ist. Wenn du selbst
ausstoßst, kommt das halt aus deinem eigenen Körper und das ist für dich nicht gefährlich. Das heißt, es hat gar nicht diese, ähm… Es hat halt nicht dieses Fremde, das Gefährliche. Äh, und das ist, äh, deswegen, äh, kannst du deine eigenen Ausstötungen… Vielleicht magst du die nicht, du kannst sie auch mögen, also vielleicht, äh, hast du auch, ne, ich will da jetzt nicht weiter
drauf aufgehen, aber es ist dadurch biologisch begründet, äh, wieso du deine eigenen Fürze, äh, sogar ganz gut finden kannst.
Mats: [01:11:41] Ich hätte jetzt tatsächlich auch so in Richtung Revierverhalten irgendwie gedacht, weil es ja Tiere gibt, die ihrem, ähm, ihr, Handel, ihr, äh, Revier dann markieren. Mit Kot wahrscheinlich eher nicht, aber mit Urin zum Beispiel und so weiter. Mit Püpsen. Mit Püpsen, ja. //Mats: Und wenn der…//
Robin: [01:11:55] Kann ihn sich immer an und dann sagen sie, okay, ihr gehört hier. Die gepupsen ihr Weibchen an, das sie haben wollen. (..)
Mats: [01:12:02] Ich dachte jetzt eher so, so ein Baum, so ein Baum mit Urinbeschmiert. Gehst du in so einen Club? (..)
Robin: [01:12:09] Okay, Johnny hat, ist leider seins.
Mats: [01:12:12] Das ist, naja, das gibt’s ja mit Speicheln, gibt’s das, ja, wenn, wenn, wenn da der //Robin: eine mit Speicheln…//
Robin: [01:12:16] Wenn du ein Mädchen anspeichelst, ist er deins?
Mats: [01:12:18] Ja, naja, wenn die sich gegenseitig voll speicheln, ähm, dann, dann ist das ja auch so ein Zeichen für alle anderen. Naja, weil meistens sind das ja Küsse.
Robin: [01:12:23] Und ich… Ja, naja, gut, ja. Oh, das hat man in der Schule gesehen. Ich hab in der Schule auf dem Pausenhof gesehen, wie… Jetzt weiß ich, voll spucken? …wie ein Junge eine Mädchen in den Mund gespuckt hat. Ah! Also, und die hat, die war da dabei. Also, das war jetzt kein Mobben, so, die waren da beide voll dabei. Ah, das wäre auch ein komisches Mobben
gewesen. Und der hat sich… Also, die war so auf dem Boden und hat nach oben… //Robin: Und Mund aufgemacht und der hat von oben… Nein, stopp. Nein, wirklich so, also das ist keine Verschreibung. Der hat wirklich von oben so einen Jolly langsam da rein drauf gelassen.//
Mats: [01:12:50] Für diese Folge, wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie gerne weiterschicken an uns.
Robin: [01:12:53] Wir müssen die Frage noch.
Mats: [01:12:54] Die Frage ist beantwortet, wir haben alle Fragen beantwortet. Das hat damit zu tun, dass Leute sich gegenseitig in den Mund spucken. (..)
Robin: [01:13:00] Ich habe in der anderen Schule, da haben sie sich in den Mund gepupst die ganze Zeit. Das war komisch. Nein, das ist nicht gelogen. Aber diese Spucken-Geschichte war echt. Da war ich gerade auf dieser neuen Schule, dachte mir so, oh, was denn hier noch ist. Aber ich glaube, ist das hier so?
Mats: [01:13:11] Dann hast du es auch gemacht und hast rausgefunden, dass dem nichts ist.
Robin: [01:13:14] Ja, da war so eine Schlange, die haben sich einfach nacheinander hingelegt. (..) Wenn es wenigstens so gewesen wäre, aber es war ja so ein langsames. Es ging um Fürze, Robin.
Mats: [01:13:22] Es ging nicht um Speichel, auch wenn das ein sehr faszinierendes Thema ist. Aber ich fand deine Erklärung super. (.)
Robin: [01:13:28] Ich habe das wirklich gerade vor ein paar Wochen im Spiegel aus irgendeinem Grund gesehen. Echt jetzt?
Mats: [01:13:32] Ja, super. (.) Entschuldigung, das war jetzt voll gegen das Konzept dieser Folge. Du kannst dich doch nicht heimlich hier mit irgendwelchen Wissen beschäftigen, was du dann irgendwann mal anbringen kannst.
Robin: [01:13:41] Ich habe versehentlich Nachrichten gelesen, es tut mir leid. So einen echten Artikel gelesen. Ich wollte eigentlich nur Videospiele spielen und plötzlich war ich irgendwie
Mats: [01:13:47] auf so einer fast echten Nachrichtenseite.
Robin: [01:13:50] Ich gehe auch eigentlich nur auf Bild, damit ich gar nicht Gefahr laufe, irgendwas Wissens zu vermitteln zu bekommen. Aber leider kann ich da jetzt mit Adblocker nicht mehr drauf. Das ist schade. Das fand ich so toll, ne? Weil ich selber, das war so eine menschliche Schwäche von mir, dass ich mich nicht davon abhalten konnte, regelmäßig auf Bild.de zu gehen.
einfach vor Neugier und vor Neugierde. Und dann haben die aber angemacht halt, weil ich will denen ja auch keine Kohle machen, deswegen war ich natürlich nur mit Adblocker da. (..) Dann haben sie ja jetzt eingestellt, dass man, wenn man Adblocker anhat, da nicht drauf kann. Ich so, ja geil, dankeschön. Und seitdem war ich halt nie wieder auf Bild.de und ich fühle mich viel
besser. Weil ich einfach, mir wird gezwungen, dieser Neugierde nicht mehr nachzugehen. Und so haben alle irgendwie gewonnen. Also bis auf die Bild. Und wenn die Bild verliert, haben wir alle gewonnen.
Mats: [01:14:32] Fick die Bild. Da könnte man tatsächlich auch nochmal viel überreden. Also haben wir die Furzgeschichte tatsächlich einfach mit Fakten erschlagen. Entschuldigung. Es ist völlig in Ordnung, wenn du deine eigenen Furze gerne magst. Du bist ein Döner. Nicht wahr? //Mats: Ey, Po ist…//
Robin: [01:14:45] Pass auf, hab ich schon das Lied gesetzt?
Mats: [01:14:47] Du, das franzt hier gerade so ganz böse aus am Ende. Da ist ja unser Konzept so, weißt du so… Ja, was? Ja, es franzt sich gerade. Findest du nicht gut? Ja doch, schon, irgendwie schon. Nee, findest du nicht gut, ne? Du kannst es ruhig sagen.
Robin: [01:14:58] Nee, nein, also… Wir sind noch live. Jetzt kannst du noch sagen, warum sie so…
Mats: [01:15:02] Also wir können auch noch fünf Minuten… Ja gut, dann lass uns noch ganz kurz über, warum die Bild so böse ist.
Robin: [01:15:06] Nee, nee, ich wollte… Nein, nein, nein. Ich wollte konkret beim Po-Thema bleiben. Keine Sorge, Mats. (.) Wenn wir bei 14 waren. Ja. (.) Mein… (.) //Mats: Mein Vater…// Wenn sich irgendwelche Leute jetzt gegenseitig… Nein, nein, nein, nein. Mein Vater hat… Das weißt du auch. Der hat oftmals Sprüche gemacht. //Mats: Ach so, ja.// Als ich Kind war. Und ich bin
einfach mit dem… Mit dem… Ich dachte, es wäre Wissen aufgewachsen, dass das einfach allgemeine Sprüche sind, dass das halt… So sagt man halt so, zum Beispiel, wenn du auf die Toilette gehst, ich geh mir Hamster melken. Ich dachte, das sagt man so. Man geht… Ich geh mir jetzt mal Hamster melken. Und als ich darüber nachgedacht habe, habe ich mir auch gefallen, wie
lustig das eigentlich ist, dass mein Papa… Ich geh mal Hamster melken.
Mats: [01:15:46] Das ist der beste Spruch. Aber wenn man auf Klo geht und irgendwas melkt, ist das nicht eigentlich noch…
Robin: [01:15:51] Ja, das ist doch eher… Ich geh jetzt masturbieren. Ja, genau. Sicher, dass dein Vater… Ja, ja, ja, ja. Das war immer nur, wenn er auf die Toilette gegangen ist. Das kann ich bestätigen. (..) Aber worauf ich hinaus will ist, ich weiß nicht genau, ob das ein Karnevalslied ist, aber sehr wahrscheinlich ist das auch etwas, was mein Papa einfach erfunden hat, als er ein
paar Minuten Langeweile hatte, nämlich das wunderbare Lied, ich trage es als Gedicht kurz vor, ich weiß nicht, ob du es schon kennst, im Po ist dunkel, da brennt kein Licht, (.) da gibt es Geister, die sieht man nicht und wenn du mir nicht glaubst, hast du noch nie in Po geschaut. Ich glaube, es ist von meinem Papa selbst, weil sich geschaut nicht so richtig auf Glaub reibt, aber
das ist, das habe ich, im Po ist, nochmal kurz als in Liedform, damit ihr das auch, wenn ihr mal irgendwo unterwegs seid und ihr seht, das ist gerade angebracht, könnt es einmal vorsingen. (.) Im Po ist dunkel, da brennt kein Licht, da gibt es Geister, die sieht man nicht und wenn [01:16:58] du mir nicht glaubst, hast du noch nie in Po geschaut. (..)
Mats: [01:17:06] Es klingt jetzt so, als würde es das bald geben und wahrscheinlich hat der eine oder andere da auch schon ein Handy klingelt.
Robin: [01:17:10] Wenn irgendeiner das auf iTunes verkauft, ich verklag euch so und das Geld unter der Fresse weg.
Mats: [01:17:15] Ich habe übrigens noch, also auch nochmal schöne Überleitung, ich habe ein Mini-Gedicht von meinem Vater, Karfunkel, Karfunkel, im Arsch, das ist dunkel. Das ist ja voll ähnlich. Das ist ähnlich, das finde ich gerade witzig, ob es da eine Vater-Connection gibt.
Robin: [01:17:27] Wenn ihr da was, haben wir den, oder wie heißt dein Papa? (.)
Mats: [01:17:32] Oh Gott. Holy moly. Ich habe außerdem noch eine Geschichte, die habe ich dir glaube ich auch schon mal erzählt und zwar komme ich aus der Gegend, wo es die Neemitzer Heide gibt, also altes Land, was //Robin: abgebrannt ist.//
Robin: [01:17:44] Die Heiden, die abgebrannt wurden.
Mats: [01:17:46] Die Heiden, da wurden Heiden verbrannt früher und da gab es, ist so Sand und da sind immer so kleine Sandhäufchen gewesen, also so von Würmern und da habe ich als Kind meinen Vater gefragt, was das denn für Löcher sind und mein Vater hat gesagt, ja, das sind Löcher von Furzknoten. (..)
Robin: [01:17:59] Furzknoten sind einfach Kinder. (.)
Mats: [01:18:02] Kennst du als diesen Begriff? Ich kannte es damals nicht. Ich bin wirklich lange und ich bin auch dann aufs Gymnasium gegangen früher und war bis dahin immer noch der festen Überzeugung, dass es wirklich diese Furzknoten sind, die diese
Robin: [01:18:12] Dinger machen. Was dachtest du, was das wäre? Wärst du das verbildlicht? Wurmkäfer, also so regenwurmmäßig.
Mats: [01:18:17] Also es gibt ein Tier, das Furzknoten heißt. dass sie so Häufchen macht. War irgendwie so. Mein Vater hat das damals auch mit so einer und immer auch wiederholt und immer so mit so einem wissenden Ton gesagt.
Robin: [01:18:26] Ich glaube, das unterschätzen Eltern sehr schnell. Ja, ja. Wie schnell Kinder Wissen übernehmen, das einfach nur als, wo man halt so ein bisschen Augen
Mats: [01:18:34] zwingen kann, das sagt. Genau, das verstehen die nicht.
Robin: [01:18:36] Aber das dauert ja, bis man zehn Jahre alt ist, bis man überhaupt mal versteht, meine Eltern sind nicht allwissend, bitte was?
Mats: [01:18:40] Auch die lügen und denken sich Sachen aus. Also es hätte jetzt theoretisch passieren können, dass ich jetzt irgendwie, keine Ahnung, Bundesaußenminister bin und irgendwie Gäste aus China empfange und wir schlendern durch die Nehmetzer Heide und ich mit meiner festen Überzeugung dem chinesischen Amtsträger darauf hinweise, dass das ja ein
Furzknotenhäufchen wäre. Und da war ich ein bisschen, naja.
Robin: [01:19:00] Aber den allgemeinen Begriff Furzknoten kennst du für kleine Kinder? //Mats: Nee, hab ich erst danach dann kennengelernt, tatsächlich.// Weil ich war immer ein Furzknoten, war ich so. Oder auch da bin ich mir nicht sicher, ob das einfach ein Begriff von meinem Papa ist, den er gefunden hat. Lappenkamel. Gibt’s das? (….) Wegen deinem Kehlkopf? Ich war
immer ein Lappenkamel. Nee, weil ich so mager und klein war.
Mats: [01:19:21] Markus, wie bist du dein Vater unbedingt mal so Podcast-Einladen? Mein Papa ist hervorragend. Das ist hervorragend.
Robin: [01:19:24] Mein Papa ist der beste Mensch. //Mats: Hervorragend.// Sehr, sehr magere Läuse sind Lappenkamel.
Mats: [01:19:29] Lappenkamel, okay.
Robin: [01:19:30] Ich weiß auch nicht, wo das herkommt. Ah, okay. //Mats: Ich glaube, mit dieser hervorragenden Anekdote.// Ich hab so viele Beleidigungen und Sprüche, wo ich bis ich 20 war, gedacht hab, das hat wirklich lang gedauert. Ich hab hier in Berlin schon geholt, als ich mir viele dieser Sachen mal darüber nachgedacht
Mats: [01:19:44] hab nach mir, Hamstermelken gibt’s das wirklich? Sehr gut.
Robin: [01:19:48] Oh, weia. (..)
Mats: [01:19:50] Schön, aber wir haben auch diese Frage beantwortet. Nee, gab gar keine Frage mehr am Ende, ne? Die Furz-Sache haben ja abgefeiert.
Robin: [01:19:55] Naja, es war gleiches Themengebiet.
Mats: [01:19:57] Wir sind dieses Mal etwas ausgeschweift. Ich glaube, es ist aber in Ordnung, man möge uns.
Robin: [01:20:02] Wir haben, weißt du, die Fragen wurden ja trotzdem konkret beantwortet. Und wir sind sogar sehr ausführlich geworden diese Woche. Ich möchte sagen, mir hat das sehr viel Spaß gemacht wieder. //Robin: Ja, das stimmt.// Wir müssen noch einmal vielleicht zum Ende hin aufhören, was ihr dann machen könnt, um uns zu unterstützen, nämlich Fragen schicken.
Wir brauchen eure Fragen. Diese großartig gestellten Fragen gerade kamen von euch. Es ist eine Mischung aus allem. Es waren sehr lustige Fragen dabei, aber es waren auch sehr ernste Fragen dabei. Teilweise konnten wir euch moralischen Support geben. Teilweise konnten wir aber auch Fakten nennen. Ergo Vardininum, wie wir im Latein sagen.
Mats: [01:20:38] Ja, wie wir bei den Ratsern immer sagen.
Robin: [01:20:40] Ergo Vardininum. Das ist irgendwie ein Impotter-Spruch, oder? Ergo Vingardio Leviosa. Könnt ihr uns jetzt neue Sachen zu schicken? (..)
Mats: [01:20:53] Ergo Vardininum, du bist irgendwie so ein Professor. (.)
Robin: [01:20:56] Ja, A ist gleich B. Ergo Vingardio Leviosa ist C gleich D. Vingardium Leviosa. Ich habe noch nicht mal das Fall richtig gesagt. Ihr müsst uns die Fragen schicken. Ansonsten ist dieser Podcast bald wieder eingestellt. Das könnt ihr A machen bei Twitter. At die Ratsherren. Da könnt ihr uns entweder öffentlich eine Nachricht schreiben, falls ihr glaubt, das ist okay,
wenn ihr das A lesen. Oder ihr schickt uns einfach eine private Nachricht. Das sollte gehen, obwohl wir uns nicht. (.) Dann könnt ihr uns eine Mail schicken an diratsherren.gmail.com Ist das richtig? (..) diratsherren.gmail.com Diratsherren zusammengeschrieben. Und dann gibt es noch Ask.fm Und wie kommt ihr dahin? Slash diratsherren eingeben. Also ask.fm slash diratsherren.
Mats: [01:21:36] Genau, da könnt ihr dann auch anonyme Fragen stellen.
Robin: [01:21:38] Wie gesagt, wir würden euch bitten, wenn ihr nicht wollt, dass euer Vorname genannt wird, schreibt ihr dann entweder gar nicht dabei. Oder wenn ihr uns auf Twitter schreibt, haben wir euren Nicknamen. Wenn ihr auch nicht wollt, dass der Nicknamen gesagt hat. Also wenn wir über die Plattform, die ihr uns schreibt, irgendeinen Namen haben und ihr nicht wollt,
dass wir den nennen, schreibt dabei, ich möchte bitte anonym bleiben.
Mats: [01:21:56] Ich würde aber tatsächlich bei Fragen, wo schon, wo man das Gefühl hat, okay, vielleicht ist das ein bisschen intimer, privater, dass auch selbst wenn es da nicht da steht, bümmen wir die anderen. Ihr wisst ja, wenn es eure Fragen sind, sind es ja eure Fragen.
Robin: [01:22:07] Genau, wir werden da natürlich auch noch selbst immer ein bisschen urteilen drüber, aber wenn das jetzt auch, es kann ja einfach Grund haben, ich weiß nicht, vielleicht möchte eigentlich einfach jemand nicht, dass sein Name genannt wird, aus Gründen, die ich mir gar nicht nachvollziehen kann. Ja, das stimmt. Dann schreibt es bitte einfach dabei.
Mats: [01:22:20] Geht auf Nummer sicher, dann machen wir da nichts falsch.
Robin: [01:22:22] Ja, sehr schön.
Mats: [01:22:23] Dann haben wir alles, also wirklich viel Spaß gemacht. //Robin: Das ist toll.// Ich bin wieder mal überrascht davon, in welche Region es hier gegangen ist. Es ist so ein bisschen eine Achterbahnfahrt, in einem Moment noch tief. Alter, dieser Tatort, das war anstrengend. Und dann so ein böser, böser Mensch. Ich weiß auch nicht, warum ich das mache, das hat so
sadistische Züge gemacht.
Robin: [01:22:39] Wirklich, aber du kannst, ich weiß, es ist auch nicht so, dass ich dann denke, dass du das wirklich, also ich weiß jedes Mal exakt, was du tust, aber das regt mich nur noch mehr auf, weißt du? Es ist ja umgedreht genauso. Dass ich weiß, dass das nicht deine Position, ja, ja, das mache ich ja genauso bei dir. Ist ja absolut richtig, ne? Wenn ich irgendwo Zelda-
Footage sehe, weiß ich ja, wie ich zu reagieren habe, wenn du neben mir sitzt. Boah, ey, diese Reihe wird ganz fürchterlich, ey. //Mats: Das wird ganz, ganz fürchterlich. Ja, das stimmt. (.)//
Mats: [01:23:04] Okay, so, dann haben wir es geschafft. Das war Folge 2 der Ratsherren. Wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin. Cue so großartige Musik. Die auch große, und vielleicht knacken wir diesmal den Tatort. Das wäre, nach dem muss ja eigentlich.
Robin: [01:23:16] Verbrennt diesen Tatort auf dem Twitter-Chart, nee, Podcast-Chart in dem hier. Los, wenn wir vor dem Tatort kommen, dann müssen die aufgeben. Dann moderieren wir das nächste Mal. Der Tatort soll zurücktreten. Hashtag Tatort-Rücktritt. Ah, ist das eine schöne Musik. Der Tatort soll zurücktreten. Der Tatort soll zurücktreten. Der Tatort soll zurücktreten. Der
Tatort soll zurücktreten. Der Tatort soll zurücktreten.